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Alle 50 Profiklubs erhalten die Lizenz für die kommende Saison © getty

Im Lizenzierungsverfahren der DFL für die kommende Spielzeit bekommen alle Klubs trotz Wirtschaftskrise die Spielberechtigung.

Frankfurt/Bielefeld - Gute Nachrichten für 50 Profiklubs:

Die DFL hat zunächst keinem der Bewerber die Spielberechtigung für die Saison 2010/2011 verwehrt. Diese erste Entscheidung im Lizenzierungsverfahren für die nächste Spielzeit gab die DFL am Dienstag bekannt.

Einzelne Klubs müssen jedoch bis Anfang Juni Bedingungen erfüllen, um die Spielberechtigung für die neue Runde zu erhalten. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Einer Reihe von Bewerbern wurden darüber hinaus Auflagen hinsichtlich der unterschiedlichen Kriterien im Lizenzierungsverfahren erteilt.

Wirtschaftskrise hinterlässt Spuren

"Die Lage ist angesichts der weltweiten Wirtschaftskrise deutlich schwieriger als in den vergangenen Spielzeiten, aber die Klubs stellen sich darauf ein", sagte DFL-Direktor Werner Möglich (Lizenzierung) und fügte an:

"Dennoch mussten wir einigen Klubs im Sinne der Integrität des Wettbewerbs Auflagen und Bedingungen erteilen."

Fast-Absteiger Hertha BSC, der die Lizenz für die Bundesliga und die Zweite Liga erhielt, teilte mit:

"Gemeinsam mit der DFL werden damit verbundene Bedingungen in den kommenden Wochen erörtert. Die entsprechenden Unterlagen hierzu werden der DFL vorgelegt."

Arminia: "Hartes Stück Arbeit"

Einer der betroffenen Vereine ist auch Zweitligist Arminia Bielefeld, der bis Anfang Juni Bedingungen erfüllen muss.

"Die Erfüllung der uns gestellten Lizenz-Bedingungen bedeutet ein ganz hartes Stück Arbeit. Es wird uns nur dann gelingen, wenn alle Kräfte im Umfeld von Arminia Bielefeld für dieses große Ziel mobilisiert werden können", sagte Heinz Anders, der kaufmännische Geschäftsführer der Arminia.

Mitentscheidend für unsere Zukunft werden die geplante Strukturänderung innerhalb des Vereins sowie unser neues Finanzierungskonzept sein. Wir werden in allen Bereichen Einsparungen vornehmen, außerdem sind wir darauf angewiesen, neue Einnahmen in erheblicher Höhe zu generieren", so Anders weiter.

Der Gesamtetat soll wohl von derzeit etwa 20 Millionen Euro auf 17,3 Millionen reduziert werden.

Durch eine Satzungsänderung, die bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 5. Mai zur Abstimmung steht, und Einsparungen in allen Bereichen soll verhindert werden, dass allzuviele der Abzüge den sich derzeit auf 8,9 Millionen Euro belaufenden Lizenzspieleretat betreffen.

Auflagen und Bedingungen für Rostock

Der abstiegsbedrohten Traditionsklub Hansa Rostock hat die Lizenz ebenfalls nur unter Auflagen und Bedingungen erhalten.

Finanz-Vorstand Dirk Grabow teilte mit, dass Hansa als Bedingung bis Anfang Juni durch Vorlage beweiskräftiger Dokumente Geldmittel nachweisen müsse, unter anderem in Form noch ausstehender Kreditbestätigungen.

Zudem müssen die Mecklenburger ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit während der laufenden Spielzeit 2010/11 durch Vorlage einer aktualisierten Gewinn- und Verlustrechnung nachweisen.

50 Bewerber für 36 Plätze

50 Vereine und Kapitalgesellschaften aus der Bundesliga, Zweiten Liga und Dritten Liga hatten sich für einen der 36 Plätze im deutschen Profifußball beworben und am Lizenzierungsverfahren teilgenommen.

Die DFL überprüft neben der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Vereine und Kapitalgesellschaften auch infrastrukturelle, rechtliche, personell-administrative, medientechnische und sportliche Kriterien, die in der Lizenzierungsordnung definiert sind.

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