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Jürgen Klopp hat vor dem Spiel gegen Bremen ernsthafte Personalsorgen © imago

Klopp ist empört, weil er zu spät über Hajnals Ausfall informiert wurde. Leverkusen bangt um Barnetta und Vidal. Der Verletzten-Überblick.

München - Borussia Dortmund muss bei Werder Bremen am Samstag (ab 15 Uhr LIVE) auf Tamas Hajnal verzichten und greift den ungarischen Verband wegen der Verletzung des Spielmachers scharf an.

Hajnal zog sich offenbar bereits im WM-Qualifikationsspiel gegen Albanien (2:0) in Budapest am vergangenen Samstag einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zu.

Klopp erfuhr von der Verletzung allerdings erst am Donnerstag, weil die Blessur in Ungarn offenbar nicht eingehend untersucht worden war.

Erst Ende Oktober wieder fit

"Das ist eine Unverfrorenheit. So kann man mit uns nicht umgehen. Wir Klubs stehen unter Druck, die Spieler ständig abzustellen, dann muss eine ordnungsgemäße Untersuchung auch gewährleistet sein", sagt Klopp.

Hajnal steht wohl erst wieder für das Spiel gegen Berlin am 26. Oktober zur Verfügung.

Damit hat sich die personelle Situation im Mittelfeld des BVB verschärft. Fraglich sind auch die Einsätze von Marc-Andre Kruska, Florian Kringe (beide Oberschenkel) und Nuri Sahin (muskuläre Probleme).

Sahin wäre eine mögliche Alternative zu Hajnal auf der Position hinter den Spitzen. Sollte auch der Türke ausfallen, sei laut Klopp "ein Systemwechsel möglich".

Sport1.de fasst die Verletzten-Lage vor dem 8. Spieltag zusammen:

Leverkusen: Sorge um Barnetta und Vidal

Bayer Leverkusen bangt vor dem Spiel am Samstag (ab 15 Uhr LIVE) bei Eintracht Frankfurt um Tranquillo Barnetta und Arturo Vidal.

Der Schweizer Nationalspieler Barnetta klagt über Kniebeschwerden, der chilenische Internationale Vidal reiste erst am Donnerstag vom WM-Qualifikationsspiel der Chilenen in Ecuador zurück. Er wird erst am Freitag in Leverkusener zurückerwartet.

Ausfallen wird auf jeden Fall Sascha Dum, der im Training einen Bänderriss erlitt.

Am Donnerstag verlängerte zudem Ersatztorhüter Benedikt Fernandez seinen Vertrag vorzeitig bis 30. Juni 2011.

Seit 2000 steht er in Diensten des Werksklubs und bestritt bislang sechs Bundesligaspiele. Zu Saisonbeginn vertrat er in drei Erstliga-Begegnungen den verletzten Nationaltorwart Rene Adler.

Berlin: Raffael und Kacar einsatzbereit

Hertha BSC kann am Samstag im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart wieder auf die Mittelfeldspieler Raffael und Gojko Kacar zurückgreifen.

Der Brasilianer Raffael ist nach seiner Muskelverletzung im Adduktorenbereich fit, Serbiens Nationalspieler

Kacar hat seinen Muskelfaserriss in der Wade auskuriert.

Dagegen müssen die Berliner bei dem Versuch, erstmals in der laufenden Bundesliga-Saison zu Hause zu gewinnen, auf ihre Verletzten Steve von Bergen, Lukasz Piszczek, Amine Chermiti, Lucio und Christian Fiedler verzichten.

"Das ist ein echtes Spitzenspiel. Wir wollen mit einem Sieg in der Tabelle weiter nach oben klettern. Aber das wird eine schwere Kiste", sagte Manager Dieter Hoeneß.

Hamburg: Boateng hat Leistenprobleme

Der Hamburger SV bangt vor dem Spitzenspiel am Sonntag gegen Schalke 04 (ab 16.30 Uhr LIVE) um den Einsatz von Abwehrspieler Jerome Boateng.

Der 20-Jährige laboriert nach seinem Auftritt im Trikot der deutschen U-21-Nationalmannschaft am Mittwoch in Metz gegen Frankreich (1:0) an Leistenbeschwerden.

Definitiv verzichten muss HSV-Trainer Martin Jol auf Nigel de Jong (Innenbandanriss) und Nationalspieler Marcell Jansen (Muskelfaserriss). Dagegen kann der Kameruner Thimothee Atouba nach überstandener Muskelverhärtung wohl in den Kader des Tabellenführers zurückkehren.

Cottbus: Suche nach Verstärkungen

Energie Cottbus ist auf der Suche nach Verstärkung. "Wir brauchen frisches Blut und werden uns im Winter verstärken. Wir suchen im Mittelfeld und im Angriff", sagte Energie-Trainer Bojan Prasnikar dem "kicker".

Sein Team ist vor dem Gastspiel beim 1. FC Köln am Samstag mit nur vier Punkten Drittletzter und hat in sieben Partien erst drei Tore erzielt.

Trotzdem ist Prasnikar nicht besorgt: "Wir haben drei Punkte mehr als im Vorjahr und halten Anschluss. Mit uns kämpfen sechs, sieben Klubs gegen den Abstieg." Seine Spieler hätten zuletzt noch nicht den Druck gehabt, gewinnen zu müssen. "Vielleicht brauchen sie den, um an die Grenzen zu gehen."

Zugleich lobte der Slowene die Stimmung innerhalb des Vereins: "Das Klima stimmt. Präsident, Manager und Trainer arbeiten eng zusammen. So muss es sein."

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