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Gladbachs Filip Daems (l.) im Duell mit Arjen Robben © getty

Der Rekordmeister kommt in Gladbach nicht über ein Remis hinaus und ist nun punktgleich mit Schalke. Klose rettet den Zähler.

Mönchengladbach - Der FC Bayern München muss um seinen 22. Meistertitel zittern.

Der Rekordmeister kam im Klassiker bei Borussia Mönchengladbach am 32. Spieltag nach einer schwachen Leistung nur zu einem 1:1 (0:0) und liegt zwei Spiele vor dem Saisonende nur noch aufgrund der um besseren Tordifferenz vor seinem Verfolger Schalke 04 (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Marco Reus hatte die Bayern mit seinem achten Saisontor geschockt (60.), dem eingewechselten Nationalstürmer Miroslav Klose gelang zumindest noch der Ausgleich (73.).

Dennoch kann das Team von Trainer Louis van Gaal angesichts der um 13 Tore besseren Differenz mit Siegen gegen den VfL Bochum und bei Hertha BSC Berlin den ersten Teil des erhofften Triples aus Meisterschaft, Pokal- und Europapokalsieg wohl aus eigener Kraft perfekt machen228449 (DIASHOW: Bilder des Spieltags).

Zähne ausgebissen

Dafür ist allerdings eine Steigerung notwendig, denn am Gladbach Abwehrbollwerk bissen sich die Bayern trotz eines Ballbesitzvorteils von rund 75 Prozent lange Zeit die Zähne aus. Die Borussia kann auch rechnerisch nicht mehr absteigen.

Obwohl van Gaal seinen Stars drei Tage vor dem Halbfinal-Rückspiel in der Königsklasse bei Olympique Lyon am Dienstag keine Schonung gönnte, taten sich die Bayern sehr schwer.

Das 84. Bundesliga-Duell der großen Rivalen der 70er Jahre begann zwar mit klaren spielerischen Vorteilen für die Gäste, die erste Chance hatte aber die Borussia:

Reus schob den Ball aus elf Metern knapp am Tor vorbei (9.). Acht Minuten später narrte Raul Bobadilla Bayern-Verteidiger Martin Demichelis mehrfach, wurde aber in letzter Sekunde am Schuss gehindert.

Verteidigung steht sicher

Torchancen für den Tabellenführer resultierten zunächst ausschließlich aus Unsicherheiten von Gladbachs Torhüter Logan Bailly, der Schüsse von Bastian Schweinsteiger (7.) und Franck Ribery (26.) nach vorne abprallen ließ.

Ansonsten kamen die Bayern vor 54.057 Zuschauern im ausverkauften Borussia-Park trotz einiger guter Ideen von Ribery und Arjen Robben eine halbe Stunde lang zu keiner weiteren guten Gelegenheit, die Innenverteidigung der Gastgeber stand sicher.

Erst kurz vor der Pause tauchten Robben und Ribery auch gefährlich im Strafraum auf, doch die Gladbacher Abwehrspieler brachten zunächst immer noch ein Bein dazwischen.

Klose rettet Punkt

Die Bayern kamen mit mehr Schwung aus der Kabine und drängten eine Viertelstunde erfolglos auf den Führungstreffer, dann wurden sie bei einem Konter kalt erwischt.

Reus lief in die Schnittstelle der Innenverteidigung, wurde von Michael Bradley angespielt und überwand Torhüter Jörg Butt aus 15 Metern mit einem Schuss in die lange Ecke.

Danach wechselte van Gaal Klose ein und wurde prompt mit dem Kopfballtreffer des Nationalstürmers nach Flanke von Lahm belohnt.

Unangenehm könnte für Bayern die Personallage in der Abwehr werden: Demichelis wurde in der Pause mit Wadenproblemen ausgewechselt, auch van Buyten musste später nach einem Schlag auf die Wade vom Feld.

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