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Boulahrouz (r.) während der EM mit Rumäniens Mutu © getty

Der Neuzugang aus den Niederlanden hat einen zwiespältigen Ruf. Trotzdem ist er beim VfB Stuttgart für eine Führungsrolle eingeplant.

"Er ist ein Spieler, der eine Mannschaft führen kann. Das hat er auch bei der EM gezeigt. Er besitzt eine Menge Qualität", sagte VfB-Manager Horst Heldt der "Stuttgarter Zeitung".

Der Abwehrspieler war am Montag kurz vor Mitternacht im Trainingslager der Schwaben im österreichischen Going eingetroffen.

Zuvor hatte er in Stuttgart den obligatorischen Medizincheck bestanden. Am Dienstag wurden letzte Vertragsdetails mit seinem bisherigen Klub FC Chelsea geklärt.

"Kam mir nicht schwierig vor"

Boulahrouz erhält einen Vier-Jahres-Vertrag bis zum 30. Juni 2012.

Die Ablösesumme für den Nachfolger von Fernando Meira, der die Stuttgarter verlassen wird, soll rund fünf Millionen betragen. Mehr zum Thema Boulahrouz-Wechsel perfekt.

Der Niederländer, von 2004 bis 2006 beim HSV, gilt als schwieriger Typ.

Doch dies ist für Heldt kein Problem: "Mir ist er in unseren Gesprächen gar nicht schwierig vorgekommen. Außerdem muss ein Spieler, der Verantwortung übernehmen soll, auch mündig sein - und das bedeutet, dass er sich Gedanken macht, die unbequem sein können."

Hitzlsperger und Gomez trainieren mit

Neben Boulahrouz kamen am Montag auch die EM-Teilnehmer Thomas Hitzlsperger und Mario Gomez in Going an.

Beide stiegen am Dienstag ins Training ein, am Mittwoch soll dann Nationalkeeper Jens Lehmann die Vorbereitung aufnehmen.

Fall Gomez für Heldt erledigt

Im Fall Gomez machte Heldt noch einmal deutlich, "dass das Thema für mich erledigt ist".

Der von Bayern München umworbene Angreifer müsse "mit vorneweg marschieren und die anderen mitreißen", forderte der VfB-Manager: "Er ist eines unserer Aushängeschilder. Das ist die Herausforderung für ihn."

Der 23-jährige Angreifer, der bei der EM enttäuschte, hat sich bisher noch nicht zu seinen Plänen geäußert.

Meiras Ziel ist offen

Weiterhin offen ist, wohin der bisherige Kapitän Meira wechseln wird. Laut Heldt liegt dem VfB bisher nur eine Anfrage von Tottenham Hotspur vor.

Galatasaray Istanbul und Panathinaikos Athen, die ins Gespräch gebracht wurden, hätten sich dagegen noch nicht gemeldet.

Der Portugiese hat bereits die Freigabe erhalten. Die Schwaben würden gerne sechs Millionen Euro Ablöse erzielen.

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