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MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Claudio Pizarro erzielt gegen Freiburg seine Saisontore 13 und 14 © getty

Nach dem Sieg gegen Freiburg und den Patzern der Konkurrenz schielt Bremen Richtung Champions League. Freiburg gerät unter Druck.

Bremen - Die Fans machten minutenlang die Welle, die Spieler tanzten vor der Ostkurve, die Chefetage formulierte eine Kampfansage an die Konkurrenz.

Die neue Hoffnung auf eine Rückkehr in die Champions League sorgte bei Werder Bremen nach dem souveränen 4:0 (1:0) gegen den SC Freiburg für Feierlaune.

"Wir sind natürlich weiterhin auf die Ausrutscher der anderen angewiesen, aber wenn wir unsere letzten vier Spiele gewinnen, ist der dritte Platz noch absolut drin", sagte Sportchef Klaus Allofs nach der Torgala gegen den Abstiegskandidaten.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Nur noch drei Punkte Rückstand

Doch mit dem eigenen Erfolg sollte die Party in der Hansestadt noch nicht vorbei sein.

Denn erst die Punktverluste der schärfsten Rivalen um den Platz in der Champions-League-Qualifikation machten den Werder-Sieg richtig wertvoll.

Hatte die frohe Kunde von der 0:1-Niederlage Borussia Dortmunds beim FSV Mainz 05 unmittelbar nach dem Schlusspfiff im Weserstadion die Stimmung zusätzlich angeheizt, so beflügelte am Abend auch das 1:1 von Bayer Leverkusen gegen den FC Bayern die grün-weißen Träume.

Der Tabellendritte Bayer ist jetzt nur noch drei Punkte entfernt.

Pizarro zuversichtlich

Torjäger Claudio Pizarro, der mit zwei Toren und einer Vorlage maßgeblichen Anteil am Bremer Erfolg hatte, witterte die Chance auf einen vor Wochen nicht mehr für möglich gehaltenen Coup.

"Wenn die Konkurrenz weiter Punkte lässt, sind wir da. Ich denke schon, dass Richtung Platz drei noch etwas geht", sagte der Peruaner, der nach 35 Minuten vergeblichen Anrennens mit dem 1:0 den Startschuss zum Sturmlauf gegeben hatte.

Schießbude Freiburg

Nach der Pause sorgten Aaron Hunt (53.), Pizarro mit seinem zweiten Treffer (55.) sowie Mesut Özil für den fast schon traditionellen Kantersieg gegen die Breisgauer, die bei ihren vier letzten Auftritten im Weserstadion insgesamt 20 Tore kassierten.

"Das war endlich mal wieder ein Spiel, das richtig glatt lief. Wir waren sehr aktiv und haben wunderbar kombiniert", sagte Trainer Thomas Schaaf.

Poker um Özil offen

Vor allem Özil, der in den vergangenen Wochen von den laufenden Vertragsverhandlungen reichlich gehemmt schien, trumpfte groß auf.

"Bei ihm hat es sich zuletzt schon angedeutet, dass er zu alter Form zurückfindet", sagte Allofs, der allerdings bestritt, dass die Vertragsverlängerung schon in trockenen Tüchern sei.

"Wir sind in guten Gesprächen, und vielleicht wird das bald was, aber im Moment gibt es noch nichts zu vermelden", sagte der Werder-Geschäftsführer.

Freiburg unter Druck

Ganz andere Sorgen haben die Freiburger, die durch den 4:2-Erfolg des Konkurrenten Hannover 96 gegen Schalke 04 auf den 17. Rang abrutschten.

"Mit jedem Punktgewinn der Konkurrenz wächst natürlich der Druck auf uns. Deshalb müssen wir das Spiel am nächsten Wochenende gegen den 1. FC Nürnberg unbedingt gewinnen", sagte Trainer Robin Dutt.

Die Hoffnung, zumindest den Relegationsrang 16 zu erreichen, hat er aber noch nicht aufgegeben:

"Bis zum Saisonende wird es sicher noch weiter hin und her gehen - letztlich hoffentlich mit dem besseren Ende für uns."

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