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Bayern hat nur eins der letzten sieben Spiele in Mönchengladbach gewonnen © getty

Vor dem Traditionsduell in Gladbach strotzen die Münchner nur so vor Selbstbewusstsein. Doch Schalke zieht alle Register.

München - Schalke 04 zieht im Meisterschaftsduell mit FC Bayern München alle Register - doch der Rivale aus dem Süden will sich auf dem Weg zum Triple nicht mehr aufhalten lassen.

"Die Mannschaft ist reif für den Titel, die können mit jeder Mannschaft mithalten. Angst müssen sie vor niemandem haben", sagt Ehrenpräsident Franz Beckenbauer vor dem Spieler seiner Bayern bei Borussia Mönchengladbach (ab 15 Uhr LIVE).

Titelkonkurrent Schalke muss zeitgleich bei Hertha BSC antreten. Der "Kaiser" hatte bei seiner Aussage zwar den großen Titel in der Champions League im Blick.

Die 22. Meisterschaft wollen die Bayern auf dem Weg zum Endspiel nach Madrid am 22. Mai aber im Vorbeigehen auch noch mitnehmen.

"Wir können alles schaffen"

"Wir können alles schaffen", sagt Trainer Louis van Gaal. "Barcelona hat 2009 das Triple geholt, das ist unser Maßstab. Ich denke, wir können alles gewinnen. Am Anfang haben es viele nicht geglaubt, aber jetzt glauben es alle."

Dieser unerschütterliche Glaube soll im Fernduell mit Schalke wieder den Ausschlag zugunsten des FC Bayern geben. Dabei helfen soll auch der gefallene Held Franck Ribery, der von van Gaal eine Einsatzgarantie bekommt.

"Das sage ich normalerweise nie, aber er braucht Unterstützung", meint van Gaal. In seiner französischen Heimat hat Ribery diese Rückendeckung nicht mehr. Bei einer Umfrage der Zeitung "France Soir" stimmten 57 Prozent der Befragten dafür, den Dribbler nicht zur WM mitzunehmen.

Borussia zuversichtlich

Gladbach indes rechnet sich im Traditionsduell trotz der Gelbsperre von Karim Matmour etwas aus.

"Respekt ist bei diesem Spiel immer vorhanden, Angst aber fehl am Platz", sagt Michael Frontzeck.

Schalke kann "jetzt besser schwimmen"

Schalke hofft auf die Schützenhilfe der Borussia, lässt aber vor dem Spiel bei der Hertha, die am Wochenende schon absteigen könnte, nichts unversucht.

Schwimm-Bundestrainer Dirk Lange sollte S04 den Erfolg schmackhaft machen. "Ich habe Schwimmer nach ganz oben geführt - das ist auch das Ziel auf Schalke", sagte er nach seiner Stippvisite beim Training.

Ob das was gebracht hat? "Wir können jetzt besser schwimmen", meinte Magath süffisant.

SPORT1 hat die Fakten zu den Spielen am Samstag:

Borussia Mönchengladbach - Bayern München

Für Matmour könnte Rob Fried wieder in die Gladbacher Formation rücken.

Die Bayern müssen wie gegen Lyon auf ihren auch in der Liga gelbgesperrten Kapitän Mark van Bommel verzichten. Für ihn wird wieder Danijel Pranjic spielen.

1. FC Nürnberg - Borussia Dortmund

Der 1. FC Nürnberg muss auf Kapitän Andreas Wolf verzichten. Der Innenverteidiger hat nach einer Daumen-Operration die Hand in Gips.

Ersetzen wird ihn voraussichtlich der Norweger Havard Nordveidt. Von bislang sieben Heimspielen gegen Dortmund hat der Club erst eines gewonnen.

Für Mohamed Zidan, der am Sonntag einen Kreuzbandriss erlitt, wird höchstwahrscheinlich Tamas Hajnal im Mittelfeld spielen.

Hertha BSC Berlin - Schalke 04

Hertha droht den Negativ-Rekord von Tasmania Berlin mit 15 Heimspielen in Serie ohne Sieg zu knacken, sogar der Abstieg könnte vorzeitig feststehen.

Roman Hubnik (Knieverletzung) und Florian Kringe (Fuß) fehlen. Bei Schalke fehlen weiterhin Christian Pander, der in der zweiten Mannschaft sein Comeback geben soll, sowie Vasileios Pliatsikas, Levan Kenia und Jermaine Jones (alle Reha). Jefferson Farfan spielt nach seiner Platzwunde am Hinterkopf mit Rugbyhelm.

Bayer Leverkusen - Hannover 96

Nationaltorhüter Rene Adler wegen eines Rippenbruchs, der rotgesperrte Daniel Schwaab und Traquillo Barnetta (Gelbsperre) fehlen Bayer Leverkusen, das seit fünf Spielen auf einen Sieg wartet. Fabian Giefer, Hans Sarpei und Lars Bender rücken ins Team.

Der Tabellen-17. Hannover muss nicht nur die 0:7-Pleite in München wegstecken, sondern muss zehn Verletzte und den gesperrten Constant Djakpa ersetzen.

Zu den Langzeitausfällen kamen kürzlich auch noch Stümer Didier Ya Konan, Leon Andreasen und Altin Lala hinzu. So werden Mike Hanke und Arnold Bruggink in die Startelf gespült.

FSV Mainz 05 - Eintracht Frankfurt (alle 15.30 Uhr)

Die Mainzer müssen im brisanten Rhein-Main-Derby auf Elkin Soto (Rückenblockade) und möglicherweise auf Andre Schürrle (grippaler Infekt) verzichten. Andreas Ivanschitz steht als Ersatz parat.

Bei den Frankfurtern fehlen die Brasilianer Chris (Bauchmuskelzerrung) und Caio (Muskelfaserriss). Der Einsatz von Selim Teber (Muskelfaserriss) ist gefährdet.

Dafür könnte der US-amerikanische Nationalspieler Ricardo Anthony Clark drei Monate nach seiner Verpflichtung zu seinem Debüt kommen.

Werder Bremen - 1. FC Köln (18.30 Uhr)

Trainer Thomas Schaaf hat bei Werder Bremen im Kampf um Platz drei und damit den Qualifikationsrang zur Champions League praktisch keine Personalprobleme und kann seine beste Mannschaft aufbieten.

Es fehlen lediglich der gesperrte Tim Borowski, Peter Niemeyer (Sprunggelenk) und Ersatztorwart Christian Vander (Schambeinentzündung).

Beim FC fehlt wohl Keeper Faryd Mondragon (Zerrung). Im Vergleich zum 2:0 gegen Bochum wird Youssef Mohamad für Kevin McKenna wieder in die Kölner Startelf rücken. Maniche bleibt wohl nur ein Platz auf der Bank.

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