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Gegen Leverkusen absolvierte Thomas Müller sein 34. Bundesligaspiel © getty

Im Interview spricht Thomas Müller über das Mammutprogramm der vergangenen Spiele und bilanziert die Wochen der Wahrheit.

Vom FC Bayern berichtet Mathias Frohnapfel

München - Er läuft und läuft und läuft.

Dieser Werbeslogang hätte für Thomas Müller erfunden werden können.

Der 20-Jährige ist einer der Dauerbrenner des FC Bayern. Seit dem sechsten Spieltag stand er in der Bundesliga immer in der Startelf des Rekordmeisters.

Erst beim 1:1 in Leverkusen musste Müller sich die erste Hälfte von der Bank aus ansehen.

Er dürfte sich darüber nicht allzu sehr beklagt haben. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Denn es war wohl auch eine Vorsichtsmaßnahme von Trainer Louis van Gaal, damit einer seiner erklärten Lieblingsspieler nicht auf dem Zahnfleisch in den Saisonendspurt gehen muss.

Besonders wegen seiner Vielseitigkeit schätzt van Gaal den Offensivspieler.

Im SPORT1-Interview spricht Müller über die Energieleistung der vergangenen Wochen, den Titelendspurt und das Warten auf eine Entscheidung im Fall Franck Ribery.

SPORT1: Manchester, dazu Stuttgart, Schalke und Leverkusen: Der FC Bayern musste zuletzt von Topspiel zu Topspiel eilen. Herr Müller, wie sehr stecken Ihnen die Strapazen in den Knochen?

Thomas Müller: Das ist für uns als Spieler schwer einzuschätzen, natürlich ist man nicht ganz topfit nach 70 Minuten, wenn man so viele Partien in den letzten Wochen gemacht hat. Das Remis gegen Bayer aber nur auf die fehlende Fitness zurückzuführen, wäre zu einfach.

SPORT1: Und welche Bilanz ziehen Sie nach den Top-Spielen?

Müller: Vom Ergebnis können wir einigermaßen zufrieden sein. In der Bundesliga stehen wir jetzt zwei Punkte vorm Zweiten und sind im Champions-League-Halbfinale.

SPORT1: Keine allzu schlechte Bilanz...

Müller: Wir haben die anstrengenden Wochen gut überstanden, aber natürlich wären wir mit einem Sieg gegen Leverkusen glücklicher gewesen. Dann wäre der Vorsprung schon vier Punkte. Jetzt müssen wir konzentriert in die nächsten Aufgaben gehen und einfach erfolgreich spielen.

SPORT1: Der FC Bayern ist in Leverkusen aufs Feld gegangen und die Spieler wussten bereits, dass Schalke verloren hat. Kein Nachteil, oder?

Müller: Wenn man sieht, dass Schalke verliert, hat man natürlich ein gutes Gefühl. Du weißt, du hast eine große Chance, die haben wir halb genutzt und einen Punkt gutgemacht.

SPORT1:: War das Remis in Leverkusen gerecht?

Müller: Das Unentschieden geht in Ordnung. Man muss zugestehen, dass auch Bayer viele Torchancen hatte. Davor darf man die Augen nicht verschließen. Es war ein fahriges Spiel mit vielen kleinen Fouls, aber wir können mit dem Punkt leben.

SPORT1: Sie kamen kurz vor Spielende im Strafraum zu Fall, Hans Sarpei riss am Trikot. War das ein Elfmeter?

Müller: Aus meiner Sicht ja.

SPORT1: Welche Rolle spielt nun das Durchschnaufen vorm Champions-League- und Liga-Endspurt?

Müller: Jetzt haben wir eine Woche Zeit, die Akkus wieder aufzuladen. Dann gehen wir wieder mit voller Power in die anstehenden Partien.

SPORT1: Wie wichtig wäre es für die Zukunft des Teams, dass Franck Ribery ein Münchner bleibt?

Müller: Die Frage können Sie sich selbst am besten beantworten. Wenn ein Mann von halb Europa gejagt wird, ist er wohl fürs Team enorm wichtig. Dass er sehr gute Fähigkeiten hat, sieht ja jeder.

SPORT1: Und wie ist Ihr Gefühl angesichts der positiven Ergebnissen in den Spitzenspielen: Geht Ribery oder bleibt er?

Müller: Ich weiß nicht, was Franck vorhat und welche Gespräche laufen. Das ist eine Frage für die Beteiligten.

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