vergrößernverkleinern
Ingo Schiller (l.) ist Finanz-Geschäftsführer bei Hertha BSC Berlin © imago

Den Ausgaben stehen in der kommenden Saison Einnahmen von 30,5 Millionen Euro gegenüber. Zwei Leistungsträger bleiben in Berlin.

Berlin - Absteiger Hertha BSC Berlin peilt mit einem Zweitliga-Etat von 33 Millionen Euro die sofortige Rückkehr in die Bundesliga an.

Den Ausgaben stehen in der Saison 2010/11 geplante Einnahmen von 30,5 Millionen Euro gegenüber. Der Schuldenberg wird Ende Juni 2010 vermutlich auf 36 Millionen Euro angewachsen sein.

Diese Zahlen verkündete Finanz-Geschäftsführer Ingo Schiller am Montagabend auf der Mitgliederversammlung.

"Der direkte Wiederaufstieg in die erste Liga ist das Ziel, aber wir sind finanziell nicht dazu verdammt. Wir haben eine gute Wettbewerbsposition", sagte Schiller.

Brasilianer Raffael bleibt in Berlin

Im Etat sind keinerlei Transfererlöse eingeplant. Sollten also Leistungsträger vom Verein verkauft werden, würde sich der finanzielle Spielraum für die kommende Saison erheblich erhöhen.

In Berlin bleibt Stürmer Raffael. Der Brasilianer verlängerte am Montag seinen Vertrag bis 2014.

"Wir haben einen entscheidenden Leistungsträger unserer Mannschaft an uns binden können", sagte Geschäftsführer Michael Preetz: "Er unterstreicht damit unsere Zielsetzung, den direkten Wiederaufstieg zu schaffen."

Auch Dardai verlängert

Zudem verpflichtete die Hertha Raffaels Bruder Ronny. Der 24 Jahre alte Linksverteidiger, der ablösefrei von Sporting Lissabon kommt, erhielt einen Dreijahresvertrag. 209112(DIASHOW: Bundesliga-Wechselbörse)

Auch Urgestein Pal Dardai und Christoph Janker bleiben der Hertha im Unterhaus erhalten. Der 34-jährige Dardai, der bereits seit 1996 in der Hauptstadt spielt, verlängerte seinen Vertrag um ein weiteres Jahr, Janker unterschrieb einen Kontrakt bis 2012.

"Pal ist bei Hertha BSC eine absolute Institution. Ich freue mich, dass wir auf ihn weiter setzen können", meinte Preetz. Auch Trainer Markus Babbel begrüßte die Entscheidung: "Er ist mit seiner Erfahrung und seiner Einstellung sehr wichtig für unsere neue Mannschaft."

Finanzielle Einschnitte muss der Klub vor allem in den Bereichen TV-Einnahmen, Sponsoring und Ticketing verkraften.

In der zweiten Liga rechnet Hertha mit nur 26.600 Fans pro Heimspiel. In der abgelaufenen Bundesliga-Saison waren knapp im Schnitt 20.000 Zuschauer mehr ins Olympiastadion gekommen.

Schiphorst weiter Aufsichtsratschef

Bernd Schiphorst bleibt derweil Aufsichtsratschef bei der "Alten Dame".

Wenige Stunden nach der Mitgliederversammlung benannte der neu gewählte Aufsichtsrat den Medien-Manager erneut zu seinem Vorsitzenden. Neuer Stellvertreter des Kontrollgremiums ist der ehemalige Hertha-Profi Andreas Schmidt.

Kein Gegenbauer-Sturz

Ein möglicher Sturz des Präsidenten Werner Gegenbauer wurde indes verhindert.

Nur 301 der 1286 anwesenden Mitglieder wollten einen Abwahlantrag des Präsidiums zulassen, so dass der Antrag abgelehnt wurde.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel