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Arne Friedrich bestritt seit 2002 231 Bundesligaspiele für Hertha BSC Berlin © getty

Hertha empfängt die Bayern und muss mit ansehen, wie der FCB den Titel feiert. Arne Friedrich kündigt einen harten Kampf an.

Von Martin Volkmar

München - In der vergangenen Saison lag Hertha BSC Berlin vor dem letzten Spieltag nur drei Punkte hinter Tabellenführer VfL Wolfsburg und hatte Chancen auf die Champions-League-Qualifikation.

In dieser Spielzeit stehen die Berliner bereits als Absteiger fest.

Die "alte Dame" hat am Samstag den designierten Meister Bayern München zu Gast (ab 15 Uhr LIVE-TICKER) und muss sich aus der Bundesliga verabschieden, während die Müncher im Olympiastadion die Meisterschale überreicht bekommen.

Schlimmer geht es kaum, doch Hertha-Kapitän Arne Friedrich kündigt dem Rekordmeister im SPORT1-Interview zumindest "einen harten Kampf" an.

Friedrich vor Abschied

Die Hauptstädter wollen sich erhobenen Hauptes aus der Liga verabschieden. Der Nationalspieler spricht sich aber nicht davon frei, auch seinen Teil zum Abstieg beigetragen zu haben.

Der 30-Jährige wird den Weg in die Zweite Liga aber aller Wahrscheinlichkeit nicht mit antreten. Sein Abschied steht bevor, der VfL Wolfsburg und der Hamburger SV werden als mögliche neue Klubs genannt. 209112(DIASHOW: Die Wechselbörse)

Im Interview spricht er auch über seine WM-Nominierung, die Gründe für den Abstieg und die Zukunft der Hertha.

SPORT1: Glückwunsch zur WM-Nominierung. Haben Sie nach den Problemen der letzten Monate mal daran gezweifelt?

Arne Friedrich: Nein, ich habe in den vergangenen Wochen immer wieder betont, dass ich meine Leistung bringen will und werde. Das habe ich getan, und deshalb hatte ich auch das Vertrauen, dass der Bundestrainer dies honorieren wird.

SPORT1: Trotzdem können Sie mit Ihrer Saison nicht zufrieden sein. Welche Verantwortung übernehmen Sie für den Abstieg?

Arne Friedrich: Wenn eine Mannschaft absteigt, dann tragen alle Spieler dazu bei. Da nehme ich mich nicht aus.

SPORT1: Wie bitter ist es, als Absteiger für den Meister FC Bayern Spalier stehen zu müssen?

Arne Friedrich: Natürlich hätten wir uns gewünscht, dieses Spiel anders erleben zu dürfen. Aber wir werden sicher nicht Spalier stehen, wir wollen uns erhobenen Hauptes aus der Liga verabschieden und werden den Bayern einen harten Kampf liefern.

SPORT1: Warum ist Hertha BSC nicht mehr erstklassig?

Arne Friedrich: Weil wir es nicht geschafft haben, in den entscheidenden Spielen aus der Vielzahl unserer Chancen Tore zu machen, obwohl wir in der Rückrunde definitiv viele gute Spiele gezeigt haben.

SPORT1: Wie geht es mit Hertha BSC weiter?

Arne Friedrich: Der Verein hat ja schon erklärt, dass auf jeden Fall versucht werden wird, sofort wieder aufzusteigen. Das muss das Ziel sein.

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