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Glücklich mit Zigarre (v.l.): Uli Hoeneß, Karl Hopfner und Karl-Heinz Rummenigge © imago

Die Meister-Nacht des FC Bayern: Der Vereinsboss hält bis in den frühen Morgen durch. "Feier-Biest" van Gaal zieht noch weiter.

Vom FC Bayern berichtet Daniel Rathjen

München - Der Anzug saß.

Doch Karl-Heinz Rummenigge wirkte am Sonntagmorgen dennoch ein wenig angeschlagen.

Die lange Meister-Nacht des FC Bayern hatte ihre Spuren hinterlassen 234347(die Bilder).

"Ich bin um 4 Uhr gegangen", sagte der Vereinsboss im SPORT1-Doppelpass mit etwas beschlagener Stimme und schmunzelte (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Bei der Party bei "Feinkost Käfer", bei der die Profis auch ihre Familien mitbringen konnten, gab es keine Sperrstunde.

"Feier-Biest" Louis van Gaal soll zu später Stunde noch mit einigen Spielern in die Disco "Baby!" weitergezogen sein.

Schon vorher hatte der Erfolgscoach angekündigt: "Normalerweise mache ich bei solchen Feiern das Licht aus."

"Einfach unglaublich"

Den 58-Jährigen kann in diesen Tagen ohnehin nichts mehr umwerfen.

"Diese Meisterschaft ist einfach unglaublich. Es war schwierig, weil ich als neuer Trainer die anderen Teams nicht kannte", sagte er nach dem 3:1 am Samstag gegen Hertha BSC.

"Ich habe es in Barcelona geschafft und jetzt hier als erster niederländischer Meistertrainer. Darauf bin ich sehr stolz."

Van Gaal will weiter Bundestrainer werden

Er spielt übrigens weiter mit dem Gedanken, nach seiner Zeit beim FC Bayern die deutsche Nationalmannschaft zu übernehmen.

Er wolle "Nationaltrainer eines Landes werden, das eine Chance hat, ein Turnier zu gewinnen."

"Ich bin ein Gewinner. Deshalb werde ich nicht mit Costa Rica oder Island antreten", sagte der Niederländer dem "Focus".

Zunächst wird jedoch der Titel gebührend gefeiert, am Sonntag ging die Meister-Party in die Verlängerung.

Autokorso zum Marienplatz

Das am Vormittag geplante Training wurde nach der langen Nacht abgesagt. Gegen 14 Uhr startet ein Autokorso vom Trainingsgelände an der Säbener Straße zum Rathaus am Marienplatz.

Erst nachdem die "Salatschüssel" den Fans präsentiert wurde, konzentrieren sich die Bayern wieder auf das Triple.

Der Coach freut sich schon seit geraumer Zeit auf die Feierlichkeiten.

"Ich finde das sehr schön", sagte er, wobei seine Messlatte auch recht hoch liegt.

Das Triple im Blick

"Die schönste Feier habe ich in Amsterdam erlebt, nach dem Champions-League-Sieg 1995. Wir haben eine Bootsrundfahrt gemacht und die Leute standen an den Grachten. Eine Million Menschen, ihre Freude war unglaublich", sagte der Coach, und fügte lächelnd an:

"Das wird hier vielleicht nach dem Champions-League-Finale auch passieren."

Sportlich werden die noch anstehenden Finals gegen Werder im DFB-Pokal und Inter in der "Königsklasse" noch einmal eine Herausforderung.

"Wichtig ist es für mich, eine gute Wahl zu treffen in Bezug auf die Taktik und auf die Spieler, damit jeder seine beste Leistung zeigen kann", blickte van Gaal voraus.

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