vergrößernverkleinern
Bisher absolvierte Patrick Owomoyela zwei Bundesliga-Partie für den BVB © getty

Patrick Owomoyela ist für die Partie in Bremen wieder einsatzbereit. Jedoch hat der Dortmunder starke Konkurrenz im eigenen Team.

Von Mathias Frohnapfel

München/Dortmund - Fit wäre er wieder.

Doch ob der Dortmunder Patrick Owomoyela am Samstag (ab 15 Uhr LIVE) in Bremen gegen seine alten Kollegen zum Einsatz kommt, steht noch nicht fest.

Zu groß ist der Konkurrenzkampf bei der Borussia.

Trainer Jürgen Klopp hat eine entsprechende Auswahl, bis auf Dede (Reha nach Kreuzbandriss) und Tamas Hajnal (Muskelfaserriss im Oberschenkel) kommen alle Profis für einen Einsatz in Frage.

Grübeln über BVB-Viererkette

Allerdings plagen sich Marc-Andre Kruska, Florian Kringe (Oberschenkel) und Nuri Sahin (muskuläre Probleme) mit leichteren Blessuren.

Speziell in der Defensive hat Klopp neue Optionen. Innenverteidiger Mats Hummels hat seine Verletzung ebenso auskuriert wie Owomoyela. Der Trainer wird aber wohl an Robert Kovac und Young-Pyo Lee festhalten. Sie erledigten zuletzt ihre Jobs in der Viererkette durchaus passabel.

Für den - in Bestform - schnellen und kampstarken Außenverteidiger Owomoyela dürfte daher kaum auf Anhieb ins Team der Schwarz-Gelben rutschen. Nach seinen Muskelfaserrissen hatte er ein ein spezielles Aufbau-Programm absolviert, erst seit einer Woche trainiert er wieder mit der Mannschaft.

"Owo" will in Bremen attackieren

Seinem Ansporn gegen Werder schadet das jedoch nicht.

Bremen, urteilte er in der "Bild", sei in der Offensiver stärker als in der Abwehr. "Das ist unsere große Chance." Besonders verwundbar hält der 28-Jährige die grün-weiße Defensive bei "schnellen Gegenangriffen. Das war schon zu meiner Zeit so."

An seine drei Jahre in der Hansestadt dürfte "Owo" mit gemischten Gefühlen zurückdenken. Zwar wechselte er als Nationalspieler an die Weser, doch die WM-Teilnahme 2006 schaffte er nicht.

Enttäuschendes Ende in Bremen

Danach fuhr der Profi, gebremst von einer langen Verletzung, in seiner Karriere Achterbahn. Nach dem Comeback im März 2007 kam er in der vergangenen Saison nur neunmal in Bremen zum Einsatz.

Zuletzt spielte Owomoyela im Borussen-Trikot beim 1:0-Sieg über Cottbus. Umso mehr hofft er auf die Partie gegen Werder. Denn: "Ich freue mich riesig, will?s allen beweisen."

Hammer und Nägel gesucht

Die Bremer wollen ihrerseits demonstrieren, dass ihre Abwehr wieder Stabilität hat.

Mit 16 Gegentreffern ist der Champions-League-Teilnehmer die Schießbude der Liga. Zuletzt hagelte es beim 1:4 gegen Stuttgart unnötige Treffer. Am liebsten wäre es den Norddeutschen vermutlich, sie könnten ihr Tor mit Hammer, Nägeln und Brettern verrammeln.

Nationalspieler Per Mertesacker, Kopf der Defensivabteilung, fällt wegen seiner Rotsperre weiter aus.

Fritz: "Oben festsetzen"

Dennoch ist sein Auswahlkollege Clemens Fritz optimistisch: "Wir haben jetzt genug Punkte liegen gelassen. Wir brauchen einen Sieg und wollen uns oben festsetzen."

Bei diesem Vorhaben muss Werder voraussichtlich auch auf die angeschlagenen Markus Rosenberg und Jurica Vranjes verzichten.

Die Fans wünschen sich derweil das zehnte Heimtor im Weserstadion in der aktuellen Saison. Trainer Thomas Schaaf wird dabei einen genauen Blick auf Spielmacher Diego haben.

Dauerärger um Diego

Der 23-Jährige fiel nach in dieser Woche unangenehm auf, weil er zum wiederholten Mal zu spät zum Training kam. Er musste dafür eine Geldstrafe berappen. Zuletzt sei er bei offiziellen Anlässen nicht mit dem Fahrzeug des Werder-Sponsors VW aufgefahren, sondern mit einem anderen schicken Gefährt, berichtete der "kicker".

"Wir spielen einen Mannschaftssport. Da gibt es gewisse Regeln, an die sich jeder halten muss, sonst funktioniert es nicht", reagierte Kapitän Frank Baumann deutlich.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel