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Nach wichtigen drei Punkten gegen Wolfsburg feiert der SC Freiburg mit seinen Fans © getty

"Mental stabil" und mit den Fans im Rücken hat Freiburg beste Chancen auf den Klassenerhalt. Julian Schuster wird eurphorisch.

Von Björn Seitner

München - Die Konkurrenz patzt und der SC Freiburg ist ein Gewinner des 32. Spieltags (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Im Breisgau wurde nach dem 1:0 (1:0) gegen den Deutschen Meister aus Wolfsburg gefeiert, als wäre der Klassenerhalt bereits in trockenen Tüchern.

Es war ein hart erkämpfter Erfolg, den die Mannschaft von Trainer Robin Dutt auch mit der bedingungslosen Unterstützung der Fans erreicht hat.

"Die Fans hatten großen Anteil an diesem Erfolg. Wie sie uns gerade auch in der zweiten Halbzeit angefeuert haben, als wir müder wurden - das war schon Wahnsinn", zeigte sich Julian Schuster bei euphorisch 228449(die Bilder).

Dass in Freiburg "heute eine Riesenstimmung war", empfand auch der Torschütze des entscheidenden Treffers, Cedric Makiadi, so: "Die Fans haben uns nach vorne gepusht."

Zwei Runden vor Schluss gelingt dem Sportclub der Sprung vom Relegationsplatz auf Rang 14 und hat nun die beste Ausgangsposition im Kampf um den Klassenerhalt.

"Heute ist unser Tag"

Mit den Niederlagen von Berlin, Hannover, Bochum und Nürnberg im Hinterkopf wusste der Aufsteiger, was er gegen den VfL erreichen konnte.

"Vor allem auch nach den Ergebnissen von gestern haben wir gesagt: Heute ist unser Tag", sagte Schuster zur Stimmung in der Mannschaft.

Für Dutt ist es ein Erfolg, der auf die starke Psyche seines Teams zurückzuführen ist: "Die Mannschaft ist mental sehr stabil, das zeigen die letzten sechs Spiele."

"Etwas komfortablere" Situation

"Das war heute eine sehr schwierige Aufgabe. Wir wussten natürlich um die Qualität der zwei Wolfsburger Stürmer, und dass wir deshalb in der Defensive sehr kompakt stehen mussten", folgerte Verteidiger Felix Bastians.

"Ich finde, dass das im Prinzip sehr gut geklappt hat, und wir deshalb letztlich auch verdient gewonnen haben", so der 21-Jährige, der mit seinen Defensivkollegen die beiden Angreifer Grafite und Dzeko gut im Griff hatte.

"Die Situation in der Tabelle ist nun etwas komfortabler, aber wir haben noch zwei schwere Spiele", warnte Trainer Dutt vor Überheblichkeit vor den Partien gegen Köln und Dortmund.

Vier Punkte Vorsprung auf Hannover 96 und den sicheren Abstiegsplatz haben die Freiburger nun.

Europa-League-Platz ade

Für den VfL Wolfsburg dagegen war die Niederlage dagegen ein weiterer Nackenschlag in einer unbefriedigenden Saison.

In der Europa League ausgeschieden, in der Bundesliga nicht mal einen der internationalen Plätze ergattert - der Rückstand auf Platz sechs beträgt nun sieben Zähler.

Stürmer Edin Dzeko brachte es auf den Punkt: "Vielleicht wollten wir gar nicht in die Europa League. Anders kann ich mir so eine Leistung nicht erklären. Für die erste Halbzeit gibt es keine Erklärung."

"Wir waren leider nicht bereit, in der ersten Halbzeit mehr zu investieren und waren viel zu passiv", musste auch VfL-Trainer Lorenz-Günther Köstner zugeben.

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