vergrößernverkleinern
Mergim Mavraj (r.) steht seit 2007 beim VfL Bochum unter Vertrag © imago

Bochums Mergim Mavraj lässt sich vor dem Abstiegsfinale gegen Hannover 96 keine Angste einjagen. Zufälle lässt er nicht gelten.

Von Mathias Frohnapfel

München - Die Ausgangssituation könnte besser sein.

Der VfL Bochum muss unbedingt gegen Hannover 96 (Sa., ab 15 Uhr LIVE-TICKER) gewinnen, ansonsten ist für das Ruhrpott-Team Schicht im Schacht.

Der Fahrstuhl würde direkt runter in die Zweite Liga gehen. Doch Mergim Mavraj lässt sich von diesem Szenario vorm 34. Spieltag keine Angst einjagen (DATENCENTER: Bundesliga).

"Wir haben dieses Endspiel und die Chance drin zu bleiben", sagt der VfL-Abwehrspieler im Gespräch mit SPORT1.

"Da ist es ganz egal, ob der Trainer Dariusz Wosz oder sonst wie heißt", fügt er mit Blick auf den Trainerwechsel vorm Spiel gegen den FC Bayern hinzu.

Soll heißen: Auf die Mannschaft kommt es jetzt an. "Jeder sollte sich top vorbereiten. Jeder muss 120 Prozent geben, da müssen Zufälle, die passieren können, egal sein", fordert Mavraj.

Seit gut einer Woche hat an der Castroper Straße nicht mehr Heiko Herrlich als Coach das Sagen, sondern Wosz.

Der 40-Jährige erledigt seine Arbeit bestmöglich und versucht der Truppe Selbstvertrauen zu geben.

Das Klima muss passen

"Die Stimmung ist eine andere", hat Sport-Vorstand Thomas Ernst beobachtet. Aus Mavrajs Sicht ist es sowieso eine Art Verpflichtung, dass nun das Arbeitsklima passt.

"Da bringt es nichts zu sagen, irgendein anderer hat die Stimmung verdorben", befindet der 23-Jährige. "Jetzt muss sich jeder Spieler an die eigene Nase fassen und etwas dafür tun, damit sich die allgemeine Stimmung verbessert."

Käme Bochum gegen Hannover nicht über ein Remis hinaus, wäre bereits bei einem Nürnberger Remis gegen Köln der Abstieg besiegelt.

Offensiv, aber mit Vorsicht

Wosz plant, eine angriffslustige Mannschaft aufzubieten, "ohne dass wir ins offene Messer laufen".

Slawo Freier, Milos Maric, Mimoun Azaouagh und Christian Fuchs sollen es wohl im Mittelfeld richten, zudem ist der VfL vor eigener Kulisse mit zwei Stürmern zu erwarten.

Natürlich soll auch die Abwehr dicht halten, dabei sind Hannovers Offensivkräfte nach dem 6:1-Sieg über Gladbach mit neuer Kraft ausgestattet.

Mavraj muss sich daher mit seinen Defensivkollegen mit aller Macht den Niedersachsen entgegenstellen.

Kein Platz für Ausflüchte

Angst vor Patzern kennt er augenscheinlich nicht. Zur allgemeinen Anspannung sagt er: "Jeder Spieler geht anders damit um. Für die Partie gegen Hannover gibt es aber keine Ausreden, es steht so viel auf dem Spiel."

Und aus seiner Sicht gibt es sogar einen positiven Aspekt, nämlich dass der VfL die Entscheidung im Abstiegskrimi "selbst in der Hand" habe.

"Wir müssen nicht auf das Ergebnis auf einem anderen Platz schauen und darauf hoffen."

Allerdings spielt das Ergebnis zwischen Nürnberg und Köln für Bochum sehr wohl eine Rolle. Sollte der Club nicht siegen, könnte der VfL mit einem Dreier auf den rettenden 15. Platz springen. Die Relegation wäre so vermieden.

Vertraute Situation

Aber Bochum hat auch seit dem 13. Februar keine Partie mehr gewonnen und verlor die letzten vier Spiele. Mit nur zwölf Punkten sind die Westfalen hinter Hannover (13) das schlechteste Team der Rückrunde.

Der gebürtige Hesse Mavraj macht sich und seinem Team derweil mit Blick auf die Vorsaison Mut.

"Letztes Jahr war es genauso am vorletzten Spieltag, wir mussten gegen Frankfurt unbedingt gewinnen und wir haben gewonnen. Es ist jetzt dieselbe Konstellation, nur einen Spieltag später eben."

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel