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Nürnbergs Ilkay Gündogan (r.) erzielt das wichtige 1:0 gegen Augsburg © getty

Gündogan erzielt ein ganz wichtiges Tor zum Erfolg des FCN in der Relegation gegen Augsburg. Bei SPORT1 schildert er den Treffer.

Aus Augsburg berichtet Mathias Frohnapfel

Augsburg - Zwei Tore hat Ilkay Gündogan bisher in der Bundesliga für den 1. FC Nürnberg geschossen und beides waren ganz wichtige Treffer:

Im Februar war der 19-Jährige beim 1:1 gegen die Bayern erfolgreich. Tore gegen den Erzrivalen aus München sind im Frankenland sehr hochangesiedelt.(DATENCENTER: Ergebnisse)

Jetzt erzielte Gündogan das wichtige Führungstor beim 2:0 über den FC Augsburg.

Der Erfolg in der Relegation bescherte dem Club den Klassenerhalt - auch dank des Gündogans Hammer aus 20 Metern.

Dabei ist Gündogan nicht allein Fußballprofi, sondern baut im Moment an seinem Abitur mit den Leistungskursen Mathe und Sport.

Im SPORT1-Interview beschreibt er den so wichtigen Treffer, verrät eine Schwäche und klärt über seine Sprunggelenksverletzung auf. (237912die Bilder des Spiels)

SPORT1: Herr Gündogan, mit welchem Vorsatz sind Sie in die Partie in Augsburg gegangen?

Gündogan: Ich hatte mir vorgenommen, ein gutes Spiel zu machen, einfach alles für den Erfolg zu tun. Das hat man diesmal aber von jedem einzelnen Spieler gesehen.

SPORT1: Sie haben das wichtige 1:0 erzielt. Gab es schon vor dem Spiel den Gedanken, sich mal ein Herz zu fassen und es aus der Distanz zu versuchen?

Gündogan: Bei mir ist es eigentlich so, dass ich zu selten aufs Tor schieße. Der Trainer und der Co-Trainer kritisieren das auch und sagen, dass ich öfter drauf halten soll. In der Aktion hatte ich freie Bahn und dann war der Ball zum Glück drin.

SPORT1: Sie haben sich zuletzt mit Problemen am Sprunggelenk geplagt. Wann war klar, dass Sie für die Partie in Augsburg fit sein würden?

Gündogan: Es stand am Samstag fest, dass es klappt. Ich möchte da der medizinischen Abteilung ein Riesenkompliment machen, sie haben alles dafür getan, dass ich hier dabei sein konnte. Alle haben super Arbeit geleistet.

SPORT1: Welchen Unterschied haben Sie zwischen dem 1. FC Nürnberg und dem Zweitligisten aus Augsburg gesehen?

Gündogan: Es war klar, dass die Augsburger versuchen würden, Druck aufzubauen und das erste Tor zu erzielen. Die Relegation aus dem letzten Jahr hat uns natürlich viel Erfahrung gegeben und wir haben da sehr viel mitgenommen. Im Endeffekt muss man sagen, dass der Sieg hochverdient an uns geht und wir zu Recht die Klasse halten.

SPORT1: Alle FCN-Spieler haben viel nach hinten gearbeitet. Wurde das von Trainer Dieter Hecking vor der Partie so vorgegeben?

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Gündogan: Wir wollten natürlich gut stehen und die Räume für Augsburg eng machen, aber wir wollten auch das erste Tor erzielen. Das eine Tor war sehr wichtig. Augsburg hätte dann schon drei Tore erzielen müssen, um den Sprung in die Bundesliga zu schaffen. Nach der Roten Karte war klar, dass wir das nicht mehr aus der Hand geben.

SPORT1: Was bedeutet es Ihnen in der nächsten Saison wieder in der Bundesliga zu spielen und sich dort zeigen zu können?

Gündogan: Das ist der Traum von jedem Fußballer, ich habe diese Möglichkeit jetzt wieder und freue mich sehr darüber. Ich möchte das, was ich diese Saison an Erfahrung gesammelt habe, dann einsetzen.

SPORT1: Sie gehen noch zur Schule, das Abitur ist in Planung. Wie gehen Sie mit der Doppelbelastung um?

Gündogan: Ich sehe das positiv, die Schule ist eine schöne Abwechslung zum Sport. Es macht Spaß, dort die Freunde zu sehen, mal abzuschalten vom Fußball. Ich sehe es nicht immer als Belastung an und ich bekomme vom Verein und allen Seiten viel Unterstützung.

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