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Franck Ribery wechselte 2007 von Olympique Marseille zum FC Bayern © imago

Der Franzose wird von den Fans gefeiert, die "Bayern-Familie" kämpft für ihn. Jetzt wird offenbar die gewünschte Wirkung erzielt.

Vom FC Bayern berichten Daniel Rathjenund Christian Ortlepp

München - "Ca va?", fragte ihn Uli Hoeneß freundlich lächelnd und wies ihm den Weg zum Meister-Balkon.

Der Präsident wich Franck Ribery am Party-Wochenende kaum von der Seite.

Das Umwerben des Superstars ist Chefsache beim FC Bayern.

Und Ribery scheint das wertzu- schätzen. Vor 25.000 Fans auf dem Marienplatz stimmte er das "Humba" an, reckte die Meisterschale in die Höhe und ließ sich feiern 234960(die Bilder)

"Ribery! Ribery! Ribery!", schallte es dem Franzosen entgegen. Erfolge schweißen zusammen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Und die Chancen, dass "König Franck" seinen am 30. Juni 2011 endenden Vertrag beim FC Bayern vorzeitig verlängert, stehen jetzt sehr gut.

Nach SPORT1-Informationen haben beide Seiten bereits Einigkeit erzielt, die aber erst nach der Klärung letzter Details vermutlich nach dem DFB-Pokalfinale offiziell verkündet werden soll. Gegenüber Freunden soll der 27-Jährige das schon bestätigt haben.

Bereits Einigkeit?

Und auch auf dem Rathaus-Balkon schien es so, als ob Ribery die freudige Kunde verkünden wollte.

Im Feierrausch griff er zum Mikrofon von Moderator Stephan Lehmann und wurde erst im letzten Moment abgehalten. Hoeneß raunte ihm etwas zu.

Später folgte die Erklärung: "Da haben wir sicherlich nicht über Geld gesprochen, diese Diskussionen sind dann doch etwas handfester", betonte der Präsident.

Und Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge ergänzte im SPORT1-Doppelpass: "Finale Gespräche haben noch nicht stattgefunden, aber wir sind sehr, sehr optimistisch, dass Franck bei uns bleibt."

Auch für Sportdirektor Christian Nerlinger ist die Verlängerung offenbar nur noch Formsache. "Wir können da sehr entspannt sein", erklärte er am Montag.

Hoffnung auf Champions League

Die Energien scheinen die Münchner daher nun darauf zu richten, Ribery doch noch einen Einsatz im Champions-League-Finale gegen Inter Mailand am 22. Mai zu ermöglichen.

Rummenigge setzt große Hoffnungen auf den Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof, der am 18. Mai über eine Reduzierung der Drei-Spiele-Sperre entscheiden wird.

"Die Chancen stehen 50:50, aber beim CAS spielt im Gegensatz zur UEFA die Politik keine Rolle", weiß Rummenigge.

Volle Rückendeckung vom FCB

Neben dieser Rückendeckung weiß es Ribery zu schätzen, dass der Verein hinter dem Mittelfeldspieler stand, als der wegen der Sex-Affäre im französischen Nationalteam in die Kritik geriet.

"Der FC Bayern ist eine große Familie - Franck ist ein Teil davon", hebt Rummenigge oft hervor.

Und was sagt Ribery? "Ich bin zufrieden", antwortete er auf Nachfrage von SPORT1 beim Verlassen des Rathauses.

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