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Nürnbergs Maroh (l.) und Brinkmann bekamen es im Zweikampf miteinander zu tun © getty

Die Nürnberger schlagen Augsburg im Hinspiel der Relegation. Die Augsburger halten aber in einem umkämpften Spiel lange dagegen.

Nürnberg - Rekord-Absteiger 1. FC Nürnberg darf dank Christian Eigler vom Verbleib in der Bundesliga träumen.

Der Stürmer erzielte am Donnerstagabend in der 84. Minute das goldene Tor zum 1:0 (0:0) Nürnbergs im Relegations-Hinspiel gegen den Zweitliga-Dritten FC Augsburg und verschaffte den Franken eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am Sonntag.

Nürnberg reicht nun bereits ein Unentschieden zum Liga-Verbleib. (DATENCENTER: Ergebnisse)

Eigler kann für den Club wieder Gold wert sein, er traf im vergangenen Jahr in beiden Relegationsspielen gegen Energie Cottbus.

Hecking: "Wir wussten, es wird schwer"

Nürnbergs Trainer Dieter Hecking analysierte nach der Partie:

"Wenn man Augsburg in den Pokalspielen gegen Bundesliga-Gegner gesehen hat, wusste man, dass es schwer wird. Es ist klar, dass wir Geduld haben mussten. Aber die Augsburger wurden am Ende müde."

Augsburgs Jos Luhukay sagte: "Wir haben uns in der ersten Hälfte nicht versteckt, es fehlten aber ein paar Zentimeter, um zum Abschluss zu kommen. Nürnberg hat in der zweiten Hälfte das Tempo hochgehalten, wir kamen dann nicht mehr gut raus."

Und er fügte an: "Wir haben das Auswärtstor hier zwar nicht erzielt. Aber wir werden im Rückspiel alles tun, um das Ding noch zu drehen."

Choupo-Moting spielt von Anfang an

"Machts noch einmal" war die Überschrift im Stadion-Magazin des neunmaligen deutschen Meisters vor dem Spiel um die letzte Bundesliga-Chance.

Ein Jahr nach dem überzeugenden Aufstieg in der Relegation gegen Cottbus hatte FCN-Trainer Dieter Hecking überraschend Aufstiegsheld Marek Mintal auf die Bank gesetzt, dafür spielte Eric Choupo-Moting.

Diese Personalmaßnahme brachte jedoch zunächst gar nichts, denn Pokal-Halbfinalist Augsburg hatte im emotionalen Bayern-Duell anfangs mehr Spielanteile.

Baier mit der Chance

Die Gäste wirkten entschlossener und kombinationssicherer, vor allem Torschützenkönig Michael Thurk sorgte für Unruhe.

Nach neun Minuten strich ein Distanzschuss von Daniel Baier knapp am Tor der Gastgeber vorbei, in der 15. Minute fehlten bei einem Freistoß von Axel Bellinghausen fast von der Mittellinie nur ein paar Zentimeter.

Und in der 22. Minute kam Thurk nach einem schönen Spielzug nicht perfekt zum Kopfball.

Nürnberg mit mäßigem Start

Die enttäuschenden Gastgeber fanden trotz der überwältigenden Unterstützung von 40.509 Fans erst nach etwa 25 Minuten halbwegs ins Spiel.

Zwar gab es kaum vernünftige Kombinationen, aber gleich drei hochkarätige Torchancen.

Zunächst wurde Albert Bunjaku in letzter Sekunde abgeblockt (25.).

Dann hielt FCA-Keeper Simon Jentzsch einen Kopfball von Ilkay Gündogan (28.).

Die dickste Gelegenheit vergab dann erneut Torjäger Bunjaku, der freistehend aus kürzester Distanz einen Kopfball über das Tor jagte (36.).

FCN drängt Augsburg in eigene Hälfte

Nach dem Wechsel kam Nürnberg entschlossener aus der Kabine und drängte die nun gänzlich auf das 0:0 fixierten Gäste zunehmend in die Defensive.

Zwar fehlten in einer zerfahrenen Partie weiter die spielerischen Mittel, um Augsburg auszuspielen, aber vor allem nach Standardsituationen wurde es gefährlich. In der 56. Minute verhinderte Jentzsch mit einem Reflex bei einem Kopfball von Club-Kapitän Andreas Wolf das 0:1.

Danach kochten die Emotionen hoch.

Drei Gelbe Karten

Zunächst gab es nach einem harten Zweikampf ein handfeste Auseinandersetzung, die mit drei Gelben Karten endete.

Der Nürnberger Javier Pinola und Augsburgs Jonas de Roeck sind fürs Rückspiel gesperrt. In der 67. Minute parierte Gäste-Keeper Jentzsch einen Foulelfmeter von Bunjaku glänzend.

Zuvor war Choupo-Moting gefoult worden.

Beste Nürnberger waren Pinola und Eigler. Bei den Gästen überzeugten Jentzsch und Thurk.

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