Obwohl Schalke mit Bayern gleichauf liegt, dürfte es am Ende wieder nicht zum TItel reichen. Doch auch Platz zwei ist ein Riesenerfolg.

Fans der Spannung kommen auch in dieser Bundesliga-Saison auf ihre Kosten.

Zum wiederholten Mal in den vergangenen Jahren gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Meisterschaft.

Doch obwohl Schalke durch den Last-Minute-Sieg bei Schlusslicht Hertha mit dem FC Bayern gleichzog, der beim 1:1 in Gladbach erneut Punkte bei einem Team aus der unteren Tabellenhälfte liegen ließen:

Die Münchner bleiben angesichts ihres deutlich beseren Torverhältnisses klar in der Pole Position.

Der Rekordmeister ist mit zwei knappen Siegen gegen Bochum und in Berlin durch - und die sind gegen beide Abstiegskandidaten Pflicht.

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Diesmal allerdings ist auch der zweite Platz, der den Schalkern seit Samstag nicht mehr zu nehmen ist, ein Riesenerfolg.

Niemand hat Felix Magath vor fast genau einem Jahr verstanden, als er seinen Wechsel aus Wolfsburg bekannt gab. Die "Wölfe" standen kurz vor der Meisterschaft, während die Königsblauen nach einer miserablen Saison in Trümmern lag.

Denn aufgrund der verpassten Europacup-Teilnahme gingen dem ohnehin bereits hoch verschuldeten Klub fest eingeplante Millionensummen verloren.

Und auch sportlich war das Team vom eigenen Anspruch, die seit 1958 andauernde Zeit ohne Meisterschale endlich zu beenden, Lichtjahre entfernt.

Zunächst wurde es auch kaum besser, die Meldungen über Schalkes sportlichen Aufschwung in der Hinrunde wurden von beinahe täglich neuen Meldungen über die Höhe der Rekordverschuldung überdeckt.

In der Rückserie dagegen hatte Alleinherrscher Magath seinen neuen Laden so weit im Griff, dass fast keine Querschüsse mehr die Konzentration aufs Wesentliche störten.

Nun stehen durch die Champions League bereits Einnahmen von mindestens 15 Millionen Euro fest, so dass sogar Top-Torjäger Kevin Kuranyi gehalten werden könnte.

Trotzdem bleibt für Magath noch viel Arbeit. Denn zum einen haben die Gelsenkirchener nach wie vor horrende Schulden.

Zum anderen muss der Chefcoach beweisen, dass der Erfolg in dieser Spielzeit keine Eintagsfliege ist.

Schließlich hat er bei seiner Verpflichtung den Titel innerhalb von vier Jahren als Ziel ausgegeben.

Als Negativ-Beispiel dient Gegner Hertha, wo man in der Vorsaison ebenfalls von der Meisterschaft träumte.

Ein Jahr später kann nach dem 0:1 vom Samstag nur noch ein Wunder den bitteren Gang der Hauptstadt in die Zweitklassigkeit verhindern.

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