vergrößernverkleinern
Mladen Petric (r.) wechselte 2008 zum HSV, den Bruno Labbadia seit 2009 trainiert © getty

Der Hamburger Angreifer legt sich mit seinem Trainer an. Hoffenheim geht auf Versöhnungskurs. Freiburg wittert seine Chance.

Hamburg - Krisengipfel in Hoffenheim: Mit 1899 Hoffenheim und dem Hamburger SV treffen am Sonntag (ab 15.15 Uhr LIVE) zwei Sorgenkinder der Liga aufeinander.

Das Halbfinal-Hinspiel in der Europa League am Donnerstag gegen den FC Fulham (0:0) hat beim HSV Spuren hinterlassen.

Verteidiger Guy Demel, Mittelfeldspieler Ze Roberto, Stürmer Ruud van Nistelrooy und auch Youngster Tunay Torun sind verletzt.

"Ich habe keine Ahnung, wen ich zur Verfügung habe", sagt Trainer Bruno Labbadia, "einige Spieler, die die Wintervorbereitung nicht mitmachen konnten, krochen nach dem Fulham-Spiel auf dem Zahnfleisch." (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Petric legt sich mit Labbadia an

Neben den Personalsorgen ist zudem ein interner Streit zwischen Mladen Petric und Trainer Labbadia entfacht.

Anlass ist der Fasseriss im Adduktoren-Bereich, den sich der Kroate vergangene Woche im Training zugezogen hatte.

Petric wirft seinem Coach vor, ihn trotz Beschwerden zum Training gedrängt zu haben.

Hitzige Wortgefechte

"Die Schlagzeilen waren nicht schön, und Mladen hat dazu beigetragen. Ich bin nicht für alles verantwortlich", weist Labbadia den Vorwurf zurück.

Das lässt sich der Angreifer nicht gefallen: "Das geht mir auf den Keks. Ich verstehe nicht, dass man so ein Fass aufmacht. Man sollte lieber froh sein, dass die Verletzung nicht so schlimm ist."

Ob der angeschlagene Petric am Sonntag zum Einsatz kommt, ist nun aus zweierlei Gründen fraglich.

Hoffenheim will Versöhnung

Bei den Kraichgauern strebt der zuletzt in die Kritik geratene Trainer Ralf Rangnick zum Saisonende eine Versöhnung mit den Fans an.

Die Anhänger hatten das Team nach den zuletzt oft leblosen Auftritten massiv kritisiert.

Nach der 0:2-Heimniederlage vor zwei Wochen gegen den 1. FC Köln protestierten die Fans mit einer Sitzblockade vor dem Mannschaftsbus und ächteten einige Spieler als "Scheiß-Millionäre".

Das 1:1 bei Borussia Dortmund war für Rangnick allerdings die Wende zum Besseren, dort habe vor allem die kämpferische Einstellung gestimmt.

"Wir wollen den Eindruck aus Dortmund bestätigen", kündigt der Trainer an, "wir wollen beweisen, dass unsere Mannschaft lebt und einen tollen Fight bietet."

Freiburg wittert Chance

Derweil konnten sich am Freitag und Samstag Trainer Robin Dutt und seine Mannschaft vom SC Freiburg in aller Ruhe ansehen, was die Konkurrenz im Abstiegskampf so machte. 228449(Die Bilder)

Mit der Partie gegen den deutschen Meister VfL Wolfsburg am Sonntag (ab 17.15 Uhr LIVE) liefern die Breisgauer den Kehraus des 32. Bundesligaspieltages und wissen dann schon, wie ihre Chancen auf den Klassenerhalt stehen.

Freiburg geht mit dem Rückenwind der letzten Erfolge in die Partie gegen den entthronten Meister.

Nach nur einer Niederlage aus den letzten fünf Spielen hat der Aufsteiger wieder eine realistische Chance, den Abstieg zu vermeiden, sogar die Relegation gegen den Zweitliga-Dritten zu umgehen.

"Wir haben eine klare Tendenz nach oben, vor allem in den Heimspielen", erklärt Dutt. Sieben Punkte aus den letzten drei Partien lautet dort die Bilanz.

Wolfsburg schielt nach Europa

Zum dritten Mal in Folge kann Dutt mit unveränderter Aufstellung beginnen und setzt auch wieder auf die neue und erfolgreiche 4-1-4-1-Taktik.

"Natürlich wollen wir auch gegen Wolfsburg Punkte sammeln", kündigt der Trainer an, ist dabei aber realistisch angesichts der schwierigen Aufgabe: "Ein Punkt könnte schon sehr wertvoll für uns sein."

Der würde schon reichen, um am VfL Bochum vorbeizuziehen, der am Freitag mit dem 0:2 gegen den VfB Stuttgart den Freiburgern in die Karten spielte.

Die "Wölfe" haben auswärts zuletzt am 13. Februar in Leverkusen verloren und schielen als Tabellenachter auch auf Platz sechs und die Europa League.

"So lange das rechnerisch möglich ist, werden wir darum kämpfen", sagt Trainer Lorenz-Günther Köstner.

"Wir müssen hochkonzentriert sein", verlangt deshalb Dutt, "wir müssen vor allem auf Edin Dzeko achten und wissen um die Offensivqualitäten der Wolfsburger."

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel