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Michael Thurk wurde in der abgelaufenen Saison mit 23 Toren Torschützenkönig © getty

Augsburgs Thurk will sich nach dem Scheitern in der Relegation nicht unterkriegen lassen. Er macht den Fans ein Versprechen.

Von Mathias Frohnapfel

Augsburg - Ein Wagen mit vier Kisten Bier wurde am Sonntagabend in Richtung FCA-Kabine geschoben.

Es war aber kein Feiertrunk für die Augsburger, sondern eher ein Frustbier.

Denn auch in der nächsten Saison spielen sie zweitklassig.(DATENCENTER: Ergebnisse)

In der Relegation ist der Zweitligist am 1. FC Nürnberg gescheitert. Der Bundesligist entschied beide Partien für sich, gewann in Augsburg mit 2:0.(237912die Bilder des Spiels)

Auch die Augsburger Offensive um Torjäger Michael Thurk konnte dagegen nichts ausrichten.

"Natürlich sind wir enttäuscht, aber man muss fairerweise sagen, Nürnberg hat in beiden Spielen mehr gemacht", gibt der 33-Jährige zu.

Im SPORT1-Interview spricht Thurk über zerstörte Hoffnungen, ungeeignete Mittel im Spiel nach vorn und gibt gegenüber den Fans ein großes Versprechen ab.

SPORT1: Herr Thurk, am Ende ist für den FC Augsburg der Traum vom Aufstieg geplatzt. Wie wichtig war es dennoch, die Relegation erreicht zu haben? Sie hatten im Rückspiel ja auch ein tolles Publikum.

Thurk: Für die Region war es natürlich super schön, dass es in dieser Saison so gut lief, vorher haben wir uns immer erst kurz vor Schluss gerettet. Die Fans haben jetzt eine andere Seite vom FCA gesehen. Wir haben Blut geleckt. Da wollen wir nächste Saison weitermachen und noch ein bisschen besser werden.

SPORT1: Ibrahima Traore hat die Nerven nicht im Griff gehabt und Rot gesehen. Hat aus Ihrer Sicht die Erfahrung letztlich im Duell mit Nürnberg den Ausschlag gegeben?

Thurk: Was heißt Erfahrung? Er hat in ein paar Szenen nach der Pause von hinten einen Tritt bekommen. Dann ist er natürlich jung und unerfahren, darf sich aber nicht so gehen lassen. Das war nicht in Ordnung, aber er ist jung und macht eben auch mal einen Fehler.

SPORT1: In den ersten 30 Minuten hatte sich Ihr Team kaum eine Chance herausarbeiten können. Woran lag das?

Thurk: Das war ähnlich wie im Hinspiel in Nürnberg, als wir uns am Anfang die eine oder andere Möglichkeit hätten erspielen können. Dazu ist es leider nicht gekommen, weil wir den letzten Pass nicht präzise genug spielten. Gegen einen Bundesligisten musst du aus wenigen Gelegenheiten Tore machen.

SPORT1: Letztlich hat die FCA-Offensive in beiden Spielen kein Tor erzielt.

Thurk: Wir hatten auch zu Hause die eine oder andere Halbchance, aus der etwas hätte werden können. Aber du musst nun mal zielstrebig und präzise sein, das ist uns in beiden Spielen nicht gelungen.

SPORT1: Wie schwierig war es für Sie vorne im Sturmzentrum?

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Thurk: In Nürnberg war es okay, da hatten wir die eine oder andere Konterchance. Im Rückspiel war es jetzt sehr schwer. Wir haben viele lange Bälle gespielt, da ist es für mich als Spieler, der nicht so groß ist, nicht so leicht gegen größere Innenverteidiger. Da haben wir leider die falschen Mittel gewählt.

SPORT1: Hat der FCA nach der guten Zweitliga-Saison für die nächste Spielzeit nun von Anfang an das Selbstvertrauen, um oben mit zu mischen?

Thurk: Ja, ich denke, dass wir auch bei unseren Fans Hoffnungen geweckt haben und sie nächste Saison noch mehr hinter uns stehen werden.

SPORT1: In der nächsten Spielzeit könnte es für den FCA ein Vorteil sein, dass das Team eingespielt ist, zu großen Teilen ja so beisammen bleiben soll. Ist das noch ein Grund, optimistisch in die Zukunft zu schauen?

Thurk: Die abgelaufene Saison hat uns und den Fans auf jeden Fall riesig Spaß gemacht. Wir wollen nun von Anfang an richtig da sein und dann - wenn möglich - die Relegation umgehen.

SPORT1: Sie sind mit 23 Treffern der beste Zweitliga-Torjäger der Saison. Werden Sie sich für 2010/2011 eine neue Tormarke setzen?

Thurk: Nein, das habe ich diesmal auch nicht gemacht. Ich möchte einfach erfolgreich spielen. Eine Tormarke gibt es da nicht.

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