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Boubacar Sanogo (l.) spielt seine zweite Saison bei Werder Bremen © getty

Werder Bremen hat den Sieg schon vor Augen, doch Dortmund kommt in einer unglaublichen Schlussphase noch zurück.

Bremen - Spannende Schlussphase in Bremen: Claudio Pizarro traf in der 88. Minute zum 2:2 gegen Borussia Dortmund, profitierte aber von einem schweren Torwartfehler von Roman Weidenfeller.

In der ersten Minute der Nachspielzeit war der Südamerikaner gar zum 3:2 für Werder erfolgreich, doch das reichte nicht für einen Dreier.

Denn ausgerechnet der Ex-Bremer Mohamed Zidan (90.+2) schaffte das nicht mehr für möglich gehaltene 3:3 (0:0) für den BVB, der sich bis zur 88. Minute auf der Siegerstraße wähnte.

Frei zur Führung

Vor 42.100 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion gingen die Gäste in der 59. Minute durch einen von Alexander Frei verwandelten Foulelfmeter mit 1:0 in Führung.

Werder-Kapitän Frank Baumann hatte zuvor Sebastian Kehl regelwidrig zu Fall gebracht. Dem Ex-Nationalspieler gelang zwar in der 68. Minute per Kopfball der 1:1-Ausgleichstreffer, doch nur vier Minuten später erzielten die Westfalen ihren zweiten Treffer durch den eingewechselten Mats Hummels.

Es folgte die turbulente Schlussphase mit drei Toren zum 3:3-Endstand.

Fehlende Durchschlagskraft

Vier Tage vor der Champions-League-Begegnung beim griechischen Meister Panathinaikos Athen fehlte es den Hanseaten fast während der gesamten Spielzeit an der erforderlichen Durchschlagskraft.

Bis zum Strafraum kombinierte die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf durchaus gefällig, doch dann gab es gegen die gut organisierte BVB-Hintermannschaft kein Durchkommen.

Zudem hatte Bremens Mittelfeldregisseur Diego einen höchst mittelmäßigen Tag erwischt und konnte seinem Team kaum Impulse verleihen.

Chance für "Kuba"

Das Team von Coach Jürgen Klopp hingegen löste sich nach einer extrem defensiven ersten Halbzeit nach dem Seitenwechsel besser und verdiente sich damit diesen Erfolg.

Schon in der ersten Halbzeit hätten die Westfalen sogar in Führung gehen können, als der Pole Jakub Blaszczykowski aus kürzester Distanz an Werder-Torhüter Tim Wiese scheiterte.

Zwei Feierlichkeiten

Erst in der Schlussphase erhöhten die Platzherren noch einmal den Druck, hatten Pech bei einem Lattenkopfball von Naldo (77.), doch auch in diesem Spielabschnitt fehlte es an zündenden Ideen, um im 1500. Bundesligaspiel der Vereinsgeschichte noch einen Sieg zu erzwingen.

Nationalspieler Torsten Frings war insbesondere in der ersten Halbzeit stärkster Werder-Akteur. Daneben zeigte Mesut Özil in seinem 50. Bundesligaspiel zumindest phasenweise eine gute Leistung.

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