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Die Schalker haben zwei Zähler Rückstand auf Bayern München © imago

Schalke will mit einem Sieg gegen Gladbach ganz nach vorn. Westermann fehlt. Bremen träumt von der "Königsklasse". Die Fakten.

Von Hardy Heuer

München - Blau oder Rot? Der Zweikampf um die Meisterschaft spitzt sich zu.

Wieder muss Schalke gegen Gladbach vorlegen (ab 15 Uhr LIVE), wieder winkt die Tabellenspitze - und wieder kann Bayern im späten Spiel gegen Hannover 96 nachziehen (ab 18.15 Uhr LIVE).

Die "Königsblauen" hoffen dabei, dass der Rivale aus München der Dreifachbelastung aus Liga, Pokal und Champions League Tribut zollen muss.(DATENCENTER: Der 31. Spieltag)

Denn genau darin sieht Schalke-Trainer Felix Magath die große Chance für seine Mannschaft, den ersten Meistertitel seit 1958 zu gewinnen.

"Nur noch Rot oder Blau"

"Wir sind die einzige Mannschaft, die ihnen noch Paroli bietet", sagte der frühere Trainer des Rekordmeisters und verdeutlichte, dass der internationale Erfolg des Rivalen ein Vorteil für die Königsblauen ist:

"Um diese Spiele herum wird mancher Punkt gelassen." Generell gehe es jetzt "nur noch um Rot oder Blau".

Etwas scherzhaft hatte Bayern-Trainer Louis van Gaal bereits bemerkt, dass es in seiner Mannschaft auch das eine oder andere "Weichei" gebe.

Doch gegen die abstiegsbedrohten Hannoveraner müssen die Spieler des Rekordmeisters erst einmal unter Beweis stellen, dass sie die Strapazen der vergangenen Wochen gut verdaut haben.

Spannung im Kampf um die internationalen Plätze

Doch nicht nur im Kampf um den Titel geht es hoch her. In zwei Partien am Samstag treffen Konkurrenten um die internationalen Plätze direkt aufeinander.

Sowohl der VfB Stuttgart als auch Bayer Leverkusen brauchen dabei dringend die Punkte.

Der VfB hat nach toller Aufholjagd in der Rückrunde nur noch einen Punkt Rückstand auf den Hamburger SV auf Rang sechs.

"Es geht um sehr viel und um wichtige Punkte, die wir unbedingt holen wollen", erklärt VfB-Trainer Christian Gross.

Dabei können die Schwaben wieder auf ihren Kapitän Sami Khedira, der seine Verletzung auskuriert hat, zurückgreifen.

Bei Leverkusen stehen Gonzalo Castro, Sami Hyypiä und Patrick Helmes wieder zur Verfügung.

Hyypiä kehrt zurück

Besonders Abwehrchef Hyypiä wurde bei der Werkself die letzten beiden Spiele schmerzlich vermisst. Durch ihn soll wieder Stabilität in die Abwehr kommen.

Im anderen Sechs-Punkte-Spiel um das internationale Geschäft gastiert Werder Bremen beim VfL Wolfsburg.

Bremen träumt von Champions League

Nach dem deutlichen 4:0-Heimerfolg über den SC Freiburg muss Werder nachlegen, um weiter von der Champions League träumen zu können.

Bei nur drei Punkten Rückstand auf Leverkusen ist noch alles drin. Die "Wölfe" kämpfen derweil um einen Platz in der Europa League, der nach der verpatzten Hinrunde wieder in Sichtweite gerückt ist.

Für VfL-Trainer Lorenz-Günther Köstner "eine gute Gelegenheit darin, zu zeigen, dass wir wieder auf Augenhöhe sind."

Sport1.de hat die Fakten zu den Samstagsspielen des 31. Spieltag:

Schalke 04 - Borussia Mönchengladbach

Schalke muss auf Kapitän Heiko Westermann verzichten. Der Verteidiger fällt wegen einer Grippe aus. Für Westermann rückt der zuletzt gelb-rot-gesperrte Marcelo Bordon wieder in die Abwehr.

Der zweimalige Nationalspieler Christian Pander hat bei den Königsblauen in einem Testspiel sein Comeback gegeben, hat aber noch Trainingsrückstand.

Vasileios Pliatsikas, Lewan Kenia und Jermaine Jones befinden sich in der Reha.

Gladbach muss auf Rob Friend (Oberschenkelverletzung) verzichten, ansonsten wird die nominelle Bestbesetzung auflaufen.

VfB Stuttgart - Bayer Leverkusen

Die zuletzt verletzten Alexander Hleb und Sami Khedira kehren beim VfB in den Kader zurück, Khedira muss aber zunächst wohl auf die Bank.

Im Angriff dürfte Cacau wieder von Beginn an auflaufen. Bei den Gästen muss Daniel Schwaab seine Rotsperre absitzen, zudem fehlen Simon Rolfes (Aufbautraining nach Knieverletzung) und Renato Augusto (Muskelfaserriss).

Gonzalo Castro, Sami Hyypiä und Patrick Helmes stehen wieder zur Verfügung.

VfL Wolfsburg - Werder Bremen

Beim deutschen Meister ist der Einsatz von Innenverteidiger Alexander Madlung wegen einer Zerrung des Gesäßmuskels noch fraglich.

Als Ersatz stünde Mittelfeldspieler Sascha Riether bereit.

Bei den Hanseaten fehlen erneut verletzungsbedingt Ersatztorhüter Christian Vander (Schambeinentzündung) und die etatmäßige Nummer drei Sebastian Mielitz (Knieprobleme).

Als Reservist für Tim Wiese wird Felix Wiedwald von der U23-Mannschaft auf der Bank sitzen.

Hamburger SV - FSV Mainz 05

Drei verletzte Stammspieler sowie der gesperrte Flaschenwerfer Paulo Guerrero stehen Trainer HSV-Trainer Bruno Labbadia nicht zur Verfügung.

Fraglich ist auch noch das Mitwirken von Guy Demel (Pferdekuss) und Jonathan Pitroipa (Rippenprellung).

Bei Mainz steht Florian Heller nach abgelaufener Gelb-Sperre wieder zur Verfügung. In der Offensive setzt FSV-Trainer Thomas Tuchel wohl erneut auf Aristide Bance und Adam Szalai.

SC Freiburg - 1. FC Nürnberg

Nach der 0:4-Pleite bei Werder Bremen wird Freiburgs Trainer Robin Dutt sein Team wohl nur auf einer Position verändern.

Wenn Ömer Toprak nach Oberschenkelproblemen wieder fit ist, rückt der Innenverteidiger für Oliver Barth in die Startelf.

Bei Nürnberg fehlt einzig der Langzeitverletzte Breno, Andreas Ottl kann nach einer Trainingspause spielen.

Bayern München - Hannover 96 (ab 18.15 Uhr)

Bayern-Trainer Louis van Gaal kann aus dem Vollen schöpfen.

Möglich ist, dass er mit Blick auf die Halbfinal-Begegnung in der Champions League am Mittwoch gegen Olympique Lyon einige Spieler schont.

Den abstiegsbedrohten Niedersachsen fehlen gleich sechs verletzte Leistungsträger. Von 20 Gastspielen an der Isar konnten die Hannoveraner nur eines gewinnen.

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