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Nationalspieler Sami Khedira (r.) kommt gegen Joel Epalle zu spät © getty

Beide VfB-Stürmer treffen und bescheren Stuttgart den sechsten Sieg in Folge. Nun ist sogar die Champions League noch drin.

Bochum - Der VfB Stuttgart nimmt in der Bundesliga nun sogar die europäische Königsklasse ins Visier und hat dem VfL Bochum im Kampf um den Klassenerhalt den nächsten Nackenschlag verpasst.

Die beste Mannschaft der Rückrunde feierte zum Auftakt des 32. Spieltags dank eines erneut starken Torjägers Cacau einen 2:0 (2:0)-Sieg bei den Westfalen und festigte mit dem sechsten Sieg in Folge den sechsten Rang, der zumindest zur Teilnahme an der Europa League in der kommenden Saison berechtigt.

Den Rückstand zum Dritten Werder Bremen verkürzte Stuttgart vor den restlichen Spielen auf einen Zähler. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Für VfB-Torhüter Jens Lehmann jedenfalls ist das Erreichen des Champions-League-Qualifikationplatzes möglich: "Dafür sind wir nicht alleine verantwortlich. Aber so wie wir im Moment spielen, wäre es natürlich schön wenn wir international ran dürften. Rang drei wäre natürlich toll."

Europa League ist das Ziel

"Wir hätten noch das ein oder andere Tor mehr schießen können, aber 2:0 ist ein gutes Ergebnis für ein Auswärtsspiel", so Nationalspieler Sami Khedira.

Und weiter: "Speziell in der Defensive haben wir heute gut gearbeitet. Die Chemie in der Mannschaft stimmt einfach. Wir haben in der eigenen Hand in der Europa League zu spielen, und das ist unser Ziel."

Nationalspieler Cacau sorgte mit seinem zwölften Saisontor und dem zehnten Treffer in der Rückrunde (14.) für die Führung und legte wenig später mustergültig für Sturmpartner Ciprian Marica auf (18.). 228449(Die Bilder)

VfL zehn Spiele ohne Sieg

Der VfL ist nunmehr seit zehn Spielen ohne Sieg, sammelte in dieser Zeit lediglich drei Zähler und taumelt dem sechsten Abstieg der Klubgeschichte entgegen.

Am kommenden Samstag muss der VfL bei Bayern München und zum Finale gegen Hannover 96 antreten.

"Das war ein souveräner, verdienter Sieg, wir haben eigentlich gar nichts anbrennen lassen", sagte VfB-Sportdirektor Horst Heldt: "Wir hätten sicher die Möglichkeit gehabt, die Konter besser auszuspielen, aber nach einem 2:0 auswärts ist man immer zufrieden. Wir wollen weiter Druck ausüben auf die Mannschaft vor uns, und da sind wir auf einem guten Weg."

Kuzmanovic zunächst auf der Bank

Bei Bochum galt zunächst die Devise "Sicherheit zuerst".

Heiko Herrlich ließ in Milos Maric, Anthar Yahia und Christian Fuchs gleich drei Akteure im defensiven Mittelfeld vor der Abwehrkette spielen, Stanislav Sestak agierte als einzige Spitze.

VfB-Coach Christian Gross ließ den Serben Zdravko Kuzmanovic zunächst auf der Bank, dafür spielte Christian Träsch neben Nationalspieler Sami Khedira vor der Abwehr und Ricardo Osorio rückte rechts in die Abwehr.

Das Konzept von Herrlich war nach 14 Minuten Makulatur.

"Ein sehr wichtiger Sieg"

Nach einer Flanke von Timo Gebhart traf Cacau per Abstauber zum 0:1.

"Ich habe Freude am Spiel und das war heute ein sehr wichtiger Sieg für uns. Aber wir müssen uns jetzt gut erholen und sehr konzentriert sein um auch die letzten beiden Spiele zu gewinnen", so der Torjäger.

Vier Minuten später bediente der Nationalspieler bei einem Konter traumhaft Marica, der sich aus 14 Metern die Ecke aussuchen konnte und seinen achten Saisontreffer markierte.

Bochums Fans fordern Einsatz

"Das Publikum war heute super und ich bin froh, dass wir gewonnen haben. Wir tun alles um die letzten zwei Spiele zu gewinnen und werden dann sehen wo wir stehen", sagte Marica nach der Partie.

Die Bochumer Fans unter den 25.000 Zuschauern waren entsetzt und skandierten "Wir wollen Euch kämpfen sehen".

Die VfL-Profis aber waren zunächst viel zu verunsichert und planlos, um gegen die kompakt stehenden Gäste Erfolg versprechende Angriffe zu starten.

Stuttgart kontert den VfL aus

Die wenigen Offensivaktionen des VfL endeten zumeist an der gegnerischen Strafraumgrenze.

Stuttgart beschränkte sich auf gelegentliche Konter und verwaltete die Führung bis zur Pause mit Geschick und Routine.

Mit unveränderter Formation starteten die Gastgeber in die zweite Hälfte, und am Bild änderte sich auch nicht viel.

Osorio wohl zum letzten Mal für den VfB

Das Bemühen war Herrlichs Spielern nicht abzusprechen, aber die Qualität reichte nicht annähernd.

Stuttgart stand weiter kompakt und hätte bei konsequenter Verwertung der sich bietenden Kontersituationen frühzeitig weitere Erfolgserlebnisse feiern können.

Für Osorio war es wohl das letzte Spiel für den VfB. Der Mexikaner wurde in der 64. Minute mit Verdacht auf einen Muskelbündelriss in der Wade ausgewechselt werden.

Bereits in der Hinrunde hatte Osorio bekannt gegeben, dass er nach der Saison den Verein wechseln wird.

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