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Der Jubel der Freiburger kennt nach dem Sieg gegen Nürnberg keine Grenzen © getty

Dutt gönnt sich "120 Sekunden Ausgelassenheit" und feiert mit seinen Spielern. Nürnbergs Eigentorschütze ist am Boden zerstört.

Freiburg - Trainer Robin Dutt stürmte nach dem Schlusspfiff mit erhobenen Armen auf den Platz, bildete mit den Spielern des SC Freiburg einen Kreis und schwor die Mannschaft auf den Endspurt im Abstiegskampf ein.

Ein paar Meter entfernt war Nürnbergs Unglücksrabe Dominic Maroh nach seinem Eigentor "untröstlich".

Durch ein 2:1 (1:0) gegen den unmittelbaren Konkurrenten 1. FC Nürnberg haben die Freiburger neue Hoffnung auf die Rettung in der Bundesliga geschöpft und die Franken zugleich wieder tief in den Tabellensumpf gezogen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

"Wir glauben an uns"

"Ich habe immer erklärt, dass wir in der ersten Liga bleiben, das gilt jetzt umso mehr", sagte Freiburgs Kapitän Heiko Butscher nach dem verdienten Sieg der Breisgauer im Abstiegs-Endspiel und bekam Zuspruch von seinen Teamkollegen.

"Wir glauben an uns", sagte Julian Schuster und Cedrick Makiadi fügte hinzu: "Wir sind wieder aufgestanden."

Begeisterung im Breisgau

Während die La Ola durch das Stadion schwappte als sei der Klassenerhalt schon geschafft, ging Dutt dagegen schnell zur Tagesordnung über.

"Ich habe mir 120 Sekunden Ausgelassenheit gegönnt. Aber jetzt werden wir uns ganz ruhig und sachlich auf die nächste Partie vorbereiten", sagte der Coach und spielte die Bedeutung des Sieges herunter:

"Mir hat keiner gesagt, dass wir gerettet sind. In der nächsten Woche wird wieder eine Mannschaft jammern, weil sie verloren hat. Ich hoffe, dass nicht wir das sind."

Freiburg klettert

Zumindest hat der Sport-Club die Chance auf den Klassenerhalt gewahrt.

Durch den zweiten Sieg in der Rückrunde kletterte das Team vorübergehend auf den Relegationsplatz und liegt drei Spieltage vor dem Saisonende nur noch aufgrund der schlechteren Tordifferenz hinter Mitaufsteiger Nürnberg und dem VfL Bochum.

Zudem haben die Freiburger am nächsten Wochenende gegen Meister VfL Wolfsburg sowie am letzten Spieltag gegen Borussia Dortmund noch zweimal Heimrecht.

Eigentor bringt Freiburg in Front

Gegen den Club brachte das frühe Eigentor von Nürnbergs Innenverteidiger Maroh (4.) die Gastgeber vor 22.800 Zuschauern auf die Siegerstraße.

Papiss Cisse (60.) sorgte für das 2:0. Maroh (79. ) gelang nur noch der Anschlusstreffer für die Franken.

"Wir haben 80 Minuten lang nicht das gezeigt, was wir uns vorgenommen haben. Das frühe Eigentor darf keine Entschuldigung sein", erklärte Nürnbergs Trainer Dieter Hecking.

Für die teilweise schwache Leistung seiner Mannschaft fand der Coach deutliche Worte: "In den Zweikämpfen waren wir klar unterlegen. Das war in so einem wichtigen Spiel viel zu wenig."

"Verkrampfung im Kopf"

Torhüter Raphael Schäfer nahm Maroh in Schutz.

"Ihn trifft doch nicht die Schuld für die Niederlage. Wir haben wieder einmal den Beginn der Partie verschlafen", sagte Schäfer und sprach von einer "Verkrampfung im Kopf".

Die muss der Club nun bis zum Heimspiel gegen Dortmund lösen. Schäfer ist aber überzeugt, dass sich die Franken retten:

"Wir haben es noch immer selbst in der Hand und sind gefestigt genug."

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