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Torsten Frings (l.) und Claudio Pizarro sehen Werder im Vorteil © getty

Der Kampf um den Champions-League-Qualifikationsplatz und die Europa League tobt. SPORT1 fasst die Situation zusammen.

Zusammengestellt von Thorsten Mesch

München - Der 30. Spieltag verlief fast perfekt - besonders aus Sicht von Werder Bremen.

Die Grün-Weißen gewannen 4:0 gegen Freiburg, Leverkusen und Dortmund ließen Punkte liegen.

Vor den noch ausstehenden vier Partien hat Werder nur noch drei Punkte Rückstand auf Platz drei, der zur Teilnahme an der Qualifikation zur Champions League berechtigt.

Schalke so gut wie durch

Schalke 04 erlitt beim 2:4 in Hannover einen Rückschlag, wird sich aber wohl Platz zwei und die damit verbundene direkte Teilnahme an der Champions League nicht mehr nehmen lassen.

Doch schon Leverkusen auf Platz drei muss den Blick nach unten richten, denn Dortmund, Werder und der Hamburger SV haben Witterung aufgenommen.

Pizarro glaubt an Platz drei

"Von jetzt an ist es reine Nervensache", sagt Torsten Frings. "Ob Leverkusen oder Dortmund damit umgehen können, wird man erst sehen", stichelt Bremens Kapitän gegen die Konkurrenten.

"Ich glaube, dass die Champions League für uns noch Realität werden kann", ergänzt Stürmer Claudio Pizarro: "Vor dem Spieltag war Platz drei schon ein Thema für uns - jetzt ist er es natürlich umso mehr."

Stuttgart und Wolfsburg in Lauerstellung

Für die "Königsklasse" wird es für den VfB Stuttgart in diesem Jahr wohl nicht mehr reichen.

Aber Platz sechs, der mit großer Wahrscheinlichkeit einen Platz in der Europa League garantiert, ist für die Schwaben greifbar nahe - genauso wie für den VfL Wolfsburg auf Platz acht.

Eintracht Frankfurts Träume hingegen dürften nach dem 0:2 in Mönchengladbach beendet sein.

SPORT1fasst den Kampf um das internationale Geschäft zusammen:

3. Platz: Bayer 04 Leverkusen (54 Punkte, 59:34 Tore)

Nach zuvor drei Niederlagen in Folge hat Leverkusen beim 1:1 gegen München seine Ergebniskrise gestoppt.

"Es wird allein von uns abhängen. Wir haben es selbst in der Hand, auf dem dritten Platz zu bleiben", sagte Bayer-Shootingstar Toni Kroos nach dem 1:1 gegen den FC Bayern zu SPORT1:

"Wir müssen die letzten vier Spiele genauso angehen, wie gegen Bayern. Das sind vier Endspiele für uns."

Restprogramm: Stuttgart (A), Hannover (H), Berlin (H), Mönchengladbach (A)

SPORT1-Prognose: Es wird eine ganz enge Entscheidung mit Werder, ob's für die Werkself langt zur Königsklasse. Coach Jupp Heynckes ist als Psychologe gefragt.

4. Platz: Borussia Dortmund (52, 48:35)

Nach zuvor fünf Spielen ohne Niederlage erlitt Dortmund beim 0:1 in Mainz einen Rückschlag, die Verfolger fuhren allesamt Siege ein. Der Vorsprung auf Rang sieben beträgt nur noch fünf Punkte.

"Wir müssen zeigen, was wir können. Wir wollen Platz vier verteidigen", gab sich Marcel Schmelzer kämpferisch. Und Neven Subotic forderte: "Jetzt gilt es, eine Reaktion zu zeigen und Vollgas zu geben im Endspurt."

Restprogramm: Hoffenheim (H), Nürnberg (A), Wolfsburg (H), Freiburg (A)

SPORT1-Prognose: Gute Ausgangsposition, lösbare Aufgaben in den letzten vier Spielen. Der BVB schafft die Rückkehr nach Europa, im Kampf um die Champions-League-Qualifikation wird es ganz eng zwischen Bayer, Borussia und Bremen.

5. Platz: Werder Bremen (51, 63:37)

Werder steht im DFB-Pokalfinale gegen den FC Bayern und wird auch im Fall einer Niederlage die Europa League erreichen, da Bayern seinen internationalen Startplatz so gut wie sicher hat. Doch die Bremer hoffen immer noch auf Platz drei.

"Wir haben als Fünfter natürlich die schlechteste Ausgangsposition und auch das schwerste Restprogramm", so Sportdirektor Klaus Allofs.

"Aber unsere Hoffnungen sind nicht unberechtigt. Wir müssen und können alle vier Spiele gewinnen. Und wenn uns das gelingt, könnte man auch davon sprechen, dass wir es verdient haben, in die Champions League zu kommen."

Restprogramm: Wolfsburg (A), Köln (H), Schalke (A), Hamburg (H)

SPORT1-Prognose: Werder hat die größte Erfahrung im Kampf um einen Platz in der Champions League, aber auch drei Punkte Rückstand auf Platz drei. Knackpunkte werden die Spiele in Wolfsburg und gegen Hamburg.

6. Platz: Hamburger SV (48, 50:34)

In Bochum feierte der HSV nach zuvor vier Spielen ohne Sieg wieder einen Liga-Erfolg.

"Vor uns liegen spannende Aufgaben. Wir sollten anfangen, über positive Dinge zu reden", meinte Trainer Bruno Labbadia nach dem 2:1: "Ich hoffe, dass diese Euphorie jetzt aufkommt und das Publikum unsere Mannschaft absolut trägt."

Kapitän David Jarolim glaubt an "eine ganz enge Kiste", blickt aber auch nach oben: "Mit uns ist zu rechnen."

Restprogramm: Mainz (H), Hoffenheim (A), Nürnberg (H), Bremen (A)

SPORT1-Prognose: Der HSV hat die Talsohle überwunden und drei machbare Aufgaben vor der Brust. Das Nord-Duell in Bremen wird entscheidend sein.

7. Platz: VfB Stuttgart (47, 44:37)

Der VfB ist die beste Rückrundenmannschaft der Liga und feierte in Berlin den vierten Sieg in Serie.

"Jetzt geben wir weiter Gas und setzen alles daran, am nächsten Wochenende gegen Leverkusen den nächsten Sieg einzufahren", sagte Mittelfeldspieler Roberto Hilbert nach dem 1:0 in Berlin.

Restprogramm: Leverkusen (H), Bochum (A), Mainz (H), Hoffenheim (A)

SPORT1-Prognose: Stuttgart hat einen Lauf, der den Schwaben auf die internationale Bühne verhelfen wird.

8. Platz: VfL Wolfsburg (46, 58:51)

Von Rang sechs, der zur Teilnahme an der Europa League in der kommenden Saison reichen wird, sind die "Wölfe" zwei Zähler entfernt.

"Der sechste Platz ist unser Ziel", sagte Torjäger Edin Dzeko nach dem 2:0 in Nürnberg.

Restprogramm: Bremen (H), Freiburg (A), Dortmund (A), Frankfurt (H)

SPORT1-Prognose: Der VfL hat noch Bremen und Dortmund zu Hause, ist aber auf Patzer von Hamburg und Stuttgart angewiesen. Trotz des überragenden Dzeko wird es knapp nicht reichen.

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