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Der Peruaner Paolo Guerrero spielt seit 2006 für den Hamburger SV © getty

Der HSV-Stürmer bekommt bei seiner aufsehenerregenden Klage gegen die populäre peruanische Journalistin Magaly Medina Recht.

Lima - Paolo Guerrero vom Hamburger SV hat bei seiner Klage gegen die prominente TV-Moderatin Magaly Medina in seinem Heimatland Peru Recht bekommen.

Guerrero erhielt 19 000 Euro Schmerzensgeld, Medina wurde zu einer fünfmonatigen Haftstrafe verurteilt.

Die Journalistin hatte in verschiedenen Medien verbreitet, der Nationalspieler habe vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Brasilien im November mit einem Model bis in die Morgenstunden gefeiert. In ihrer Zeitschrift "Magaly Te Ve" erschienen unter anderem Bilder, die das belegen sollten.

Video-Aufzeichnungen und die Rechnung

Der HSV-Stürmer legte seinerseits Dokumente vor, die diese Behauptung widerlegten und unterstellte der Journalistin eine "Diffamierung" seiner Person.

Anhand von Video-Aufzeichnungen und der Restaurant-Rechnung konnte Guerrero nachweisen, dass er zu später Stunde nicht mehr in dem Lokal zugegen war.

Guerrero: "Alles war eine Lüge"

"Alles was sie verbreitet hat, war eine Lüge, hat mich diffamiert und hat mögliche Werbeverträge gekostet", erklärte Guerrero.

Der Fall sorgt in Peru für Aufsehen und eine grundsätzliche Diskussion über die Pressefreiheit im Lande.

Die betroffene Journalistin beruft sich auf die Meinungsfreiheit und lässt sich immer wieder mit einem Pflaster über dem Mund als Zeichen für die eingeschränkten Arbeitsmöglichkeiten für Journalisten fotografieren.

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