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Edin Dzeko (l.) zeigt mit Kollege und Vorjahressieger Grafite die Torjägerkanone © getty

Dank seines Treffers gegen Frankfurt gewinnt der Wolfsburger das Fernduell mit Kießling und kündigt eine große Party an.

Wolfsburg - Vor einem Jahr feierten sie den Titelgewinn, diesmal Torschützenkönig Edin Dzeko:

Am Ende einer verkorksten Saison, die der VfL Wolfsburg als schlechtester Vorjahresmeister seit 16 Jahren abschloss, gab zumindest der bosnische Stürmerstar den Niedersachsen Grund zum Jubeln. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Mit seinem 22. Saisontreffer beim 3:1 (3:0) gegen Eintracht Frankfurt entschied Dzeko das Fernduell mit Bayer Leverkusens Stefan Kießling (21) für sich und gewann nach dem Brasilianer Grafite als zweiter Wolfsburger in Folge die Torjäger-Kanone.

"Das bedeutet mir sehr viel. Letztes Jahr war ich Zweiter hinter 'Graffa', aber da waren wir Meister. Diesmal war die Saison enttäuschend, aber die Kanone trotzdem gewonnen zu haben, ist für mich etwas ganz Besonderes", sagte der 24-Jährige.

Die Trophäe widmete er dabei kurzerhand seinen Lieben in der Heimat: "Meine Familie war immer für mich da. Sie hat mich in all den Jahren unterstützt. Aber mein Dank gilt auch der Mannschaft und den Fans."

Die Dankesworte klangen dabei fast schon nach Abschied. Schließlich gilt Dzekos Wechsel zu einem europäischen Topklub fast schon als sicher.

"Es kann sein, dass es mein letztes Spiel für den VfL war, aber noch steht nichts fest", sagte der Angreifer.

Dzeko gibt einen aus

Als ernsthafte Kandidaten gelten angesichts der hohen Ablöse von 40 Millionen Euro vor allem der FC Chelsea und Real Madrid:

"Natürlich möchte ich so schnell wie möglich Klarheit, und es wäre auch toll, wieder international zu spielen, aber im Moment kann ich nur abwarten", so Dzeko, der am Samstagabend erst einmal seine Torjäger-Kanone "begießen" wollte: "Das wird gefeiert - alles geht auf mich!"

Zeit zum Feiern hatte VfL-Manager Dieter Hoeneß indes nicht.

Der Vorsitzende der Geschäftsführung konnte in der Trainerfrage auch am Samstagabend noch nichts Offizielles verkünden und geriet so mit seinem selbst auferlegten Zeitplan ("Entscheidung bis zum Wochenende") in Verzug.

"Wenn es nur nach uns ginge, würde es eine schnelle Entscheidung geben. Aber noch ist von unserer Seite nichts bekannt zu geben", sagte Hoeneß.

Köstner: "Versöhnlicher Abschluss"

Interimscoach Lorenz-Günther Köstner, der das Amt nach der Entlassung von Armin Veh Ende Januar übernommen hatte, übergab die Geschäfte immerhin mit einem abschließenden Sieg und wurde dafür von den Fans lautstark gefeiert.

"Wir haben nicht alle Ziele erreicht, aber wir haben einen versöhnlichen Abschluss geschafft.

Trotzdem tut es mir leid, dass wir in der Bundesliga und der Europa League nicht besser abgeschnitten haben", so der 58-Jährige.

Eintracht rutscht ab

Der Erfolg gegen Frankfurt durch Tore von Zvjezdan Misimovic (21. Minute), Sascha Riether (30.) und Dzeko (34.) bei einem Gegentreffer von Halil Altintop (86.) sicherte dem VfL zumindest Platz acht.

Die Eintracht rutschte dagegen noch um einem Rang auf Platz zehn ab.

"Abgesehen vom Ergebnis bin ich mit dem Auftritt meiner Mannschaft gar nicht so unzufrieden", sagte Trainer Michael Skibbe, dessen Team zuletzt fünfmal in Folge nicht gewann:

"Es ist schade, dass wir am Ende etwas auf der Stelle getreten sind. Aber das bietet uns die Möglichkeit, uns nächste Saison weiter zu verbessern."

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