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Heiko Herrlich ist seit Oktober 2009 Trainer beim VfL Bochum © getty

In Bochum gerät nach der 1:2-Pleite gegen den HSV niemand in Panik. "Wir müssen uns schnell wieder aufrichten", sagt der Coach.

Bochum - Keine Panik, keine Hektik und keine Aufstände: Die sportliche Situation ist zwar äußerst prekär, doch beim VfL Bochum herrscht auch nach dem 1:2 (1:1) gegen den Hamburger SV weiter Ruhe. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Nur drei Punkte aus acht Spielen in Folge ohne Sieg holten die Westfalen, lediglich ein Punkt beträgt der Vorsprung auf den Relegationsrang und zwei Zähler auf die Abstiegsplätze.

"Jetzt ist der Druck noch größer als vor der Partie. Wir müssen uns schnell wieder aufrichten und mit der gleichen Leistung in Köln antreten, dann bin ich mir sicher, dass wir uns belohnen werden", sagte VfL-Trainer Heiko Herrlich.

"Diese Leistung ist der Maßstab"

Der ehemalige Stürmerstar hat es derzeit nicht schwer, weiter ruhig arbeiten zu können. Mangelnde Chancenverwertung und das unglückliche Eigentor von Andreas Johansson (88.) besiegelten die Niederlage.

Das sahen auch die VfL-Fans unter den 25.780 Zuschauern.

Der eigene Anhang hatte Ende vergangenen Jahres den Schweizer Marcel Koller noch mehr oder weniger aus dem Amt gebrüllt.

Ähnliche Situation wie im Vorjahr

"Gerade zu Hause haben wir den Kredit bei den Fans wieder zurückgewonnen", sagte Kapitän Marcel Maltritz, der Resignation nicht ausmachen kann: "Nein. Diese Leistung ist der Maßstab für die letzten Spiele."

Der VfL befindet sich im vierten Jahr in Folge in der Bundesliga. In den ersten beiden Spielzeiten nach der Rückkehr machte man den Klassenerhalt frühzeitig perfekt.

Dann wanderten Schlüsselspieler wie Theofanis Gekas oder Zvjezdan Misimovic ab, im vergangenen Jahr stand man dann zum gleichen Zeitpunkt ähnlich schlecht da: Platz 14 und nur zwei über dem Strich nach einem 0:2 gegen Hannover 96.

"Unabsteigbaren" machen Mut

Von den letzten vier Spielen verlor der VfL damals dann weitere zwei und schaffte es trotzdem.

Ein wenig scheint mittlerweile die Zuversicht zu herrschen, die man in den guten alten Zeiten hatte. Seinerzeit entstand der Mythos der "Unabsteigbaren".

Die hatten 1989 ein Kunststück vollbracht: Klassenerhalt trotz Niederlagen in den letzten sieben Saisonspielen, einschließlich eines 0:5 bei Bayern München am letzten Spieltag.

In Köln muss gepunktet werden

"Ein Punkt wird nicht reichen. Die Mannschaften, die hinter uns stehen, werden nicht jedes Spiel verlieren. Wir müssen unsere Hausaufgaben machen", erklärte Maltritz.

Am Freitag beim 1. FC Köln (ab 20.15 Uhr LIVE und bei LIGA total!) muss Zählbares verbucht werden.

Es folgen die Spiele gegen Europacup-Kandidat VfB Stuttgart, bei Spitzenreiter Bayern München und zum Abschluss gegen den direkten Konkurrenten Hannover 96.

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