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Nürnbergs Trainer Dieter Hecking schwört seine Mannschaft auf den letzten Spieltag ein © imago

Bochum, Hannover und Nürnberg ermitteln den zweiten Absteiger und den Relegationsplatz. Bremen und Hamburg wollen nach Europa.

München - Die Meisterschaft ist entschieden, spannend wird es am 34. Spieltag (Sa., alle Spiele ab 15 Uhr LIVE-TICKER) an anderen Orten.

Bei Werder Bremen etwa, wo es im ohnehin brisanten Nordderby gegen den Hamburger SV um die europäischen Plätze geht und vor allem in Bochum. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Dort duellieren sich der Tabellen-17. aus dem Ruhrpott und der 15. Hannover 96 in einem "Endspiel" um den Klassenerhalt und müssen dabei gleichzeitig immer ein Auge darauf haben, was der 16. 1. FC Nürnberg gegen den 1. FC Köln macht.

Erinnerungen an 1999

Das Abstiegsroulette zwei aus drei erinnert an die Dramatik 1999, als ebenfalls in Bochum und Nürnberg entscheidende Partien stattfanden und am Ende der Club ins Gras biss.

"Wir melden uns vom Abgrund", rief Günther Koch in die Mikrofone. Jetzt droht dem Altmeister von der Noris der achte Abstieg, das wäre ein Rekord, den niemand will.

Mit einem Sieg vor 50.000 Zuschauern in der WM-Arena haben die Nürnberger immerhin die Möglichkeit aus eigener Kraft Relegationsplatz 16 zu sichern. (SERVICE: Der Tabellenrechner)

Hannover hat die besten Karten

Die besten Karten hat allerdings Hannover, das mit einem Sieg in Bochum aller Sorgen ledig wäre und mit einem Unentschieden auf jeden Fall die Relegation sicher hätte.

Jedoch fällt wohl Ersatzstürmer Jan Schlaudraff mit Knieproblemen aus. Und der Däne Leon Andreasen muss sich wegen seiner Leistenprobleme einer OP unterziehen.

Immerhin 10.000 96-Fans wollen den Weg nach Bochum antreten, der erhoffte Heimvorteil für den VfL dürfte damit eher gering ausfallen.

"Die Mannschaft wird sich zerreißen, damit der VfL die Klasse hält", ist Bochums Sportchef Thomas Ernst dennoch überzeugt.

Moniz: "Wollen dominant auftreten"

Mit einem Trainerwechsel von Bruno Labbadia zu Interimscoach Ricardo Moniz zwei Spieltage vor Saisonende hat auch der HSV seine Hoffnungen auf den Last-Minute-Eintritt in die Europa League bewahrt.

Mit einem Sieg und einer gleichzeitigen Niederlage des VfB Stuttgart bei 1899 Hoffenheim würden die Hamburger doch noch erneut international spielen. (SERVICE: Der Tabellenrechner)

"Wir wollen unsere kleine Chance nutzen und versuchen, dominant aufzutreten", kündigte Moniz an.

Elia wieder im HSV-Kader

Flügelflitzer Eljero Elia steht erstmals nach seiner Kapselverletzung wieder im Kader, weiterhin fehlen Marcell Jansen, Tunay Torun und der gesperrte Paolo Guerrero.

Mit einem Sieg würde der HSV gleichzeitig Bayer Leverkusen eine Chance eröffnen, mit einem Erfolg in Mönchengladbach Werder noch die Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation zu verderben.

"Wir möchten in die Champions League. Was mit dem HSV passiert, ist mir egal", stellt Werders Marko Marin aber klar.

SPORT1 hat die Fakten zum 34. Spieltag.

Hertha BSC Berlin - Bayern München

Hertha will sich mit Anstand aus der Bundesliga verabschieden. Ob nach 15 Heimspielen ohne Sieg der erste Dreier ausgerechnet gegen den neuen Deutschen Meister gelingt, ist fraglich.

Bis auf Maximilian Nicu (Muskelfaserriss) sowie die Langzeitverletzten Roman Hubnik (Knieverletzung) und Florian Kringe (Fußbruch) hat Trainer Friedhelm Funkel alle Mann an Bord.

