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Der Ex-Schalker Mesut Özil erzielte in seinem 100. Bundesligaspiel das 0:1 für Bremen © getty

Werder nimmt den Schalkern jede Hoffnung im Titelkampf. Die Norddeutschen festigen den dritten Platz. Ein Ex-Schalker trifft.

Gelsenkirchen - Ausgerechnet der gebürtige Gelsenkirchener Mesut Özil hat die Titelträume seines Ex-Vereins Schalke 04 zerstört.

Der Nationalspieler war mit einem Tor und einer Vorlage der Matchwinner beim 2:0 (0:0)-Sieg von Werder Bremen bei den Königsblauen, die damit ihre letzte Chance auf die Meisterschaft verspielten. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Rekordmeister Bayern München hat nach dem 3:0 gegen den VfL Bochum vor dem letzten Spieltag drei Punkte und 17 Tore Vorsprung vor den Gelsenkirchenern.

Werder auf Champions-League-Kurs

Özil, der mit einem sehenswerten Solo die Führung erzielte (55.) und das 2:0 durch Hugo Almeida vorbereitete (64.), war vor 61.673 Zuschauern in der ausverkauften Schalker Arena der überragende Spieler.

Dank seiner Gala hielt der 21-Jährige, der vor zwei Jahren im Streit von Schalke nach Bremen gewechselt war, auf Champions-League-Kurs.

Mit dem ersten Sieg auf Schalke seit dem 24. November 2001 (4:1) behauptete Werder hinter den Königsblauen, die bereits für die Königsklasse qualifiziert sind, Platz drei.

Kuranyi trifft nur die Latte

Schalke hatte zunächst mehr vom Spiel und die besseren Torchancen. Nach einem Freistoß von Lukas Schmitz traf Jefferson Farfan mit einem Kopfball das Außennetz (6.).

An der Latte landete der Ball, als Kevin Kuranyi nach einer Flanke von Rafinha, die Werder-Keeper Tim Wiese falsch einschätzte, köpfte (22.).

Zudem verfehlte der Schalker Torjäger nach einer Flanke von Ivan Rakitic mit einem weiteren Kopfball das Bremer Tor (40.).

Strafstoß nicht gegeben

Die größte Aufregung gab es kurz vor der Pause: Nach einem Solo über das halbe Spielfeld kam Benedikt Höwedes im Bremer Strafraum zu Fall.

Nationalspieler Per Mertesacker hatte den U-21-Europameister umgerannt, doch Schiedsrichter Knut Kircher entschied nicht auf Elfmeter (41.).

Marin nur auf der Bank

Werder enttäuschte zunächst. Trainer Thomas Schaaf hatte Nationalspieler Marko Marin auf der Bank gelassen und dafür Almeida als zweite Sturmspitze neben Claudio Pizarro aufgeboten.

Die Angriffsbemühungen blieben jedoch in der ersten Halbzeit bescheiden.

Nach einer Flanke von Özil faustete Nationaltorhüter Manuel Neuer direkt vor die Füße von Philipp Bargfrede, der allerdings aus 18 Metern über das Tor schoss (8.).

Pizarro setzte sich gegen Marcelo Bordon durch, scheiterte aber an Neuer (43.).

Gäste nach der Pause besser

Nach der Pause tat Werder deutlich mehr. Zunächst verfehlte Özil nach Zuspiel von Torsten Frings noch das Tor (54.).

Nur eine Minute später tanzte der Ex-Schalker die Abwehr der Gastgeber aus, Schmitz und Marcelo Bordon schauten nur zu, als der Nationalspieler nach einem schnell ausgeführten Freistoß die Bremer Führung erzielte.

Magath reagiert sofort

Schalke-Coach Felix Magath, der dieselbe Mannschaft wie beim 1:0 vor einer Woche bei Hertha BSC Berlin aufgeboten hatte, reagierte sofort.

Für Schmitz und den enttäuschenden Chinesen Hao Junmin brachte er in Edu und Mario Gavranovic zwei neue Offensivkräfte.

Schalker Fans feiern ihre Mannschaft

Doch Werder konterte mit dem 2:0 - dennoch feierten die königsblauen Fans ihr Team mit Sprechchören.

Beste Spieler der Gastgeber waren Abwehrspieler Höwedes und Außenstürmer Farfan, die vor allem vor der Pause glänzten. Bei den Bremern überzeugte neben Özil und Frings, der sich nach einigen Fehlpässen in der ersten Halbzeit nach der Pause deutlich steigerte.

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