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Philipp Lahm (l. mit Danijel Pranjic) machte in dieser Saison 45 Pflichtspiele für Bayern © getty

Die Bayern wollen gegen Hannover keinesfalls mit den Kräften haushalten. Für die Rotation gibt es Pro- und Contra-Argumente.

Vom FC Bayern berichtet Mathias Frohnapfel

München - Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger hatten in Ottmar Hitzfeld den gleichen Lehrmeister.

Er ist der Trainer, der in Deutschland quasi sinnbildlich für die Rotation steht.

Das oberste Anliegen: Die Mannschaft mit Hilfe gezielter Wechsel so durch die Saison zu lotsen, dass der Kraftverschleiß aus den Wettbewerben dem Erfolg nichts anhaben kann.

(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Ob nun auch der aktuelle Bayern-Trainer Louis van Gaal gegen Hannover (Sa., ab 18.15 Uhr LIVE) rotieren lässt?

"Noch sind wir nicht Meister"

Philipp Lahm glaubt trotz sieben Pflichtspielen in 22 Tagen nicht daran.

"Ich denke nicht, dass ein Einzelner geschont werden kann. Noch sind wir nicht Deutscher Meister, in der Bundesliga geht es auch um alles", sagt Lahm im Gespräch mit SPORT1.

Denkbar wäre auch, dass van Gaal am Samstag mögliche Ersatzkandidaten für Kapitän Mark van Bommel und Holger Badstuber testet.

Beide fehlen ja im Halbfinalhinspiel der Champions League gelbgesperrt.

Keine Verschnaufpause für Badstuber?

Lahm kann diesem Gedankenspiel nichts abgewinnen, zumal der FCB am Samstag in der Bundesliga mit "der stärksten Mannschaft" auflaufen müsse.

Die beiden Gelbsünder fehlten gegen Lyon sowieso, bräuchten also keine Verschnaufpause.

Schweinsteiger bewertet das ähnlich, auch wenn er auf SPORT1-Nachfrage einräumt:

"Wenn man wechseln kann, ist es nicht schlecht."

Schweinsteiger sieht die große Chance

Und die Bayern benötigten im Moment jeden Spieler. "Wichtig ist, dass alle gesund sind."

Zugleich merkt man dem Mittelfeldspieler an, dass ihn die Dauerbelastung beim FC Bayern nichts ausmacht - im Gegenteil.

"So oft kommt es ja nicht vor, dass man im Halbfinale der Champions League steht", meint Schweinsteiger.

Und Zeit zur Regeneration war ja bis zum Spiel gegen Hannover ohnehin.

Zusammen 86 Pflichtspiele in den Knochen

Ein spezielles Entspannungsprogramm hat sich Schweinsteiger nicht vorgenommen.

Dabei hat er in dieser Spielzeit schon 41 Pflichtspiele für den Verein absolviert, Philipp Lahm sogar schon 45.

Doch auch Lahm geht die Sache pragmatisch an.

Aus seiner Sicht ist es einfach wichtig, "auch mal psychisch abzuschalten. Die letzten Wochen haben sehr an den Kräften gezehrt."

Lahm will einfach mal auf der Couch liegen

Wie er ausspannt? "Ich werde mal auf der Couch liegen - mehr nicht", erzählt Lahm.

Die Gedanken werden dabei aber sicher schon an den Endspurt in der Liga wandern.

Für Gegner geht es gegen den Abstieg

Nur zu gut weiß Lahm, dass das Restprogramm (Hannover, Gladbach, Bochum, Berlin) knifflige Aufgabe bereithält.

"Wir spielen gegen drei Mannschaften, die noch gegen den Abstieg kämpfen, deshalb wird es für uns nicht leicht", warnt Lahm, ergänzt aber optimistisch: "Wir haben es selbst in der Hand."

Warnung vor den Kleinen

Arjen Robben bemüht sich gleichfalls um das richtige Maß aus Entspannung und Konzentration.

Die vermeintlich kleinen Gegner könnten die größten und schwersten sein.

Es sei "zu oft passiert, dass wir unentschieden spielen oder verlieren", wie in den Partien gegen vermeintlich schwächere Teams wie Nürnberg, Köln und Frankfurt, meint Robben.

Ein weiteres Mal könnte schon entscheidende Folgen haben.

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