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Zweikampf zwischen dem Berliner Raffael (l.) und Stuttgarts Träsch © getty

Wieder gelingt dem Schlusslicht kein Heimsieg. Ein abgefälschter Schuss des Stuttgarter Cacau entscheidet die Partie in Berlin.

Berlin - Hertha BSC Berlin hat im Abstiegskampf der Bundesliga den möglicherweise entscheidenden Rückschlag hinnehmen müssen und jagt weiter den peinlichen Heim-Rekord von Tasmania Berlin.

Ohne die Unterstützung seiner treuesten Fans verlor der Hauptstadt-Klub gegen den VfB Stuttgart durch den Gegentreffer des eingewechselten Nationalspielers Cacau (74.) mit 0:1 (0:0) und wartet seit dem 1:0 zum Saisonauftakt gegen Hannover 96 vor acht Monaten auf einen Sieg im Olympiastadion. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Sollte Hertha auch in zwei Wochen gegen Schalke 04 nicht gewinnen, wäre der Negativrekord von Tasmania (1965/66) von 15 Heimspielen in Folge ohne Sieg eingestellt.

Hertha ohne Fan-Unterstützung

Als Strafe für die Ausschreitungen vor vier Wochen gegen den 1. FC Nürnberg (1:2) musste Hertha die Ostkurve sperren und durfte nur 25.000 Tickets an die eigenen Fans verkaufen.

Durch die erneute Heim-Niederlage ist für das Team von Trainer Friedhelm Funkel, das auswärts zuletzt mit zwei deutlichen Siegen in Wolfsburg und Köln geglänzt hatte, die Zweite Liga wieder einen Schritt näher gerückt.

Auf den Relegationsplatz haben die Berliner bei noch vier ausstehenden Spielen fünf Punkte Rückstand.

VfB setzt Aufholjagd fort

Die mit 31 Punkten beste Rückrundenmannschaft aus Stuttgart dagegen ist mit vier Siegen in Folge derzeit die Mannschaft der Stunde und kletterte vorübergehend auf Platz sechs, der höchstwahrscheinlich zur Europa-League-Teilnahme berechtigt.

Hertha hatte für die ausgesperrten Anhängern in der nur wenige Hundert Meter vom Olympiastadion entfernten Waldbühne ein Public Viewing organisiert.

Da jedoch auch die Stuttgarter Fans in den ersten 15 Minuten schwiegen, um gegen die ihrer Meinung nach zuletzt zu harten Sanktionen gegen Anhänger zu protestieren, herrschte eine seltsame Stimmung im mit 26.851 Zuschauern nicht einmal halb gefüllten Olympiastadion.

Lehmann mit guter Leistung

Erst als die Gästefans ihren Anfeuerungsboykott beendet hatten, wurde das Spiel schwungvoller. Die Berliner bestimmten die Partie, spielten ihre Angriffe zunächst aber nicht konsequent genug aus.

Die bis dahin beste Chance zum 1:0 verhinderte VfB-Torhüter Jens Lehmann mit einer starken Parade gegen Levan Kobiashvili in der 27. Minute.

Beim schwachen VfB wurde der verletzte Spielmacher Alexander Hleb (Adduktorenprobleme) schmerzlich vermisst.

Zu ihrer ersten Torchance kamen die Stuttgarter erst in der 40. Minute, als der für Hleb ins Team gerückte Roberto Hilbert an Hertha-Keeper Jaroslav Drobny scheiterte.

Pechvogel Kringe

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Gäste etwas den Druck, was allerdings den Berlinern mehr Raum für ihr gefährliches Konterspiel gab.

In der 50. Minute scheiterte Theofanis Gekas an Lehmann. Die Stuttgarter waren fast nur nach Standards gefährlich.

Pech hatte Herthas Florian Kringe: Der Mittelfeldspieler musste nur drei Minuten nach seiner Einwechslung (66.) wieder verletzt das Feld verlassen.

Den entscheidenden Treffer erzielte Cacau nach seiner Einwechslung. Hertha-Verteidiger Steve von Bergen fälschte den Ball unhaltbar für Jaroslav Drobny ab.

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