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Grafite und Edin Dzeko erzielten in dieser Saison bislang zusammen 29 Treffer in der Liga © getty

Das stürmende Traumpaar des Meisters bringt die drei Punkte in Nürnberg und löst ungeahnte Gefühlsausbrüche bei Köstner aus.

Nürnberg - Innerlich brodelte es in Edin Dzeko, als er kurz nach dem Abpfiff auf das Klima innerhalb des Teams angesprochen wurde.

"Was in den Zeitungen steht ist Unsinn, bei uns gibt es keine Krise und keinen Streit. Der sechste Platz ist unser Ziel", sagte Edin Dzeko.

Er übernahm mit seinem 19. Saisontreffer (66.) die alleinige Führung in der Torschützenliste und hatte den glücklichen 2:0-Sieg des deutschen Meisters beim Club eingeleitet.

"Nürnberg war das gesamte Spiel die bessere Mannschaft. Wir haben aber zwei Tore gemacht, und das zählt", meinte Dzeko treffend.

Den zweiten Treffer hatte Sturmpartner Grafite (78.) nachgelegt (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Durch den Sieg konterte Wolfsburg die Vorlage des HSV, der in Bochum mit 2:1 gewonnen hatte, und schnuppert weiter am internationalen Geschäft.

Drei Tage nach dem Ausscheiden in der Europa League beschränkten sich die Jungs von Trainer Lorenz-Günther Köstner auf ihre Defensive, ohne dort auffallend sicher zu stehen.

Nach 90 niveauarmen Minuten konnte sich der VfL kollektiv bei Torwart Diego Benaglio bedanken, der sein Team mit gut einem halben Dutzend Paraden im Spiel gehalten hatte.

Von Rang sechs, der diesmal zur Teilnahme an der Europa League in der kommenden Saison reichen könnte, sind die Wölfe zwei Zähler entfernt.

"SInd eine geile Mannschaft"

"Wir sind eine geile Mannschaft", sagte Köstner, der den Sieg seiner Mannschaft als "nicht unverdient" bezeichnete und zudem die Moral der Truppe lobte: "Wenn man nach einem Ausscheiden so zurückkommt, dann sagt das eine ganze Menge."

"Wir haben gegen einen engagierten FCN gewinnen können", analysierte der Interimstrainer. "Vielleicht aufgrund unseres Einsatzes und unserer Stürmer am Ende auch verdient."

Nüchtern betrachtet lag es wohl eher am inflationären Nürnberger Umgang mit Großchancen und dem Schiesdrichter.

Winkmann das Zünglein an der Waage

Vor allem in der zweiten Halbzeit machte Nürnberg bei vielen Großchancen zu wenig aus seiner Überlegenheit.

Die Gastgeber hatten zudem Pech, dass Referee Guido Winkmann bei einem Handspiel von Makoto Hasebe sowie einem Foul von Peter Pekarik an Albert Bunjaku nicht auf Strafstoß entschied.

"Das ist ärgerlich, denn wenn wir in Führung gegangen wären, hätte das Spiel einen anderen Verlauf genommen", kritisierte Hecking den Referee.

Allerdings blieb der Elfmeterpfiff auch auf der Gegenseite aus, als Javier Pinola dem Wolfsburger Torjäger Edin Dzeko in die Hacken lief.

Insgesamt machte der Unparteiische eine unglückliche Figur.

Nürnberg weiter unten drin

Nürnberg muss vier Spieltage vor dem Saisonende weiter um den Klassenerhalt zittern.

Ein Punkt trennt den Club vom Relegationsplatz, drei sind es zum SC Freiburg auf Rang 17.

Am kommenden Woche reisen die Nürnberger zum direkten Abstiegs-Duell der beiden Aufsteiger.

"Wolfsburg hat uns gezeigt, wie clever man spielen muss. Eigentlich war das Führungstor für uns nur eine Frage der Zeit. Aber wenn man die Tore nicht macht, dann wird man halt bestraft", sagte ein enttäuschter FCN-Trainer Dieter Hecking nach dem Match.

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