vergrößernverkleinern
Duell aus dem Hinspiel: Augsburgs Daniel Brinkmann (r.) gegen Nürnbergs Dominic Maroh © imago

Im Relegationsrückspiel stellen sich beide Teams auf einen heißen Tanz ein. Vor allem Jentzsch und Gündogan stehen im Blickpunkt.

Von Hardy Heuer

München - Es ist das Alles-oder-Nichts-Spiel um den Sprung ins Oberhaus oder Abstieg - mit Vorteilen für den "Club":

Im zweiten Relegationsduell mit dem FC Augsburg gilt es für den 1. FC Nürnberg, den knappen 1:0 (0:0-Sieg aus dem Hinspiel ins Ziel zu retten (ab 17.45 Uhr im LIVE-TICKER) .

Die Franken stellen sich darauf ein, bei den Oberschwaben in der ausverkauften impuls arena noch mal alles geben zu müssen. (DATENCENTER: Ergebnisse)

"Ich habe die Augsburger daheim im Pokal gegen Köln und gegen 1860 München gesehen", sagt Nürnbergs Dieter Hecking. "Sie verstehen es, von Anfang an Druck auszuüben. Da müssen wir hellwach sein."

Luhukay: "0:1 ist überschaubar"

Trainer-Pendant Jos Luhukay wiederum glaubt fest daran, trotz der Auswärtsniederlage mit Augsburg den Aufstieg noch zu schaffen. "0:1 ist ein überschaubarer Rückstand. Wir haben noch alle Möglichkeiten, um unsere tolle Saison mit dem Aufstieg zu krönen", erklärt der Niederländer.

Dass die Partie ein echter Krimi wird, vermuten aber sowohl Luhukay als auch Hecking, der sagt: "Nur die Mannschaft, die die größere Siegermentalität an den Tag legt, wird etwas zu feiern haben."

SPORT1 präsentiert die weiteren Fakten:

Spieler im Fokus:

Christian Eigler (1. FC Nürnberg): Im Hinspiel erzielte der Offensiv-Allrounder den so wichtigen Siegtreffer kurz vor Spielende. Auch im Rückspiel bauen die Franken vor allem auf Eiglers Torriecher.

Simon Jentzsch (1. FC Augsburg): Nur dem Keeper ist es zu verdanken, dass die Augsburger nach dem Hinspiel nicht die Hypothek eines Mehr-Tore-Rückstands mit sich herumschleppen.

In Nürnberg zeigte Jentzsch viele Paraden, parierte zudem einen Elfmeter von Nürnbergs Top-Stürmer Albert Bunjaku.

Personal:

Augsburg muss auf Innenverteidiger Jonas De Roeck verzichten, der eine Gelb-Sperre abbrummt.

Als Ausrede will Luhukay das jedoch nicht gelten lassen: "Ich habe während der Saison bei Ausfällen nicht lamentiert und werde dies auch jetzt nicht machen. Wir werden das wegstecken und eine starke Truppe auf dem Platz haben."

Aber auch der Club schöpft keineswegs aus dem Vollen, muss gleich auf mehrere Stammkräfte verzichten müssen: Javier Pinola ist geperrt, Dennis Diekmeier (Muskelfaserriss) und Ilkay Gündogan (Knöchelverletzung) sind verletzt oder angeschlagen.

Vor allem auf Gündogans Genesung hofft Hecking: "Unsere medizinische Abteilung versucht zwar alles, aber es sieht schlecht aus."

Bilanz:

Erst dreimal trafen die beiden Mannschaften bisher aufeinander. Zweimal ging der Club als Sieger vom Platz, einmal gab es ein Remis.

Das sagen die Trainer:

Jos Luhukay (FC Augsburg): "Wir müssen uns jetzt mental und körperlich erholen und wollen dann in den restlichen 90 Minuten oder auch über die Verlängerung eine Kraftexplosion zeigen, um mit unseren Fans nach dem Spiel eine große Party feiern zu können."

Dieter Hecking (1. FC Nürnberg): "Die Jungs sind voll mit Adrenalin. Und am Sonntag wird die Mannschaft, die die größere Siegermentalität an den Tag legt, etwas zu feiern haben."

Voraussichtliche Aufstellungen:

Augsburg: Jentzsch - Reinhardt, Möhrle, Buck, Bellinghausen - Hegeler, Brinkmann - Baier, Traore - Thurk, Hain

Nürnberg: Schäfer - Judt, Wolf, Maroh, Bieler - Risse, Ottl, Frantz - Eigler, Bunjaku, Choupo-Moting

Schiedsrichter: Manuel Gräfe (Berlin)

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel