Die Berliner sind nicht mehr zu retten? Von wegen! SPORT1 nennt fünf Maßnahmen, damit die Alte Dame doch noch die Klasse hält.

Statistisch gesehen ist Hertha BSC schon seit der Rückrunde abgestiegen.

Und trotz aller Mühen hat der letztjährige Meisterkandidat diese These in der Rückrunde nicht widerlegen können.

Trotzdem weigern sich die Berliner beharrlich, aufzugeben. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

Sogar "Kaiser" Franz Beckenbauer leidet mit und "kann sich eine Bundesliga ohne einen Hauptstadtklub nur schwer vorstellen".

Daher setzt die Hertha nun auf den grünen Tisch, um die Defizite auf dem grünen Rasen zu kompensieren.

Mit einem Protestbrief wurden DFL, DFB und Öffentlichkeit auf die "kapitalen Fehlentscheidungen der Schiedsrichter" hingewiesen, die allein in den letzten drei Heimspielen acht Punkte gekostet haben soll.

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Alle Fußball-Mächte haben sich anscheinend gegen die Alte Dame verschworen.

Doch SPORT1 weiß, wie doch noch die Rettung gelingen kann:

1. Faire Schiedsrichter-Einteilung

Völlig zu Recht haben sich die Herthaner in ihrem Protestbrief darüber echauffiert, dass der Linienrichter, der das Tor von Theofanis Gekas gegen Stuttgart wegwedelte, aus der Stadt des Abstiegsrivalen Hannover kommt.

Da aber die unmittelbaren Konkurrenten ebenso in ganz Deutschland verbreitet sind wie die notorische Hertha-Antipathie, hilft nur eins:

Nur noch Schiedsrichter aus Berlin einsetzen, wegen Union und anderer Neidhammel am besten sogar nur aus dem Westteil.

Nur so ist Fairness garantiert.

2. Gekas IMMER im passiven Abseits

Den Schiedsrichtern sei dann direkt mit auf den Weg gegeben, dass Gekas, dem schon mehrfach reguläre Tore abgepfiffen wurden, gar nicht im Abseits stehen kann:

Denn der Grieche ist immer so passiv, dass er immer regelkonform an den Ball kommt. So einfach kann moderne Regelkunde sein.

3. Nur noch Auswärtsspiele

Auswärts zaubern die Berliner, zu Hause dagegen reiht sich ein Trauerspiel ans nächste: Seit August gab es keinen Heimsieg!

Bleibt das auch gegen Schalke so, würde Hertha sogar den ewigen Minusrekord von Tasmania Berlin einstellen. Da hilft nur die freiwillige Flucht aus dem traurigen Olympiastadion.

4. Berlin-Bonus

Es kann doch nicht sein, dass ausgerechnet die Fußball-Großmacht Deutschland als einziges Land keinen Erstligist aus seiner Hauptstadt hat.

Im Zweifel gibt es eine einfache Lösung, die der DFB schon im Jahre 1965 praktiziert hat: Die Bundesliga aus "Berlin-politischen Gründen" (kicker-Almanach) um zwei Vereine aufstocken!

Damals wurde Hertha zwar die Lizenz entzogen, aber dafür gewährten uns die Verantwortlichen ein Jahr mit dem großartigen Team von Tasmania im Oberhaus, das mit einem Torverhältnis von 15:108 wieder abstieg.

5. Zwangsabstiege

Wenn alles nichts hilft, muss die Liga die Reißleine ziehen und Schalke wegen seiner Riesenschulden zum Zwangsabstieg verurteilen.

Eine klare Wettbewerbsverzerrung, schließlich hat Hertha vor Saisonbeginn brav die besten Spieler abgegeben, um die Verbindlichkeiten abzubauen.

Borussia Dortmund müsste dann gleich mitabsteigen, schließlich stand der Erzrivale vor einigen Jahren mindestens genauso tief in den roten Zahlen.

Zudem könnte man in einem weiteren Schritt auch gleich Bayer Leverkusen, dem VfL Wolfsburg und 1899 Hoffenheim sowieso die Lizenz entziehen:

Wegen unlauterer Subventionen von Bayer, VW und Dietmar Hopp und damit einem klaren indirekten Verstoß gegen die heilige 50 plus 1-Regel. Herr Rauball, handeln Sie!

Somit wäre die Hertha gerettet und könnte mit etwas Glück über die Faiplay-Wertung vielleicht noch den Sprung in die Europa League schaffen.

Dann hätte es sich auch noch gelohnt, dass die Mannschaft in der ganzen Saison den Abstiegs-Kampf nicht angenommen hat.

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