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Stefan Kießling erzielte in drei Länderspielen noch kein Tor, in der Liga traf er 21-mal © getty

Stefan Kießling ist der SPORT1-Spieler der Saison. Bei SPORT1 spricht der Leverkusener über die Saison und blickt auf Südafrika.

Von Thorsten Mesch und Martin Volkmar

München - Er ist die Nummer 1, auch wenn es am Ende zu keinem Titel gereicht hat.

Stefan Kießling war sowohl nach seinem Notenschnitt als auch nach seinen Nominierungen für die SPORT1-Elf des Spieltags (acht Mal) der beste Spieler der abgelaufenen Bundesliga-Saison. 235923(DIASHOW: Die SPORT1-Elf der Saison)

Ein kleiner Trost für den 26-Jährigen, der nach dem Formknick von Bayer Leverkusen in der Schlussphase noch knapp die Champions League und zudem mit einem Tor weniger als Edin Dzeko die Torjäger-Kanone verpasste.

Nun will es der 21-fache Torschütze mit der Nationalmannschaft besser machen und bei der WM in Südafrika möglichst bis zum Ende dabei sein.

Donnerstag gegen Malta

Dazu traf sich die DFB-Auswahl am Mittwoch in Düsseldorf zur Vorbereitung, die am Donnerstag mit dem Test-Länderspiel in Aachen gegen Malta (ab 17.30 Uhr LIVE) startet.

Im SPORT1-Interview zieht Kießling seine Saison-Bilanz, spricht über die Perspektiven der Leverkusener und die Ziele bei der WM. 233646(DIASHOW: Der vorläufige WM-Kader)

SPORT1: Glückwunsch: Sie sind bester Spieler der Saison bei SPORT1. Was bedeutet Ihnen diese eine Auszeichnung?

Stefan Kießling: Natürlich freut man sich, wenn man in einer Beurteilung weit vorne landet. Wichtiger ist mir allerdings, was mein Trainer von meiner Leistung hält. Und da hat Jupp Heynckes sich ja recht löblich über mich geäußert.

SPORT1: Ist eine solche Auszeichnung auch eine kleine Entschädigung für die verpasste Torjägerkanone?

Kießling: Im Fußball ist die Leistung des Einzelnen nicht immer ausschlaggebend. Es hat auch schon Torschützenkönige gegeben, die gegen den Abstieg gespielt haben. Und was nützt dir die beste persönliche Bewertung, wenn deine Mannschaft nichts reißt? Grundsätzlich schaue ich auf das, was meine Mannschaft erreicht.

SPORT1: Leverkusen hat Platz 3 und damit die Champions-League-Qualifikation knapp verpasst. Sind Sie darüber enttäuscht, oder überwiegt die Zufriedenheit mit dem Erreichten?

Kießling: Wir können zufrieden sein, auch wenn sogar noch mehr drin gewesen wäre als die Europa League. Man darf nicht vergessen, unter welchen Umständen wir das erreicht haben. Wir hatten viele Verletzte, eine sehr junge, teils unerfahrene Mannschaft. Im Endeffekt ist das schon in Ordnung so.

SPORT1: Was kann Bayer 04 mit seiner jungen Mannschaft in den kommenden Jahren erreichen?

Kießling: Ich traue uns einiges zu. Deshalb habe ich meinen Vertrag ja auch verlängert. Wenn ich das Gefühl hätte, hier keine Titel gewinnen zu können, dann hätte ich das nicht getan.

SPORT1: Joachim Löw hat angekündigt, keinen der sechs Stürmer aus dem WM-Kader zu streichen. Sind Sie erleichtert oder waren Sie sich sicher?

Kießling: Ich habe mich ehrlich gesagt bis zum Ende der Bundesligasaison damit gar nicht befasst. Für mich zählte zunächst einmal Bayer. Jetzt bin ich natürlich froh, dass ich sicher dabei bin. Aber ich denke, dass ich mir das auch verdient habe.

SPORT1: Was nehmen Sie sich persönlich und mit der Mannschaft für Südafrika vor?

Kießling: Wir wollen weit kommen, und ich denke, das werden wir auch. Deutschland ist immer für vordere Plätze gut, die anderen Mannschaften haben großen Respekt vor uns. Ich will meinen Teil dazu beitragen. Ich werde alles geben, um der Mannschaft zu helfen.

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