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Enfant terrible bei Hertha: Nun ist Marko Pantelic offenbar vorläufig suspendiert © getty

Hertha suspendiert seinen kurzzeitig verschollenen Stürmer. Wolfsburg dagegen hat die Würmer. Die Bundesliga-Splitter.

München - Dabei bräuchten sie seine Torjäger-Qualitäten eigentlich angesichts von 40 Bundesliga-Toren: Hertha BSC Berlin hat Marko Pantelic für das Spiel gegen den VfB Stuttgart am Samstag (ab 15 Uhr LIVE) aus dem Kader gestrichen.

Nach seinen Spielen in der WM-Qualifikation mit Serbien fehlte der 30-Jährige unentschuldigt beim Training - Trainer Lucien Favre hat nun die Konsequenzen gezogen. Pantelic darf erst am Sonntag wieder am Training teilnehmen. Zudem soll Pantelic eine Geldstrafe in noch unbekannter Höhe zahlen. Das bestätigte Herthas Sprecher Hans-Georg Felder.

Pantelic selbst, um den es in der Vergangenheit wegen seiner bisweilen exzentrischen Art schon häufiger Wirbel bei den Berlinern gegeben hatte (allzu öffentlicher Vertragspoker, Elfmeter verschossen, obwohl er als Schütze nicht vorgesehen war), sieht die Sache eher als Missverständnis und Kommunikationsproblem.

Hintergrund: Der Stürmer will das Training nur insofern geschwänzt haben, als er sich im Reha-Zentrum der Herthaner behandeln ließ und dann nach Hause fuhr. Dort habe er geschlafen und konnte die Anrufe auf seinem Handy nicht hören, sagte der Serbe. Stundenlang galt er als verschollen, ehe sich die Situation am Abend aufklärte.

Sport1.de hat weitere Bundesliga-Splitter zusammengefasst.

Stuttgart fehlt auch Marica

Der VfB Stuttgart muss im Gastspiel bei Hertha BSC Berlin auf Stürmer Ciprian Marica verzichten. Der Acht-Millionen-Euro-Einkauf kehrte mit einem dicken Bluterguss im Oberschenkel von seiner Länderspielreise mit Rumänien zurück.

Ebenfalls fehlt Sami Khedira, der sich bei seinem Auftritt in der U21-Auswahl eine Sprunggelenksverletzung zugezogen hatte. Während Jan Simak und Yildiray Bastürk weiter ausfallen, kehren die zuletzt ausgefallenen Khalid Boulahrouz und Matthieu Delpierre in den Kader von Trainer Armin Veh zurück.

Wolfsburg hat die Würmer

Der VfL Wolfsburg hat schon vor dem Punktspiel am Samstag gegen Arminia Bielefeld mit hartnäckigen Gegnern zu kämpfen. Eine große Anzahl von Würmern hat sich unter dem Rasen der heimischen Arena eingenistet und sorgt für lichte Stellen auf dem Spielfeld.

"Der Platz ist in einem schlechten Zustand. Das ist nicht förderlich, wenn man auf Angriff spielen muss", sagt VfL-Trainer Felix Magath und flüchtet sich in Galgenhumor: "Man kann nur hoffen, dass in unserem Spiel nicht auch der Wurm drin ist."

Entwarnung für Klose

Der FC Bayern kann am Samstag beim Karlsruher SC auf Nationalspieler Miroslav Klose zurückgreifen. "Miro ist einsatzfähig. Er trainert ganz normal mit", sagt Trainer

Jürgen Klinsmann. Der Stürmer war im WM-Qualifikationsspiel gegen Wales (1:0) wegen einer schmerzhaften Prellung am rechten Fuß ausgewechselt worden.

Ebenfalls wieder zurück im Training ist nach einem auskurierten Muskelfaserriss Christian Lell. Der Abwehrspieler wird beim KSC allerdings noch nicht zum Kader gehören.

Vinicius und Schulz zwickt's

Hannover 96 bangt vor dem Liga-Match am Samstag gegen Aufsteiger 1899 Hoffenheim um den Einsatz von Innenverteidiger Vinicius und Mittelfeldspieler Christian Schulz. Beide Profis werden von Rückenproblemen geplagt.

96-Trainer Dieter Hecking muss zudem auf Nationaltorhüter Robert Enke (Kahnbeinbruch) sowie die Abwehrspieler Michael Tarnat (Trainingsrückstand) und Valerien Isamel (Knochenödem im Knie) verzichten. Auch Mittelfeldspieler Jan Rosenthal ist nach einem Muskelfaserriss noch nicht wieder fit.

DFL-Tochter verkauft Bundesliga-Auslandsrechte

Die Deutsche Fußball-Liga forciert die internationale Vermarktung der Bundesliga-Rechte ab der kommenden Saison. Über eine Unternehmenstochter wurden nun drei weitere Pakete für insgesamt 22 Länder an zwei Sportrechtehändler verkaufen.

Zehn Sender und Rechtehändler hatten zuvor ein Angebot abgegeben. Der Verkauf steigert die Erlöse um 40 Prozent für drei Spielzeiten. Die DFL will mit individueller Vermarktung vor allem in den Kernmärkten Osteuropa, Mittlerer Osten, China und den USA höhere Einnahmen generieren.

50+1-Regel: Kind will klagen

Martin Kind unternimmt einen neuen Anlauf im Kampf gegen die umstrittene 50+1-Regel, die den Bundesligisten verbietet, die Mehrheit der Stimmen an ihren Kapitalgesellschaften zu verkaufen.

Der Vorstandsvorsitzende von Hannover 96, Martin Kind, kündigte Klagen gegen die DFL und gegebenenfalls auch den Deutschen Fußball-Bund an, sagte: "Es liegt in der Mentalität der Deutschen, dass sie nicht die Chancen sehen, sondern vor allem die Risiken."

Hintergrund: Vereine wie Hannover hatten sich zuletzt im Sinne einer Erschließung neuer Kapitalquellen für eine weitere Öffnung für finanzstarke Investoren ausgesprochen. Kritiker dieser Strategie befürchteten jedoch, dass die Klubs dadurch jedoch zu Spekulationsobjekten verkommen könnten.

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