Bei Bayern ist Martin Demichelis gesperrt, der zuletzt angeschlagene Daniel van Buyten dagegen wieder einsatzfähig.

1899 Hoffenheim - VfB Stuttgart

Die Einsätze von Tobias Weis und Chinedu Obsai sind wegen Knieproblemen noch fraglich. Definitiv fallen der abwandernde Keeper Timo Hildebrand (Muskelfaserriss) und Abwehrspieler Andreas Ibertsberger (Rippenbruch) aus.

Nach seinen beiden Treffern am vergangenen Spieltag in Frankfurt könnte Joker Prince Tagoe diesmal in der Stammelf stehen.

Stuttgart muss auf den gelbgesperrten Timo Gebhart verzichten. Stefano Celozzi, Sebastian Rudy und Sven Ulreich fehlen darüber hinaus verletzt.

SC Freiburg - Borussia Dortmund

Freiburgs Trainer Robin Dutt hat nach dem gesicherten Klassenerhalt der Breisgauer angekündigt, im letzten Heimspiel einige Reservisten in die Startelf einzubauen.

Nicht zum Einsatz werden die verletzten Johannes Flum (Knieprobleme) und Tommy Bechmann (Hüftschmerzen) kommen.

Dortmund bangt um den Einsatz von Patrick Owomoyela (eingeklemmter Nerv). Weitehin fehlen dem BVB die Langzeitverletzten Mohamed Zidan (Kreuzbandriss), Sebastian Kehl (Adduktoren) und Sven Bender (Muskelfaserriss).

FSV Mainz 05 - Schalke 04

Bei den Mainzern hat sich der zuletzt angeschlagene Torhüter Heinz Müller (Knieprobleme) fit gemeldet. Verzichten muss FSV-Trainer Thomas Tuchel auf Stürmer Adam Szalai (Syndesmoseblessur) und Kapitän Tim Hoogland (Kniereizung).

Fraglich ist noch, ob Innenverteidiger Bo Svensson (Oberschenkel) wieder einsatzbereit ist. Schalke kann mit seiner derzeit stärksten Besetzung beginnen.

Borussia Mönchengladbach - Bayer Leverkusen

Bei Gladbach wird Ex-Nationalspieler Oliver Neuville in seinem Abschiedsspiel vermutlich eingewechselt. Für Marcel Meeuwis wird Thorben Marx wieder in der Anfangsformation stehen.

Neben dem verletzten Nationaltorhüter Rene Adler fehlen bei Leverkusen der gelbgesperrte Manuel Friedrich sowie die verletzten Tranquillo Barnetta und Renato Augusto.

1. FC Nürnberg - 1. FC Köln

Der Club muss neben dem Langzeitverletzten Breno auf Dennis Diekmeier (Muskelfaserriss im Oberschenkel) verzichten. Für ihn wird wohl Juri Judt auf der rechten Seite verteidigen.

Möglicherweise bietet Trainer Dieter Hecking in Albert Bunjaku nur eine echte Spitze auf. Köln muss im letzten Saisonspiel auf den gelbgesperrten Youssef Mohamad verzichten.

Dafür kehrt Geromel nach überstandener Sperre ins Team zurück.

VfL Wolfsburg - Eintracht Frankfurt

Die Frankfurter müssen auf die Abwehrspieler Marco Russ (Knieverletzung) und Chris (Muskelfaserriss in der Bauchmuskulatur) sowie Caio (Muskelfaserriss im Beckenbereich) und den gelbgesperrten Pirmin Schwegler verzichten.

Im Tor erhält erneut Ralf Fährmann den Vorzug vor Stammkeeper Oka Nikolov. Ohne seinen gelbgesperrten Sturmpartner Grafite kämpft Edin Dzeko im Fernduell mit Stefan Kießling um die Torjägerkanone.

Beide haben jeweils 21-mal getroffen. Christian Gentner wird vor seinem Wechsel nach Stuttgart sein letztes Spiel im VfL-Trikot bestreiten.

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