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Thomas Müller erzielte in dieser Saison bislang zehn Bundesliga-Tore © imago

Im Interview spricht Bayern-Stürmer Thomas Müller über das Duell mit Lyon und eine mögliche Rotation in Mönchengladbach.

Vom FC Bayern berichtet Mathias Frohnapfel

München - Felix Magath hofft weiterhin, dass der FC Bayern in der Bundesliga stolpert.

Die Champions League, erklärt der Trainer des Rivalen Schalke 04, koste den Münchner Energie und Konzentration.

Auch Thomas Müller streitet die hohe Belastung nicht ab, dennoch erkennt der Bayern-Profi selbstverständlich "keine Ausreden" für die großen Ambitionen des Rekordmeisters.

Vor dem Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach ( Sa., ab 15 Uhr LIVE) spricht er im SPORT1-Interview über den Endspurt in der Meisterschaft, das Champions-League-Duell mit Lyon und eine turbulente Saison bei den Roten.

SPORT1: Herr Müller, gehen Sie nach dem anstrengenden Spiel gegen Lyon davon aus, dass am Samstag in Gladbach Spieler geschont werden?

Thomas Müller: Das weiß ich nicht. Ich denke, das Spiel am Wochenende ist genauso wichtig. Daher müssen Sie den Trainer zur Aufstellung befragen. Aber ich denke nicht, dass er Ihnen etwas verraten wird.

Sport1: Lyon spielt am Wochenende nicht, kann das für das Rückspiel zum Nachteil werden?

Müller: Sie mussten ja auch mit dem Bus nach München fahren. Letztlich denke ich, dass es völlig egal ist. Wir sind den Rhythmus gewohnt. Wir haben gegen Manchester auch gut gestanden, obwohl wir drei Spiele in der Woche hatten. Das ist einfach unser Rhythmus und da müssen wir durch. Es gibt jetzt keine Ausreden.

Sport1: Wie bewerten Sie die Ausgangsposition, um ins Finale vorzudringen?

Müller: Wenn einer vorm Spiel gewusst hätte, dass wir 1:0 gewinnen, hätten wir alle Ja gesagt. Wir können mit einem guten Gefühl nach Lyon fahren und wissen nun, dass wir bestehen können. Wir müssen einfach so ein Spiel zeigen wie in München und dann wird es auch reichen.

Sport1: Die Partie gegen Olympique war turbulent. Welches Gefühl hatten Sie nach der Roten Karten gegen Franck Ribery?

Müller: Wir waren natürlich alle erstmal ein bisschen baff. In der Situation hat keiner damit gerechnet, dass der Schiedsrichter Rot zieht. Danach haben wir aber geschaut, dass wir geordnet und mit einer neuen Ausrichtung aus der Halbzeitpause kommen.

SPORT1: Das Konzept war offensichtlich erfolgreich.

Müller: Ja, auch zu zehnt haben wir gut gespielt und das Spiel dominiert. Der Sieg hätte natürlich noch ein Tor höher ausfallen können.

Sport1: Die eigene Defensive war nicht überbeschäftigt. Rührt das daher, dass die Mannschaft die Ordnung sehr genau einhielt?

Müller: Vom vordersten bis zum hintersten Mann hat jeder die taktischen Aufgaben super erfüllt. Wir haben alle füreinander gekämpft, auch zu zehnt. Die Verteidigung hat super gestanden. Defensiv gab es nichts auszusetzen.

Sport1: Wie war es ohne Kapitän Mark van Bommel in die Begegnung zu müssen?

Müller: Natürlich ist Mark ein wichtiger Mann, der dann fehlt. Ich glaube aber, man hat es in der Saison schon öfter gesehen, dass alle zusammenstehen, wenn Stammspieler ausfallen. Deshalb haben wir auch Erfolg.

Sport1: Waren Sie beim Tor eigentlich mit dem Kopf noch dran?

Müller: Ja, ich war schon dran. Ich war zum Glück nicht beim Friseur vorher (lacht), obwohl ich das eigentlich wollte, aber der Terminkalender hat es nicht zugelassen.

Sport1: Haben Sie in der Allianz Arena schon einmal solch eine Stimmung erlebt wie in in diesem Halbfinale?

Müller: Meine Karriere ist ja noch nicht so lang. Ich war jedoch auch früher öfter als Zuschauer im Stadion und ich glaube, so heiß wie diesmal war es noch nie hier. Es war eine super Stimmung. Ein großes Kompliment an die Fans. Nach der Roten Karte war auch richtig Feuer drin und es hat richtig Spaß gemacht.

SPORT1: Der FC Bayern war in der Champions League schon fast draußen, in der Bundesliga lief man anfangs hinterher. Wie fühlt sich die Situation jetzt an?

Müller: Es ist ein komisches, aber auch ein gutes Jahr. Es ist Wahnsinn, was passiert ist. Wenn wir die drei Titel holen, müsste ich eigentlich schon meine Karriere beenden (schmunzelt). Ich nehme es mit, ich habe auch keine Zeit mich umzudrehen. Ich lebe einfache meinen Traum.

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