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Nürnbergs Stürmer Christian Eigler (l.) ging gegen Köln leer aus © getty

Der Club verhindert zwar gegen den 1. FC Köln den direkten Abstieg, muss aber nach Hannovers Sieg in die Relegation.

Nürnberg - Der 1. FC Nürnberg hat den achten Abstieg aus der Bundesliga erst einmal abwenden können, muss aber weiter gehörig zittern.

Ein 1:0 (0:0) gegen den 1. FC Köln reichte dem Club am letzten Spieltag nicht, um wie erhofft direkt die Klasse zu halten.

Die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking muss als Tabellen-16. nun am 13. und 16. Mai gegen den Zweitligadritten FC Augsburg nachsitzen. Den Siegtreffer für die Gastgeber erzielte Andreas Ottl in der 88. Minute mit einem sehenswerten Freistoß.

Hecking glaubt an die Rettung

"Es tut gut, dass wir unseren Negativlauf gestoppt haben", zeigte sich Nürnbergs Trainer Dieter Hecking nach dem Spiel erleichtert.

Der Coach blickte bereits voraus auf die Relegation gegen den Zweitliga-Driten: "Jetzt müssen wir über einen Umweg den Klassenerhalt sichern. Ich bin aber nach wie vor überzeugt, dass wir das schaffen können. Wir müssen jetzt alle Kräfte bündeln, um gegen Augsburg das bessere Ende für uns zu haben."

Gute Erfahrung mit Relegation

In der vergangenen Saison hatte der 1. FCN über den Umweg Relegation den Aufstieg ins Oberhaus geschafft.

Allerdings muss sich der Club, der aus den letzten sieben Bundesligaspielen nur magere sechs Pünktchen holte, im bayerischen Derby gegen Augsburg gehörig steigern, um nicht doch wieder als Rekordabsteiger in den Fußball-Annalen geführt zu werden. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

FC macht nur das Nötigste

Die Kölner, die bereits seit Wochen den Klassenerhalt in der Tasche haben, taten nur das Nötigste, was letzlich nicht zum Punktgewinn reichte.

"Wir wollten uns mit einer guten Leistung verabschieden. Das ist uns nicht gelungen. Wir haben zu wenig investiert, vor allem im Spiel nach vorne", analysierte Trainer Zvonimir Soldo.

Spielerisch schwach, kämpferisch stark

Vor allem spielerisch offenbarten die nervös wirkenden Franken in einer schwachen Partie gegen Köln erhebliche Mängel.

Kämpferisch war dem Club dagegen vor 48.548 Zuschauern in der ausverkauften Arena diesmal kein Vorwurf zu machen.

Nach dem 0:4 in Hamburg am vergangenen Wochenende hatten sich die FCN-Profis noch harte Kritik gefallen lassen müssen, weshalb Hecking gezwungen war, sein Team vor dem Köln-Spiel ausdrücklich in Schutz zu nehmen. Es sei "kein charakterloser Haufen", meinte er.

Keine Ideen

Gegen Köln, waren die Nürnberger von Beginn an feldüberlegen.

Es fehlten aber zunächt Ideen, Tempo und Entschlossenheit, um die dicht gestaffelte und meist gut organisierte Abwehr der Rheinländer zu knacken.

Köln ohne Podolski

Ein Schüsschen von Mike Frantz in der 12. Minute war so in der ersten Hälfte die einzige Ausbeute. Faryd Mondragon hatte dabei keine Probleme.

Die beste Chance im ersten Durchgang hatten die meist sehr zurückhaltend agierenden Rheinländer, die ohne den angeschlagenen Nationalspieler Lukas Podolski in Nürnberg antraten.

Einen gefährlichen Freistoß von Zoran Tosic konnte Raphael Schäfer aber parieren (43.).

Ottl trifft in den Winkel

Nach dem Wechsel wurden die Aktionen des 1. FCN zunächst etwas zwingender. Einen Schuss des eingewechselten Eric Choupo-Moting klärte Maniche in höchster Not (49.). Kurz danach verfehlte Dominic Maroh nach einem Fehler von Mondragon das Tor.

Der Kölner Keeper machten diesen aber wieder gut, als er in der 62. Minute einen Gewaltschuss von Javier Pinola abwehrte.

Danach verflachte die Partie wieder, ehe Ottl den Ball zum 1:0 in den Winkel platzierte.

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