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David Jarolim (l.) wechselte 2003 aus Nürnberg zum Hamburger SV © getty

Hamburg will Wolfsburg nicht nur in Europa, sondern auch in der Liga hinter sich lassen. Bochum hofft auf einen Club-Ausrutscher.

Hamburg - Auf internationaler Bühne war der Hamburger SV erfolgreicher, national wollen es die Hanseaten am Sonntag im Fernduell mit dem VfL Wolfsburg auch wieder sein.

Im Kampf um den sechsten Tabellenplatz muss die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia beim VfL Bochum (ab 15.15 Uhr LIVE) ebenso dringend punkten wie die Niedersachsen (17.15 Uhr LIVE) beim 1. FC Nürnberg.

Zwar ist der HSV durch das Erreichen des Halbfinales dem Sieg in der neuen Europa League und damit einer Qualifikation für die nächste Saison näher gekommen, doch verlassen mag man sich darauf an der Elbe verständlicherweise nicht.

"Saison zu einem guten Ende bringen"

"Wir wollen Schritt für Schritt unsere Saison zu einem guten Ende bringen", sagte Labbadia, der seinen Kritikern durch den 3:1-Erfolg beim belgischen Meister Standard Lüttich ein wenig den Wind aus den Segeln genommen hat.

Verzichten muss der Coach definitiv auf Paolo Guerrero nach dessen Flaschenwurf im Anschluss an das 0:0 gegen Hannover 96.

Zwar haben die Hamburger Widerspruch gegen die fünf Spiele umfassende Sperre gegen den Peruaner eingelegt, doch darüber verhandelt wird erst in der kommenden Woche.

Wolfsburg will neu angreifen

So setzt man wie schon in Lüttich auf die Treffsicherheit des zweifachen Torschützen Mladen Petric, dessen Fallrückzieher der Höhepunkt war.

Solche Erfolgserlebnisse fehlten den Wolfsburgern bei der 0:1-Heimschlappe gegen den FC Fulham, die Stürmer Grafite und Edin Dzeko rannten sich einmal sogar gegenseitig über den Haufen.

Doch man weiß beim Tabellen-Neunten, dass nun eine Serie vonnöten ist, um in der kommenden Spielzeit nicht gänzlich ohne internationalen Wettbewerb dazustehen.

"Das Fulham-Ergebnis darf uns nicht lähmen. Wir müssen unsere Enttäuschung so schnell wie möglich überwinden", sagte der scheidende Coach Lorenz-Günther Köstner.

Doppeltes Fernduell

Ganz schlecht sind die Voraussetzungen der Gäste dafür nicht, der VfL kann personell aus dem Vollen schöpfen.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Wie Hamburg und Wolfsburg liefern sich auch die Nürnberger und die Bochumer ein sonntägliches Fernduell - im Kampf um den Klassenerhalt.

Nürnbergs Coach Dieter Hecking sieht es nicht als Vorteil an, dass die Wolfsburger international gescheitert sind, im Gegenteil: "Das macht sie umso gefährlicher. Sie werden in der Liga noch einmal angreifen und damit bei uns anfangen wollen."

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

VfL Bochum - Hamburger SV (Sonntag, 15.30 Uhr)

Bochum: Heerwagen - Pfertzel, Yahia, Mavraj (Maltritz), Bönig - Maric, Dabrowski - Freier, Holtby, Fuchs (Dedic) - SestakHamburg: Rost - Demel, Boateng, Mathijsen, Aogo - Jarolim, Ze Roberto - Trochowski, Pitroipa - van Nistelrooy, PetricSchiedsrichter: Stark

1. FC Nürnberg - VfL Wolfsburg (Sonntag, 17.30 Uhr)

Nürnberg: Schäfer - Diekmeier, Wolf, Maroh, Pinola - Ottl, Gündogan - Risse, Frantz, Bunjaku - Choupo-MotingWolfsburg: Benaglio - Pekarik, Riether, Barzagli, Schäfer - Josue - Dejagah, Gentner - Misimovic - Grafite, DzekoSchiedsrichter: Winkmann

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