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Torsten Frings (r.) verhindert das frühe 0:1 durch Ruud van Nistelrooy © getty

Mit einem 1:1 gegen den Rivalen kommt Bremen in die Champions-League-Qualifikation. Hamburg schaut bei der Europa League nur zu.

Bremen - Jubel bei Werder Bremen, Enttäuschung beim Hamburger SV:

Nach einem 1:1 (0:0) im 92. Bundesliga-Nordderby hat nur der deutsche Pokalsieger sein Saisonziel erreicht. Mit diesem Punktgewinn sicherten sich die Platzherren Rang drei und damit die Chance zur Qualifikation für die Champions League. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Der HSV hingegen verpasste den sechsten Tabellenplatz und damit eine Teilnahme in der Europa League.

Bremer Torschütze war wieder einmal Claudio Pizarro. Der Peruaner erzielte in der 58. Minute auf Vorarbeit von Clemens Fritz aus kurzer Distanz nicht nur seinen 16. Saisontreffer, sondern auch das 133. Bundesligator seiner Karriere.

Damit egalisierte der Südamerikaner die Bestmarke des Brasilianers Giovane Elber als bislang alleiniger bester ausländischer Torjäger der Liga. Für den Ausgleich sorgte Ruud van Nistelrooy (82.).

Vor 41.150 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion suchten beide Mannschaften von der ersten Minute an ihr Heil in der Offensive. Nach einer kurzen Phase des Abtastens erarbeiteten sich die Gäste die erste Torgelegenheit:

Wiese pariert zur Ecke

Van Nistelrooy kam freistehend zum Kopfball, Werder-Torhüter Tim Wiese konnte den Ball jedoch zur Ecke abwehren. Danach hatte der deutsche Pokalsieger binnen 60 Sekunden gleich zweimal die Gelegenheit, in Führung zu gehen.

In der zwölften Minute parierte HSV-Keeper Frank Rost einen Flachschuss von Nationalspieler Mesut Özil, nach der anschließenden Ecke scheiterte Naldo mit einem Heber an Rost.

Der stets anspielbereite van Nistelrooy sorgte in der 17. Minute erneut für Gefahr vor dem Tor der Bremer. Ex-Nationalspieler Torsten Frings, vor der Partie als "Spieler des Monats April" geehrt, konnte einen gefährlichen Schuss des Niederländers in letzter Sekunde abblocken.

Pizarro trifft den Pfosten

Eine Minute vor dem Pausenpfiff traf der Peruaner Claudio Pizarro per Kopfball nur den rechten Torpfosten.

Nach dem Seitenwechsel kam der HSV zur ersten Einschussmöglichkeit. Van Nistelrooy schlich sich in der 52. Minute geschickt davon, sein Kopfball verfehlte das Bremer Tor nur um einen knappen halben Meter.

Danach allerdings nahm die Bremer Überlegenheit immer mehr zu. Eine Woche vor dem Pokalendspiel in Berlin gegen den neuen Deutschen Meister Bayern München gingen die in Bestbesetzung angetretenen Platzherren allerdings nicht volles Risiko.

HSV am Schluss gefährlich

So kam der HSV durch van Nistelrooys Treffer und eine Großchance durch Jerome Boateng (88.) sogar einem späten Sieg nahe, den Wiese verhinderte.

Mannschaftskapitän Frings und Mittelfeldspieler Philipp Bargfrede waren die stärksten Akteure bei den Bremern.

Herausrangende Akteure bei den Gästen waren der nur schwer zu kontrollierende van Nistelrooy, der in der 65. Minute noch einmal an Wiese scheiterte, sowie im Mittelfeld der emsige Spielführer David Jarolim.

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