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Christian Ziege ist seit März 2007 Sportdirektor bei den "Fohlen" © getty

Borussia Mönchengladbachs Sportdirektor Christian Ziege hält weitere Zugänge für möglich, befürchtet aber den Abgang eines Shootingstars.

Mönchengladbach - Mit gezielten Verstärkungen und kleinen Schritten will sich Borussia Mönchengladbach wieder in der Bundesliga etablieren.

"Es geht nicht darum, Namen einzukaufen und mit den Millionen um uns zu schmeißen. Die Spieler müssen von ihrer Qualität und charakterlich zu uns passen", sagte Sportdirektor Christian Ziege.

Der 72-malige Nationalspieler, der derzeit am DFB-Trainerlehrgang teilnimmt, hat seine Hausaufgaben gemacht. Die Aufstiegsmannschaft, die nach dem Abstieg die sofortige Rückkehr in die Bundesliga geschafft hat, wurde nur punktuell verstärkt.

Im Gegensatz zu früheren Jahren verzichete der dreimalige Pokalsieger auf spektakuläre und teure Neuzugänge.

Neue Hoffnungsträger

Karim Matmour kommt von Zweitligist SC Freiburg, der Israeli Gal Alberman wechselte von Beitar Jerusalem zum Traditionsklub an den Niederrhein.

Jan-Ingwer Callsen-Bracker sammelte bei Bayer Leverkusen schon Erstligaerfahrung und Jean-Sebastien Jaures spielte zuletzt bei AJ Auxerre in Frankreich.

Weitere Zugänge möglich

"Wir haben aber noch bis zum 31. August die Möglichkeit nachzulegen, da kann es schon sein, dass noch ein Spieler dazukommt", meinte Ziege, dessen erfolgreiche Arbeit seit März 2007 mit der Vertragsverlängerung bis 2011 belohnt wurde.

Ob die Fans dann auch wieder internationalen Fußball im Borussia-Park erleben können, ließ der 36-Jährige offen. Zunächst sei das Ziel der Klassenerhalt.

Dann müsse man sich in der Liga etablieren. Der nächste Schritt sei, international zu spielen, aber davon sei man noch weit entfernt, so Ziege, der einräumt, dass der zweimalige Uefa-Cup-Sieger besonders in Europa immer noch einen großen Namen habe.

Ziege hofft auf Shootingstar Marin

Große Hoffnungen setzt Ziege in der kommenden Saison, die für die Gladbacher mit einem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart beginnt, in Jung-Nationalspieler Marko Marin.

"Er hat die Entwicklung genommen, die wir uns vorgestellt haben. Jetzt kennen ihn die Leute. Daher wird es für ihn ein Stück weit schwieriger. Ich glaube aber, dass seine Entwicklung so weitergeht, da er ein bodenständiger Typ ist und nicht abhebt", erklärte der Europameister von 1996.

"Man darf nicht blauäugig sein"

Allerdings fürchtet Ziege auch einen frühzeitigen Abgang Marins. "Im Fußball darf man nicht blauäugig sein. Wenn er so weiterspielt, werden andere Klubs kommen und versuchen ihn wegzuholen."

Ausdrücklich lobte der Sportdirektor den niederländischen Trainer Jos Luhukay. Er sei kein Selbstdarsteller. Er könne auf die Spieler sehr gut eingehen und habe eine gute Ansprache.

So könne man auch die wirtschaftlichen Nachteile gegenüber anderen Klubs wettmachen. Ziege betonte aber, dass die Borussia nach dem Aufstieg gut aufgestellt sei: "Wir sind ein gesunder Verein."

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