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Lucas Barrios erzielt gegen Nürnberg seine Saisontore 16 bis 18 © getty

Barrios trifft drei Mal und lässt Dortmund weiter von der Champions League träumen. Nürnberg rutscht tiefer in den Abstiegskampf.

Nürnberg - Ein Dreierpack von Lucas Barrios lässt Borussia Dortmund weiter von der Champions League träumen.

Mit seinen Saisontreffern 16 bis 18 sicherte der Torjäger dem BVB das 3:2 (1: 1) beim abstiegsgefährdeten 1. FC Nürnberg nahezu im Alleingang und hielt seine Mannschaft damit auf Tuchfühlung zum dritten Platz in der Tabelle.

Der Club muss nach der dritten Niederlage in Serie weiter um den Klassenerhalt bangen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Ein Schuss mehr Erfahrung hat heute zum Sieg geführt. Wenn ich sehe, wie wir das zweite und dritte Tor kriegen, das hat nichts mit Jung oder Alt zu tun, da fehlt es an der letzten Konsequenz", so FCN-Trainer Dieter Hecking.

Frantz mit dem zwischenzeitlichen Ausgleich

"Es ist enttäuschend, dass sich die Mannschaft für den Aufwand, den sie geleistet hat, nicht mit einem Punkt belohnt hat. Im Abstiegskampf wird es nun keine großen Überraschungen geben, da müssen jetzt nur noch die Nerven bewahren", sagte Hecking weiter.

Vor 48.548 Zuschauern in Nürnberg waren die Gastgeber die bessere Mannschaft, Barrios nutzte die drei gravierendsten Fehler der umformierten jungen Hintermannschaft der Gastgeber allerdings in der 27., 62. und 77. Minute eiskalt aus.

Klopps "junge Truppe"

"Es war das erwartet sehr schwere Spiel gegen einen richtig guten 1. FC Nürnberg. Es gab einige Dinge, die man ansprechen und kritisieren könnte, aber wer mit so einer jungen Truppe oben mitspielt, muss so etwas einkalkulieren, der braucht auch mal Glück", resümierte Dortmunds Trainer Jürgen Klopp.

Mike Frantz hatte für den über weite Strecken mindestens ebenbürtigen Aufsteiger in der 30. Minute den Ausgleich erzielt, der vier Minuten zuvor eingewechselte Christian Eigler sorgte für den Endstand (84.).

Die Borussia war zunächst forsch zu Werke gegangen.

Nürnberg hält dagegen

Die Westfalen, die aus den vier Spielen zuvor nur fünf Punkte geholt hatten, attackierten die Nürnberger schon in dessen Hälfte und versuchten so, ein geordnetes Aufbauspiel der Franken zu verhindern.

Der Club ließ sich allerdings nicht den Schneid abkaufen, hielt mit hohem Einsatz und spielerisch durchaus überzeugend dagegen.

Gerade als die Nürnberger die Begegnung zusehends bestimmten, gingen die Borussen, bei der Nuri Sahin nur eine Woche nach seinem Nasenbeinbruch in Hoffenheim mit einer Gesichtsmaske spielte, etwas überraschend in Führung.

Bunjaku vergibt die Führung

Nach einem umstrittenen Freistoß-Pfiff von Schiedsrichter Knut Kircher (Rottenburg) verwandelte Barrios die Hereingabe von Sahin mit dem Kopf.

Der Club antwortete allerdings prompt: Frantz schloss einen Alleingang zum 1:1 ab, unfreiwillige Hilfestellung leisteten dabei die unaufmerksamen Dortmunder Innenverteidiger Mats Hummels und Neven Subotic.

Die Nürnberger spielten auch danach gefälliger und hätten noch vor der Pause durch Albert Bunjaku in Führung gehen können - BVB-Torhüter Roman Weidenfeller verhinderte dies (38.).

Eigler mit dem Anschlusstreffer

In der zweiten Halbzeit waren die Gastgeber dem 2:1 zunächst näher als die Gäste - den Treffer erzielte aber wieder Barrios, der die zwei jungen Nürnberger Innenverteidiger Dominic Maroh und Harvard Nordtveit alt aussehen ließ. Danach bestimmte der BVB das Spiel.

Bei den Nürnbergern, bei denen Kapitän Andreas Wolf in der Abwehr fehlte, schien die Luft raus und Barrios schlug per Abstauber zum dritten Mal zu.

Doch der eingewechselte Eigler schlug noch einmal zurück und brachte den FCN wieder zurück ins Spiel.

Beim Club gefielen vor allem der junge Spielgestalter Ilkay Gündogan sowie Andreas Ottl, bei Dortmund überzeugte neben Barrios vor allem Sahin.

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