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Christian Gentner (re.) wurde zum 17. Mal in dieser Saison ausgewechselt © getty

Der Meister bleibt im Rennen um die Europa League. In Nürnberg enttäuschte Wolfsburg, konnte sich aber auf zwei Stürmer verlassen.

Nürnberg - Der 1. FC Nürnberg steckt nach einem Spiel der verpassten Chancen weiter im Abstiegssumpf fest.

Die überlegenen Franken verloren durch den 19. Saisontreffer von Edin Dzeko (66.) und den zehnten von Grafite (78.) gegen den müden deutschen Meister VfL Wolfsburg trotz bester Einschussmöglichkeiten mit 0:2 (0:0) und müssen vier Spieltage vor dem Saisonende in der Bundesliga weiter um den Klassenerhalt zittern.

Ein Punkt trennt den Club vom Relegationsplatz, drei sind es zum SC Freiburg auf Rang 17. Am kommenden Woche reisen die Nürnberger zum direkten Abstiegs-Duell der beiden Aufsteiger.

Der VfL Wolfsburg schnuppert dank Tor-Garant Dzeko dagegen wieder am internationalen Geschäft.

Wolfsburg weiter im Rennen um Europa

Drei Tage nach dem Ausscheiden in der Europa League hielten die Niedersachsen zumindest im Kampf um den erneuten Einzug in den Europapokal Schritt.

Von Rang sechs, der diesmal zur Teilnahme an der Europa League in der kommenden Saison reichen könnte, sind die Wölfe nach dem Sieg des Hamburger SV beim VfL Bochum (2:1) zwei Zähler entfernt.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Dzekos Treffer stellte die Begegnung völlig auf den Kopf. Doch vor allem in der zweiten Halbzeit machte der 1. FC Nürnberg vor 40.593 Zuschauern bei vielen Großchancen auch zu wenig aus seiner Überlegenheit.

Die Gastgeber hatten auch Pech, dass Schiedsrichter Guido Winkmann (Kerken) bei einem Handspiel von Makoto Hasebe (16.) sowie einem Foul von Peter Pekarik an Albert Bunjaku (21.) nicht auf Strafstoß entschied.

Allerdings blieb der Elfmeterpfiff auch auf der Gegenseite aus, als Javier Pinola dem Wolfsburger Torjäger Edin Dzeko in die Hacken lief (30.).

Nürnberg betreibt Chancen-Wucher

Der VfL Wolfsburg hatte den Gastgebern von Beginn an die Initiative überlassen, stand dabei aber zugleich in der Defensive zumeist so geordnet, dass sich dem Club kaum Möglichkeiten zu guten Angriffen oder zum Abschluss boten.

Die beste Chance der Nürnberger besaß Pinola erst in der 28. Minute, seinen Weitschuss lenkte Diego Benaglio im VfL-Tor aber zur Ecke.

In der 35. Minute köpfte Andreas Wolf einen weiteren Eckball knapp neben das Wolfsburger Tor.

Benaglio der Turm in der Schlacht

Pinola hatte zunächst im letzten Augenblick auch eine frühe Führung der Gäste verhindert. Nach einem Fehler von Andreas Ottl konnte der Argentinier den freistehenden Grafite gerade noch am Torschuss hindern (16.).

Es war lange Zeit eine der wenigen guten Chancen für die Wölfe. Der deutsche Meister konzentrierte sich in erster Linie auf die Abwehrarbeit, seine schnellen Gegenangriffe waren aber meist zu unentschlossen und überhastet vorgetragen.

Die Überlegenheit des Club wurde nach der Pause noch größer - auch die Chancen häuften sich. Zunächst rettete Benaglio bei einem Weitschuss van Marcel Risse und beim Nachschuss von Bunjaku (47.), kurz darauf zielte Bunjaku nur knapp neben das Tor der Gäste (50.).

Zwei Schüsse - Zwei Tore

In der 61. Minute scheiterten die beiden Club-Angreifer erneut mit besten Gelegenheiten am Schweizer Nationaltorhüter.

Keine fünf Minuten später ließ Dzeko bei einem Konter auf Vorlage von Zvejzdan Misimovic drei Nürnberger Abwehrspieler aussteigen und vollstreckte eiskalt.

Grafite nutzte dann die zweite Gelegenheit der Gäste zur Entscheidung. Aber auch danach verpassten die Hausherren noch gute Möglichkeiten.

Bester Nürnberger war Pinola, auf Wolfsburger Seite ragte Benaglio heraus.

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