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Cacau hat seinen Vertrag beim VfB Stuttgart bis 2013 verlängert © getty

Im SPORT1-Interview spricht Stuttgarts Stürmer Cacau über seinen Vertrag, das Saisonfinale und die Ziele bei der WM in Südafrika.

Von Martin Volkmar

München - Stuttgarts Angreifer Cacau hat ein turbulentes Jahr hinter sich.

Er spielte mit dem VfB eine schwache Hinrunde, in der er nicht an die Leistungen der Vorsaison anknüpfen konnte - auch bedingt durch viele Verletzungen.

Doch unter Babbel-Nachfolger Christian Gross blühte der 29-Jährige wieder auf (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Dennoch: Lange Zeit standen die Zeichen auf Abschied. Ende März kündigte der Nationalspieler an, den Verein verlassen zu wollen. Ihm fehlte die Wertschätzung im Verein.

Es standen Angebote aus In- und Ausland im Raum (SERVICE: Der Tabellenrechner).

Am 33. Spieltag gab es dann die Wende: "Der Trainer hat mich überzeugt, zu bleiben. Das Gesamtpaket stimmt", erklärte Cacau plötzlich.

Cacau zur WM?

Noch während des Spiels gegen Mainz wurde die Vertragsverlängerung bis 2013 bekanntgegeben.

Im Sommer könnte Cacau dadurch ein weiteres Highlight bevorstehen - die WM in Südafrika.

Im SPORT1-Interview spricht der Angreifer über einen kuriosen Saisonverlauf.

SPORT1: Herr Cacau, Sie haben nun doch Ihren Vertrag beim VfB Stuttgart verlängert. Warum?

Cacau: Unter anderem hat unser Präsident Erwin Staudt das Gespräch mit mir gesucht und mir gesagt, dass er alles dafür tun will, dass ich in Stuttgart bleibe. Er und der Verein schätzen mich sehr und es wäre einfach schade gewesen, wenn ich den VfB verlassen hätte. Auch der Trainer hat noch einmal mit mir gesprochen und mir erklärt, wie wichtig ich für die Mannschaft bin.

SPORT1: Spielt dabei auch die Tatsache eine Rolle, dass Ihre Familie in Stuttgart sehr wohlfühlt?

Cacau: Auf jeden Fall. Wir haben uns zusammengesetzt und uns gefragt, ob es sich lohnt, das alles hinter uns zu lassen. Wir haben hier unserer Freunde und haben festgestellt, dass es sich nicht lohnt wegzugehen.

SPORT1: Welches Land stand denn konkret im Raum?

Cacau: Das waren England oder Spanien.

SPORT1: Unter Gross hat der VfB Stuttgart eine tolle Saison gespielt. Haben Sie Ihre Entscheidung auch aufgrund des Trainers getroffen?

Cacau: Auf jeden Fall. Es ist nicht nur, weil er auf mich baut, sondern weil er auch sehr viel Qualität hat. In der nächsten Saison hat er die Chance, die Mannschaft von Anfang an aufzubauen und so die Weichen für eine erfolgreiche Saison zu stellen. Und darin liegt auch meine Hoffnung, dass wir wieder um die Meisterschaft mitspielen und auch international eine gute Rolle spielen werden.

SPORT1: Mit einem besseren Start hätte der VfB die Champions League erreichen können. Trauern Sie dieser Chance hinterher?

Cacau: Nein. Wir wissen, dass wir eine schlechte Hinrunde gespielt haben. Von daher müssen wir hochzufrieden sein, dass wir die Möglichkeit haben, uns für die Europa League zu qualifizieren. Das ist auch unser Ziel und um dies zu erreichen, müssen wir im letzten Spiel noch mal alles geben.

SPORT1: Sie haben drei Punkte Vorsprung vor dem HSV. Glauben Sie, dass da noch etwas schief gehen kann?

Cacau: Wenn wir in Hoffenheim nicht konzentriert auftreten, kann durchaus noch etwas schiefgehen. Wir werden noch mal alles tun, um das Ziel zu erreichen.

SPORT1: Mit welchem Ziel fahren Sie zum Derby nach Hoffenheim?

Cacau: Wir fahren dorthin, um drei Punkte zu holen. Allerdings wird Hoffenheim sehr motiviert sein, die schlechte Saison mit einem Sieg gegen uns einigermaßen zu retten. Wir werden versuchen dagegenzuhalten.

SPORT1: Sie haben bisher zwölf Saisontore geschossen. Sind Sie damit zufrieden?

Cacau: Ja. Als wir endlich aufgewacht sind, lief es wieder bei der Mannschaft und auch bei mir. In einigen Spielen konnte ich der Mannschaft mit meinen Toren zum Sieg verhelfen. Von daher bin ich mit der Rückrunde zufrieden.

SPORT1: Wie schätzen Sie Ihre Chancen auf die Nominierung für die WM in Südafrika ein?

Cacau: Ich habe große Hoffnungen, mit zur WM zu fahren. Ich habe alles getan, was mir möglich war. Es würde mich riesig freuen, wenn ich dabei wäre. Jetzt muss ich abwarten, wie der Bundestrainer entscheidet.

SPORT1: Kann die deutsche Mannschaft Weltmeister werden?

Cacau: Wir wollen ein gutes Turnier spielen, attraktiven Fußball bieten und hoffen, dass wir möglichst weit kommen. Der Titelgewinn wäre ein Traum.

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