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Friedhelm Funkel will mit Fortuna Düsseldorf die Klasse halten
Friedhelm Funkels auslaufender Vertrag bei Hertha BSC wurde nicht verlängert © getty

Nun ist es amtlich: Funkel wechselt vom einen Absteiger zum anderen. Das Ziel ist klar - der direkte Wiederaufstieg soll her.

Bochum - Friedhelm Funkel scheint nach 19 Jahren als Fußball-Lehrer endlich seinen Traumverein gefunden zu haben.

"Ich kenne den VfL seit Jahren. Der Klub passt zu meiner Mentalität. Ich war auf dem Platz immer Kämpfer und Arbeiter. Diese Einstellung verkörpert auch der VfL Bochum. Deswegen ist mir der Klub von Grund auf sympatisch", sagte der neue Trainer des Absteigers bei seiner offiziellen Vorstellung im Bochumer Stadion.

Der Experte für Bundesliga-Aufstiege - insgesamt fünfmal hat er es bereits mit dem KFC Uerdingen, MSV Duisburg, Eintracht Frankfurt und dem 1. FC Köln geschafft - erhält einen Einjahresvertrag bis 2011, der sich im Fall der direkten Rückkehr ins Oberhaus um ein weiteres Jahr verlängert.

"Müssen Ärmel hochkrempeln"

"Es geht darum, in die erste Liga aufzusteigen", sagte der 56-Jährige, der seinen Assistenten Christoph John mit an die Castroper Straße bringt.

Der gebürtige Neusser, der erst am vergangenen Donnerstag zum letzten Mal das Training bei Absteiger Hertha BSC Berlin geleitet hatte, präsentierte sich an seinem ersten Tag gewohnt sachlich und strahlte die in Bochum dringend benötigte Ruhe aus.

"Ich habe immer bewundert, wieviel Kontinuität der VfL in seiner Arbeit hatte und dass der Verein mit bescheidenen Mittel die Klasse erhalten hat. Wir müssen die Ärmel hochkrempeln. Damit hat die Mannschaft sicherlich kein Problem", sagte der erfahrene Trainer.

Chaos-Saison endet mit Abstieg

Der VfL hatte in der vergangenen Saison vor allem große Probleme mit den eigenen Fans, deren heftige Reaktionen möglicherweise auch Einfluss auf die Trennung von Marcel Koller hatten.

Es folgte das Duo Frank Heinemann und Dariusz Wosz. Heiko Herrlich hatte kurzfristig Erfolg, wurde dann nach zehn Spielen in Serie ohne Sieg entlassen. Und unter Notlösung Wosz verloren die Westfalen dann die letzten beiden Saisonspiele bei Bayern München und gegen Hannover 96.

Der sechste Abstieg stand fest.

Altegoer mit Wahl zufrieden

"Wir sind der vollen Überzeugung, dass wir einen erfahrenen und sehr guten Mann des Fußballs gefunden haben, der mit Mannschaft und Verein das Ziel Aufstieg realisieren kann", sagte VfL-Boss Werner Altegoer.

Zu personellen Fragen konnte Friedhelm Funkel noch keine Angaben machen, "gravierende Änderungen" im Kader erwartet er aber nicht. Kurzfristige Entwicklungen seien aber immer möglich.

Personeller Umbruch droht

Klar ist bereits, dass Stürmer Diego Klimowicz seine Karriere beendet hat und Leihspieler Lewis Holtby (Schalke 04) den VfL verlassen wird. Die Verträge von Vahid Hashemian und Joel Epalle laufen aus und werden aller Voraussicht nach nicht verlängert.

Abwehrspieler Anthar Yahia liegt angeblich ein Angebot aus der Türkei vor, der slowakische Torjäger Stanislav Sestak will sich bei der WM für höhere Aufgaben empfehlen.

Der Trainingsauftakt ist in Bochum für den 28. Juni angesetzt. Dieser Termin stammt allerdings aus der Zeit vor Funkel.

Möglicherweise ändert der Kämpfer daran noch etwas.

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