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Kollektiv-Jubel: Der FC Bayern feiert die 22. Deutsche Meisterschaft © getty

Robben sorgt bei der Bayern-Party mit zwei Toren fürs i-Tüpfelchen. Während Hertha absteigt, erhalten die Münchner die Schale.

Berlin - Unter dem tosenden Beifall von mehr als 70.000 Besuchern hat Bayern-Kapitän Mark van Bommel im Berliner Olympiastadion die Meisterschale entgegengenommen.

Ligaverbands-Präsident Reinhard Rauball überreichte dem Mittelfeldspieler des neuen Deutschen Meisters die elf Kilogramm schwere Trophäe 234347(die Bilder).

Bayern konnte zuvor durch das 3:1 im letzten Saisonspiel bei Absteiger Hertha BSC den Gewinn des 22. Meistertitels perfekt machen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle) .

Zu den Zuschauern gehörte auch Trainer Jose Mourinho von Inter Mailand, dem Gegner von Bayern München am 22. Mai im Champions-League-Finale von Madrid.

Nacheinander stemmten die Bayern-Profis die Schale in den bewölkten Berliner Himmel und formierten sich unter den Klängen von Queens "We are the champions" zum Siegerfoto.

Anschließend folgten die obligatorischen Bierduschen, von denen auch Bayern-Trainer Louis van Gaal nicht verschont blieb.

"Das war kein Problem, es hat Spaß gemacht", sagte der Niederländer, der vorsichtshalber in der Pause seinen feinen Anzug gegen einen Freizeitdress getauscht hatte.

Er bilanzierte: "Es ist wichtig, dass wir alles gewonnen haben. Wir haben die beste Abwehr, den besten Angriff und sind hochverdient Meister geworden. Es ist gut, dass wir hier siegreich waren und im Rhythmus geblieben sind. Heute wird ausgiebig gefeiert."

Olic erzielt ersten Treffer

Ivica Olic (29.) und Arjen Robben (74./87.) hatten zuvor die Tore für die Bayern erzielt. Für Hertha hatte Adrian Ramos (59.) getroffen.

Die Bayern hatten den Titel schon vor dem letzten Spiel bei drei Punkten und 17 Toren Vorsprung auf Vizemeister Schalke 04 nahezu sicher.

Hertha BSC konnte auch im letzten Saisonspiel nur wenig überzeugen. Die Berliner, 29 Spieltage in Folge Schlusslicht der Bundesliga, blieben auch im 16. Heimspiel in Serie ohne Sieg und steigerten den Negativ-Rekord von Tasmania Berlin aus der Saison 1965/66.

Friedhelm Funkel setzte in seinem wohl letzten Spiel als Hertha-Trainer auf eine defensive Ausrichtung.

Der griechische Torjäger Theofanis Gekas saß zunächst nur auf der Bank. Ramos begann als einzige Spitze. Neu ins Team rückte der laufstarke Marc Stein, der aber mit der Bewachung von Franck Ribery überfordert war.

Butt zeichnet sich aus

In der 12. Minute tanzte Ribery Stein zum ersten Mal auf dem linken Flügel aus und legte den Ball nach Innen auf Ivica Olic, doch der Kroate scheiterte an Schlussmann Jaroslav Drobny.

Der engagierte Ribery agierte auffallend mannschaftsdienlich und leitete mehrere gefährliche Szenen ein. In der 30. Minute prüfte er Drobny mit einem Fernschuss.

Zwei Tage nach seiner Nominierung für den vorläufigen WM-Kader konnte sich auch Bayerns Keeper Jörg Butt mehrfach auszeichnen. Zunächst rettete er vor dem anstürmenden Lukasz Piszczek, dann parierte er klasse Lewan Kobiaschwilis Freistoß und Raffaels Weitschuss.

In der 59. Minute fiel dann der Gegentreffer durch Ramos, der nach einer Flanke von Cicero aus kurzer Distanz einschoss.

Danach wurde Ribery ausgewechselt. Den Fans war es egal, sie feierten ihre Mannschaft 90 Minuten mit dem durchgängigen Schlachtruf ("Deutscher Fußball-Meister FCB").

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