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Louis van Gaal gewann 1995 die Champions League mit Ajax Amsterdam © getty

Nach der Verlegung des Ligaspiels von Halbfinalgegner Lyon sieht der FC Bayern einen Nachteil, legt aber keinen Protest ein.

München - Bayern München sieht nun doch davon ab, vor dem Halbfinal-Duell in der Champions League mit Olympique Lyon bei der Europäischen Fußball-Union UEFA gegen den siebenmaligen französischen Meister vorzugehen. (DATENCENTER: Champions League)

"Es gibt keinen offiziellen Protest", sagte Markus Hörwick, der Mediendirektor der Bayern.

Hintergrund war die Tatsache, dass Lyon am Donnerstag mit Blick auf das Rückspiel gegen den deutschen Rekordmeister am 27. April mit Einwilligung von Gegner und Verband das für den 24. April angesetzte Ligaspiel gegen den AS Monaco in den Mai verlegte. Neuer Termin des Spiels ist der 12. Mai.

"Das ist eine alleinige Entscheidung der französischen Liga, und diese Liga ist autark", erklärte Hörwick weiter. "Ob uns das gefällt oder nicht ist ein anderes Thema." Tags zuvor hatte sich das noch anders angehört.

"Ich werde meinen Sportdirektor Christian Nerlinger bitten, die UEFA aufzufordern, dem französischen Verband die Spielverlegung zu untersagen und sie rückgängig zu machen", sagte Bayern-Trainer Louis van Gaal der Münchner Tageszeitung "tz" am Donnerstag.

"Die UEFA muss diese Dinge überwachen"

"Der französische Fußballverband denkt, dass er es mit dieser Geste für Olympique leichter macht, ins Finale zu kommen, und ich denke, dass sie damit recht haben", ergänzte er.

"Die UEFA muss diese Dinge überwachen und reglementieren. Das ist jetzt kein Fairplay mehr."

Lyon habe laut des Niederländers einen "Riesenvorteil", weil sich der Klub nun sieben Tage auf das Rückspiel vorbereiten könne, und "wir nur drei".

Die Bayern müssen am 24. April bei Borussia Mönchengladbach antreten.

Erfolgloser Münchner Vorstoß

Van Gaal sagte, dass sich der FC Bayern nach dem gewonnenen Viertelfinal-Duell in der Königsklasse mit Manchester United um eine Verlegung des Bundesliga-Spiels gegen Bayer Leverkusen am vergangenen Samstag bemüht habe.

Man habe einen Tag später spielen wollen, "aber die DFL war nicht in der Lage dazu, das zu machen".

"Wir sind gewarnt"

Lyons Trainer Claude Puel begrüßte unterdessen die Neuansetzung des Spiels gegen Monaco.

"Ich danke der Liga und Monaco. Die Verschiebung gestattet es uns, die Mannschaft besser auf das zweite Spiel vorzubereiten", sagte Puel.

Sechs Spieltage vor Saisonschluss hat Lyon, das den Titel in Frankreich letztmals 2008 gewann, bereits sieben Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Olympique Marseille.

"Die Meisterschaft haben sie ja schon so oft gewonnen, deshalb haben sie in diesem Jahr eben sehr viel in die Champions League investiert. Wir sind gewarnt", sagte Bayern-Verteidiger Daniel van Buyten.

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