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Friedhelm Funkel kämpft mit Hertha BSC Berlin gegen den Abstieg © getty

Berlins Trainer trifft auf seinen Ex-Klub Frankfurt, den er nicht gerade im Guten verlassen hat. Eintracht-Coach Skibbe stichelt.

Berlin - Frankfurts Fans pöbeln, Nachfolger Michael Skibbe stichelt und die Hertha soll schon nach einem neuen Trainer Ausschau halten: Friedhelm Funkel ist nicht zu beneiden.

Der Coach steht in der Bundesliga mit Hertha BSC Berlin seit Wochen am Abgrund.

Am Sonntag blickt er persönlich zum Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt (ab 17.15 Uhr LIVE) einer schwierigen Rückkehr entgegen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Natürlich ist das für mich ein besonderes Spiel. Es wäre ja traurig, wenn dem nicht so wäre", sagte Funkel.

"Es waren erfolgreiche Jahre"

Von 2004 bis 2009 hatte der heute 56-Jährige die Eintracht trainiert, ehe man ihn wegen sportlicher Stagnation entließ.

"Es waren erfolgreiche Jahre", betonte Funkel: "Wir haben den Klub in der Bundesliga etabliert. Noch heute gehören sechs, sieben Spieler von 2004 zur aktuellen Eintracht-Mannschaft."

Zum Ende seiner Ära in der Main-Metropole begleiteten den gebürtigen Neusser viele Pfiffe, weil ihm nie der Sprung hinaus aus dem grauen Mittelmaß gelang.

Nicht sehr beliebt

Sein Beliebtheitsgrad in Frankfurt hielt sich in Grenzen.

Nach Informationen des "Tagesspiegel" haben sich Eintracht-Anhänger vor dem Wiedersehen in Fan-Foren bereits positioniert.

"Wir schießen Funkel in die zweite Liga", hieß es da.

Skibbe stichelt

"Das ist doch alles Kinderkram. So etwas interessiert mich nun wirlich nicht", sagte Funkel.

Mit einer ähnlichen Gleichgültigkeit reagierte der Ex-Profi auf Sticheleien von Nachfolger Skibbe.

Der Eintracht-Coach hat laut "Berliner Kurier" über die jüngste Vorstellung der Hertha bei der 0:1-Heimniederlage gegen den VfB Stuttgart gesagt: "Die haben schleppend und träge gespielt."

"So etwas kommentiere ich gar nicht"

Den Protestbrief von Hertha wegen angeblicher Benachteiligungen durch Schiedsrichter an den Deutschen Fußball-Bund (DFB) bezeichnete Skibbe als Ablenkungsmanöver.

"So etwas kommentiere ich gar nicht", entgegnete Funkel trotzig.

Funkel, der als Spieler mit Bayer Uerdingen 1985 den DFB-Pokal gewann, lässt sich auf keine Störfeuer ein und konzentriert sich stattdessen auf den Ernst der Lage.

Funkel optimistisch

"Wir haben auswärts zuletzt gute Leistungen gezeigt. Deshalb bin ich optimistisch, dass wir in Frankfurt etwas holen können", sagte der Trainer-Routinier, obwohl seine Mannschaft vier Spieltage vor Saisonende fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz hat.

Angesichts der wohl aussichtslosen Lage ist es verständlich, dass die Hauptstadt-Medien bereits nach einem Nachfolger Ausschau halten.

Neuester Kandidat ist Markus Babbel, der laut "Bild" angeblich schon in Kontakt zu Hertha-Manager Michael Preetz steht.

Babbel als Kandidat

"Ich würde bei einem entsprechenden Angebot eines Klubs mit Perspektive auch in die zweite Liga gehen", wird Babbel zitiert.

Preetz und Babbel kennen sich aus gemeinsamen Tagen bei der Nationalmannschaft Ende der 90-er Jahre.

Doch zurzeit heißt der Trainer bei der "Alten Dame" noch Funkel, und der hat sich für die Partie gegen Frankfurt einiges vorgenommen.

Gekas wohl dabei

"Vielleicht werden wir vom System etwas ändern", kündigte Funkel an, um jedoch hinterherzuschieben.

"Prinzipiell wird sich an der ersten Elf nichts ändern."

Mit zur Anfangself gehört demnach auch Theofanis Gekas, der im Training einen Schlag auf den Fuß bekommen hat, am Donnerstag aber schon wieder mittrainierte.

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