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Der VfLWolfsburg feiert seinen Torschützenkönig Edin Dzeko © getty

Der VfL Wolfsburg schließt die Saison versöhnlich ab und schlägt Frankfurt deutlich. Edin Dzeko schnappt sich die Torjägerkanone.

Wolfsburg - Stürmerstar Edin Dzeko hat die Galavorstellung des entthronten deutschen Meisters VfL Wolfsburg am letzten Spieltag mit dem Gewinn der Torjäger-Kanone gekrönt.

Der Bosnier erzielte beim 3:1 (3:0)-Sieg der Niedersachsen gegen Eintracht Frankfurt seinen 22. Saiosontreffer und hatte dadurch im Fernduell mit Bayer Leverkusens Stefan Kießling (21) knapp die Nase vorn.

Ein Jahr nach dem Brasilianer Grafite wurde somit zum zweiten Mal in Folge ein Wolfsburger Torschützenkönig.

Allerdings konnte auch Dzeko nicht verhindern, dass die "Wölfe" die Saison als schlechtester Vorjahresmeister seit 16 Jahren beendeten. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Köstner nicht ganz zufrieden

"Leider ist es uns nicht gelungen, trotz der greifbaren Chancen in der Bundesliga und in der Europa League besser abzuschneiden. Das tut mir leid, auch wenn heute die Freude über den schönen Abschluss und die Torjägerkrone für Edin Dzeko überwiegt", erklärte Wölfe-Coach Lorenz-Günther Köstner nach dem Spiel

"Unter dem Strich hätten wir in dieser Saison mehr erreichen können", meinte Köstner weiter.

VfL wird Achter

Als Tabellenachter erreichte der VfL den gleichen Platz wie 1994 Werder Bremen im Jahr nach dem Titelgewinn.

Insgesamt waren in 47 Jahren Bundesliga nur vier Meister in der Folgesaison schlechter platziert.

Ein Jahr nach dem größten Triumph der Vereinsgeschichte verabschiedeten sich die Platzherren noch einmal mit einer starken Leistung in die Sommerpause.

Misimovic eröffnet

Spielmacher Zvjezdan Misimovic eröffnete die Torejagd mit dem Wolfsburger Führungstreffer in der 21. Minute.

Nach einer halben Stunde erhöhte Sascha Riether auf 2:0 (30.), ehe kurz darauf auch Dzeko traf (34.).

Für den 24-Jährigen könnte es jedoch das letzte Tor im VfL-Trikot gewesen sein, da er zur kommenden Saison voraussichtlich zu einem europäischen Topklub wechselt.

Altintop mit Ehrentreffer

Halil Altintop gelang der Frankfurter Ehrentreffer (86.).

Vor 30.000 Zuschauern in der ausverkauften, wenn auch nicht voll besetzten VW-Arena gehörten die ersten 20 Minuten allerdings den Gästen.

In der 19. Minute hatte Marcel Heller sogar die Chance zur Frankfurter Führung, traf aus 20 m halblinker Position aber nur den Pfosten.

Frankfurts Trainer Michael Skibbe sieht die Leistung seiner Mannschaft gar nicht so schlecht: "Abgesehen vom Ergebnis bin ich mit dem Auftritt meiner Mannschaft gar nicht so unzufrieden. In der Halbzeit musste ich zwar meiner Enttäuschung über die letzten 25 Minuten vor der Pause Luft machen, aber in der zweiten Halbzeit haben wir ganz gut dagegen gehalten."

Großchance Dzeko

Besser machte es zwei Minuten später Misimovic, der eine schöne Vorlage des zukünftigen Stuttgarters Christian Gentner aus kurzer Distanz verwandelte.

Nach einer knappen halben Stunde hatte Dzeko dann die erste Großchance zu seinem 22. Saisontreffer.

Nach einer Flanke von Misimovic kam er aus sechs Meter frei zum Kopfball, beförderte die Kugel jedoch über das Tor (28.).

Wölfe spielbestimmend

Nach dem 2:0 durch Riether, der eine Hereingabe von Gentner einnickte, kam der Angreifer dann aber doch zu seinem Recht.

In der 34. Minute schloss er eine schöne Einzelaktion am Frankfurter Strafraum mit dem 3:0 durch einen Schuss aus 15 m ab.

Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Gastgeber klar spielbestimmend, verpassten es aber, weitere Tore nachzulegen.

Chancen über Chancen

Dzeko (52./53.), Sturmpartner Obafemi Martins (59./71.) und Misimovic (67./68.) vergaben gleich ein halbes Dutzend guter Möglichkeiten.

Beste Spieler im Team von VfL-Trainer Lorenz-Günther Köstner, der die Mannschaft zum letzten Mal betreute, waren Misimovic und Gentner.

Bei der Eintracht konnten mit Abstrichen Heller und Benjamin Köhler gefallen.

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