vergrößernverkleinern
Torsten Frings fand in den letzten Wochen zu alter Leistungsstärke zurück © getty

Bremen hat die Teilnahme an der Champions League in der eigenen Hand. Doch Gegner Köln kann befreit aufspielen.

Von Olaf Mehlhose

München - Das Ziel ist die Champions League.

Im Spiel gegen den 1. FC Köln (ab 18.15 Uhr LIVE) will Werder Bremen die Vorraussetzungen für einen erfolgreichen Saisonabschluss schaffen. (DATENCENTER: Bundesliga)

Wer nach dem unglücklichen Europa-League-Ausscheiden gegen Valencia mit einem Absturz von Werder gerechnet hatte, sah sich getäuscht.

Dank einer Erfolgsserie von fünf Siegen aus sechs Spielen machte das Team von Thomas Schaaf elf Punkte Rückstand auf Bayer Leverkusen wett.

Gute Ausgangsposition

Aufgrund des besseren Torverhältnisses steht Werder erstmals seit dem 15. Spieltag wieder auf Platz drei, der zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation berechtigt.

Die Bremer haben es nun in der eigenen Hand: Sollte Werder die folgenden drei Partien gewinnen, ist den Hanseaten der dritte Platz nicht mehr zu nehmen.

Dabei können sich die Bremer vor allem auf ihre Offensive verlassen: 67 Tore stehen für den Pokalfinalisten zu Buche - Bundesliga-Spitze.

Frings fordert Leistung

Außerdem zeigten sich Leistungsträger wie Torsten Frings und Mesut Özil zuletzt wieder stark verbessert. Kapitän Frings nahm seine Mitspieler vor der Partie gegen Köln dann auch in die Pflicht:

"Ich lese in jedem Interview, dass alle in die Champions League wollen. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen zu zeigen, dass auch jeder das Zeug dafür hat", sagte der 32-Jährige der Syker "Kreiszeitung".

Schwieriges Restprogramm

Das Restprogramm hat es allerdings in sich:

Nach dem Spiel gegen Köln folgen mit Meisterschafts-Anwärter Schalke 04 und dem Hamburger SV, der noch auf die Europa League hofft, zwei Teams, für die es noch um viel geht.

Trainer Schaaf warnt allerdings davor, das Spiel gegen die Rheinländer auf die leichte Schulter zu nehmen.

"Gerade gegen Köln geht es darum, die Voraussetzung zu schaffen, dass wir tatsächlich bis zum Ende um die Champions League kämpfen können", sagt Schaaf.

Köln ohne Druck

Zumal sich die Kölner ihrer Abstiegssorgen entledigt haben und vollkommen befreit aufspielen können.

Für die Geißböcke geht es darum, die Saison zu einem vernünftigen Ende zu bringen und das angestrebte Ziel von 40 Punkten zu erreichen.

Folglich sind von den Kölnern keine Geschenke zu erwarten.

"Wir wollen es ihnen schwer machen"

"Werder ist eine der stärksten deutschen Mannschaften. Sie sind der Favorit, aber wir wollen es ihnen schwer machen", bestätigte Trainer Zvonimir Soldo.

Der Kroate muss Torhüter Faryd Mondragon (Zerrung) ersetzen, für ihn steht Thomas Kessler zwischen den Pfosten. Kapitän Youssef Mohamad (nach Sperre) und Sebastian Freis (nach Krankheit) kehren in die Startformation zurück.

Maniche muss dagegen wahrscheinlich zunächst auf der Bank Platz nehmen. Der Portugiese hat mit "Stinkefinger-Affäre" zuletzt viele Sympathien verspielt.

Auf Adel Chihi (Achillessehnenriss) werden die FC-Fans dagegen gezwungenermaßen länger verzichten müssen.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel